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Prostatakrebs: Molekulare Marker zur Abschätzung des Mortalitäts-Risikos, 2009

Studie: Der immunohistochemische Nachweis von Bcl-2, P53 oder einer hohen Mikrogefäßdichte in bei Diagnosestellung eines Prostatakarzinoms entnommen Gewebeproben ist mit einer höheren Mortalität assoziiert.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Molekulare Marker und Prostatakarzinom als Todesursache

Die gängigen Methoden zur Einschätzung der Prognose des Prostatakarzinoms bei Diagnosestellung sind derzeit limitiert. (Mit den klassischen Prognosefaktoren wie Tumorgröße, Tumorstadium, Gleason Grad und PSA-Verlauf kann der individuelle Verlauf nicht hinreichend vorhergesagt werden. Für eine individuelle Risikoabschätzung gibt es heute eine Reihe von molekularen Markern, die zusätzliche Informationen über die Prognose liefern.) Das Ziel einer Studie in den „Annuals of Internal Medicine“ war, zu bestimmen ob molekulare Marker des Zellregulationszyklus (Bcl-2 und P53) und Marker der Angiogenese (beta-3 integrin, „vascular endothelial growth factor“ und  Mikrogefäßdichte) mit einem erhöhten Langzeitrisiko am Prostatakarzinom zu versterben assoziiert sind.     

 

Für eine amerikanische Beobachtungsstudie, die zwischen 1991 und 2006 im „Veterans Affairs Health Care System“ durchgeführt wurde, wurden unter 64 545 mindestens 50jährigen Veteranen 1313 Patienten mit Prostatakarzinom identifiziert. Die klinischen Daten von 1270 Männern waren verfügbar, komplett vorhanden waren sie bei 1172 Männern. Die Daten wurden aus den medizinischen Akten entnommen einschließlich des Alters, der Rassenzugehörigkeit und den Komorbiditäten der Patienten, außerdem Tumorausbreitung, histologischer Grad (Gleason Score), prostatspezifisches Antigen, Symptome und Behandlung. Immunohiostochemische Analysen von bei Diagnosestellung gewonnenen Gewebeproben wurden unter Verwendung von Antikörpern gegen die ausgewählten Marker ebenfalls durchgeführt. Mit Hilfe von proportionalen Hazard-Analysen wurde der Zusammenhang dieser Faktoren mit dem Risiko am Prostatakarzinom zu versterben bis zum Jahr 2006 untersucht.

 

Ergebnisse:

Das mittlere Lebensalter bei Diagnosestellung betrug 72 Jahre, der mittlere Wert des Prostataspezifischen Antigens lag bei 10,0 microg/L und die meisten Tumoren waren mittelgradig differenziert. Während einer 11- bis 16jährigen Nachbeobachtungszeit starben 71,8% der Männer (842 von 1172), 21,5% der Todesfälle (181 von 842) waren bedingt durch ein Prostatakarzinom. Bei den 1007 Männern, bei denen die Ergebnisse für alle relevanten Marker vorlagen, waren nach Anpassung des Alters und der klinischen Kriterien Bcl-2, P53 und die Mikrogefäßdichte mit dem Risiko am Prostatakarzinom zu versterben assoziiert. 

 

Einschränkungen: Die Ergebnisse könnten durch restliche Störvariablen beeinflusst worden sein. Manche Patienten waren nicht bei allen Analysen eingeschlossen, weil Informationen aus den medizinischen Akten (7,5%) oder Gewebefärbungen (12,6%) fehlten.

 

Fazit:

Der immunohistochemische Nachweis von Bcl-2, P53 oder einer hohen Mikrogefäßdichte in bei Diagnosestellung eines Prostatakarzinoms entnommen Gewebeproben ist assoziiert mit einem erhöhten Langzeitrisiko an dieser Erkrankung zu versterben.          

 

  1. Concato J et al. Molecular markers and death from prostate cancer. Ann Intern Med 2009 May 5; 150:595.
Schlüsselwörter: Bcl-2, P53, biopsie, Prostatakrebs, Molekulare Marker, Mortalität-Risiko-Abschätzung, operation, sterblichkeit, metastasen, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013