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Die im Langzeit-EKG entdeckte transiente Ischämie und ihre Bedeutung nach einem akuten Koronarsyndrom, 2009

Substudie von MERLIN-TIMI 36-Studie: Langzeit-EKG wird in der Kardiologie eher zur Beurteilung der Herzrhythmusstörungen und weniger zur Ischämie-Diagnostik  eingesetzt. Desto trotz deuten laut Ergebnisse einer aktuellen Studie (1) intermittierende ischämische Episoden in 24-EKG auf eine schlechte Prognose (kardiovaskuläre Mortalität, Herzinfarkt) bei Patienten nach einem akutem Koronarsyndrom hin.  

Medknowledge-Anmerkung: Der  nächste Schritt wäre zu überprüfen, ob eine durch EKG-Monitoring eingeleitete Therapie (einschließlich invasiver Revaskularisierung) bei diesen Hoch-Risiko-Patienten die Prognose signifikant bessert. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die im Langzeit-EKG entdeckte Ischämie und ihre Bedeutung nach einem akuten Koronarsyndrom: Beobachtungen aus der MERLIN-TIMI 36 Studie  

ZIEL: Das Ziel dieser Studie war es, die Verbindung zwischen einer Ischämie, welche durch eine langfristige Elektrokardiographie-Untersuchung entdeckt wird, und kardiovaskulären Verläufen nach einem akuten Koronar-Syndrom (AKS) zu untersuchen.

HINTERGRUND: Die geringe Größe vorhergehender Studien zum Langzeit-EKG verhinderte bislang eine vollständige Erfassung des mit einer Ischämie assoziierten Risikos bei verschiedenen Patientengruppen und im Vergleich mit anderen Methoden der Risiko-Stratifizierung. Ranolazin, ein neues antianginöses Medikament, reduziert die Ischämie-Symptome bei Patienten mit chronischer Angina und nach einem AKS. Die anti-ischämische Wirkung des Medikaments, untersucht durch das Langzeit-EKG, ist allerdings unbekannt.

METHODEN: Insgesamt wurden 6.560 Patienten, welche mit einem AKS ohne ST-Strecken-Hebung stationär aufgenommen wurden, in der MERLIN-TIMI 36 (Metabolic Efficiency With Ranolazine for Less Ischemia in Non-ST-Elevation Acute Coronary Syndrome-Thrombolysis In Myocardial Infarction 36)-Studie randomisiert einer Ranolazin- oder Placebo-Behandlung zugeteilt. Eine Untersuchung mit einem Langzeit-EKG wurde ab dem Zeitpunkt der Randomisierung über sieben Tage hinweg durchgeführt. Die Verläufe wurden über einen mittleren Zeitraum von 348 Tagen beobachtet. Klinische Ereignisse, die während der Aufnahme des Langzeit-EKGs auftraten, wurden von der Analyse ausgenommen.

ERGEBNISSE: Insgesamt waren bei 6.355 (97%) Patienten Aufnahmen des Langzeit-EKGs vorhanden, die für die Ischämie-Analyse verwertbar waren. Patienten mit mindestens einer Ischämie-Episode im Langzeit-EKG (n=1.271, 20%) hatten ein erhöhtes Risiko für kardiovaskulären Tod (7,7% gegenüber 2,7%; p < 0,001), für Myokardinfarkt (9,4% gegenüber 5,0%; p < 0,001), und für rezidivierende Ischämie (17,5% gegenüber 12,3%; p < 0,001). Die Verbindung zu kardiovaskulärem Tod war unabhängig sowohl von Patienten-Eigenschaften zur Beginn des Beobachtungszeitraums als auch von erhöhten Biomarkern (adjustiertes relatives Risiko: 2,46; p < 0,001). Ischämie im Langzeit-EKG war assoziiert mit deutlich schlechteren Verläufen in mehreren Untergruppen. Ranolazin reduzierte nicht die Häufigkeit, mit der Ischämie im Langzeit-EKG erkannt wurde (19,9% gegenüber 21,0%; relatives Risiko: 0,93; p = 0,21).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei mehr als 6.300 Patienten mit AKS trat eine Ischämie im Langzeit-EKG einerseits häufig auf und war andererseits deutlich und unabhängig assoziiert mit schlechten kardiovaskulären Verläufen, eingeschlossen kardiovaskulärer Tod. Langzeit-EKG-Untersuchungen zur Erkennung von Ischämie nach einem AKS könnte helfen, Patienten mit einem erhöhten Risiko zu identifizieren.

  1. Scirica BM et al. Ischemia detected on continuous electrocardiography after acute coronary syndrome: Observations from the MERLIN–TIMI 36 (Metabolic Efficiency with Ranolazine for Less Ischemia in Non–ST-Elevation Acute Coronary Syndrome–Thrombolysis in Myocardial Infarction 36) trial. J Am Coll Cardiol 2009 Apr 21; 53:1411.
Schlüsselwörter: akutes Koronarsyndrom, AKS, langzeit-EKG, ischämie, Ranexa, Ranolazin, akutes Koronarsyndrom, Ranolazine, ACR, Herzinfarkt, Nitro, 24-EKG, STEMI, chronische Angina Pectoris, Medikament, Arzneimittel, Therapie, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013