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ASS (Aspirin®) bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK)? 2009

Studie (1): Bei Patienten mit pAVK führte die Behandlung mit ASS (Aspirin®) allein oder in Kombination mit Dipyridamol  (Aggrenox®)  zu einer statistisch nicht-signifikanten Reduzierung des primären Endpunkts kardiovaskulärer Ereignisse (Herzinfarkt, Hirninfarkt, kardiovaskulärer Tod)

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Aspirin in der Prävention von kardiovaskulären Ereignissen bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit: Eine Meta-Analyse von randomisierten Studien.

HINTERGRUND: Randomisierte Studien haben gezeigt, dass Aspirin das Risiko von kardiovaskulären Ereignissen bei Patienten mit symptomatischen zerebrovaskulären Erkrankungen und symptomatischer koronarer Herzkrankheit verringert. Trotz Leitlinien-Empfehlungen für die sekundäre Prävention bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) ist die Wirkung von Aspirin in dieser Patientengruppe nicht gut etabliert.

ZIEL: Es sollte die Wirkung von Aspirin im Bezug auf die Häufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit pAVK untersucht werden.

DATEN-QUELLEN UND STUDIEN-AUSWAHL: MEDLINE, die zentrale Cochrane-Datenbank für kontrollierte Studien, EMBASE, der wissenschaftliche Zitierungs-Index (1966 bis Dezember 2008) sowie nicht-veröffentlichte Studien aus dem ergänzenden Index der Antithrombotic Trialists' Collaboration. Geeignete Studien waren prospektive, randomisierte kontrollierte Studien einer Aspirin-Therapie, mit oder ohne Dipyridamol, in denen die Häufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse erfasst wurde. 18 Studien mit insgesamt 5.269 Teilnehmern wurden identifiziert.

DATEN-EXTRAKTION: Die Studien wurden überprüft um die Anzahl der Teilnehmer, den durchschnittlichen Beobachtungs-Zeitraum und den primären Endpunkt der kardiovaskulären Ereignisse (nicht-tödlicher Myokard-Infarkt, nicht-tödlicher Hirninfarkt, und kardiovaskulärer Tod) festzustellen. Daten über die sekundären Endpunkte (Tod ungeachtet der Ursache, große Blutungen und einzelne Teile des primären Endpunkts) wurden ebenfalls entnommen. Für den primären Endpunkt hatte die Analyse eine Power von 88%, eine Reduzierung um 25% sowie eine Power von 70%, eine Reduzierung um 20% in der Häufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse in der Aspirin-Gruppe im Vergleich zur Kontroll-Gruppe zu erkennen.

DATEN-SYNTHESE: Insgesamt beinhaltete die Meta-Analyse 5.269 Teilnehmer. Von den 2.823 Teilnehmern, welche Aspirin (allein oder in Kombination mit Dipyridamol) einnahmen, erlitten 251 (8,9%) Patienten kardiovaskuläre Ereignisse, in der Kontroll-Gruppe mit 2.446 Teilnehmern waren dies 269 (11,0%) Patienten (zusammengerechnetes relatives Risiko: 0,88; 95% Konfidenz-Intervall von 0,76 bis 1,04). Aspirin-Therapie war assoziiert mit einer Reduzierung des sekundären Endpunkts eines nicht-tödlichen Hirninfarkts (52 von 2.823 Patienten gegenüber 76 von 2.446 Patienten; relatives Risiko: 0,66; 95% Konfidenz-Intervall von 0,47 bis 0,94) aber war nicht assoziiert mit einer signifikanten Reduzierung der Häufigkeit kardiovaskulären Todes, Todes durch jede Ursache, Myokard-Infarkte oder großen Blutungen. In der Untergruppe von 3.019 Teilnehmern, die im Vergleich mit einer Kontrollgruppe nur Aspirin einnahmen, war Aspirin assoziiert mit einer nicht-signifikanten Reduzierung von kardiovaskulären Ereignissen (125 von 1.516 gegenüber 144 von 1.503 Patienten; relatives Risiko: 0,75; 95% Konfidenz-Intervall von 0,48 bis 1,18) und einer signifikanten Reduzierung des nicht-tödlichen Hirninfarkts (32 von 1.516 gegenüber 51 von 1.503 Teilnehmern; relatives Risiko von 0,64; 95% Konfidenz-Intervall von 0,42 bis 0,99). Allerdings gab es in dieser Untergruppe keine statistisch signifikanten Reduzierungen der Häufigkeit von kardiovaskulärem Tod, Tod durch jede Ursache, Myokard-Infarkten oder großen Blutungen.

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei Patienten mit pAVK führte die Behandlung mit Aspirin, allein oder in Kombination mit Dipyridamol, zu einer statistisch nicht-signifikanten Reduzierung des primären Endpunkts kardiovaskulärer Ereignisse und zu einer signifikanten Reduzierung des nicht-tödlichen Hirninfarkts. Die Ergebnisse für den primären Endpunkt sind möglicherweise durch begrenzte statistische Power zu erklären. Weitere randomisierte, kontrollierte Studien einer Aspirin-Therapie sind notwendig um ihren reinen Vorteil und das Blutungsrisiko bei Patienten mit pAVK festzustellen.

  1. Berger JS et al. Aspirin for the prevention of cardiovascular events in patients with peripheral artery disease: A meta-analysis of randomized trials. JAMA 2009 May 13; 301:1909
Schlüsselwörter: Anti-koagulation, ASS, Aspirin, periphere arterielle Verschlusskrankheit, PAVK, antikoagulation, Dipyridamol , Aggrenox, plavix, Clopidogrel, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013