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Blasenkarzinom im Frühstadium: Einfluss von Therapieintensität auf Mortalität, 2009

Studie: Patienten mit aggressiver Behandlungsintensität (wie intravesikale Therapie) scheinen keinen Vorteil in Bezug auf Überleben und nachfolgende Majoreingriffe zu haben.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Vergleich von Behandlungsintensität und Outcome bei Patienten mit Blasenkarzinom im Frühstadium.

HINTERGRUND: Das Blasenkarzinom gehört in den USA zu den am weitesten verbreiteten und kostenintensivsten Krebsarten. Mangels klarer Evidenzen zum optimalen Therapiemanagement steht es Urologen offen, wie aggressiv sie ein Blasenkarzinom im Frühstadium behandeln. In der Studie wurde der Zusammenhang von initialer Behandlungsintensität und anschließendem Outcome untersucht. METHODEN: Anhand der SEER (Surveillance, Epidemiology and End-Results)-  Medicare-Datenbank wurden Patienten ermittelt, bei denen zwischen 1. Januar 1992 und 31. Dezember 2002 die Diagnose Blasenkarzinom im Frühstadium gestellt wurde (n = 20 713). Außerdem wurden die hauptverantwortlich behandelnden Ärzte (n = 940) danach gruppiert, wie intensiv sie dieses therapierten. Die Behandlungsintensität wurde anhand der mittleren Therapiekosten bestimmt, die dem Medicare-System in den ersten 2 Jahren nach Diagnosestellung gemeldeten wurden. Die Ärzte wurden in vier zahlenmäßig etwa gleich große Gruppen (Quartile) eingeteilt. Mittels COX-Regressionsanalyse wurde der Zusammenhang von Behandlungsintensität und Outcome (einschließlich des Überlebens bis 31. Dezember 2005) sowie dem Bedarf an weiteren Majoreingriffen bestimmt. Alle statistischen Tests wurden zweiseitig durchgeführt. ERGEBNISSE: In der Arzt-Quartile mit höchster Behandlungsintensität lagen die durchschnittlichen Medicare-Ausgaben pro Patienten mehr als doppelt so hoch wie in der Arzt-Quartile mit niedrigster Behandlungsintensität (7131$ versus 2830$). Im Vergleich zu Ärzten mit niedriger Behandlungsintensität nutzten Ärzte mit hoher Intensität häufiger endoskopische Überwachungsverfahren, intravesikale Therapien sowie bildgebende Verfahren. Allerdings war die Intensität der Anfangsbehandlung nicht mit  einem niedrigeren Mortalitätsrisiko assoziiert (adaptiertes Hazard Ratio für Tod jeglicher Ursache bei niedriger versus hoher Behandlungsintensität  = 1,03; 95 %-Konfidenzintervall 0,97 – 1,09). Ein initial intensives Behandlungsmanagement beugte dem späteren Behandlungsbedarf nicht vor. Im Vergleich zu Patienten mit niedriger Behandlungsintensität benötigte sogar ein größerer Teil der Patienten mit hoher Behandlungsintensität später einen Majoreingriff (6,4% versus 11,0%, p = 0,02). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Das Blasenkarzinom im Frühstadium wird sehr unterschiedlich aggressiv therapiert. Patienten mit hoher Behandlungsintensität scheinen keinen Vorteil in Bezug auf Überleben und nachfolgende Majoreingriffe zu haben.

  1. Hollenbeck BK et al. Provider treatment intensity and outcomes for patients with early-stage bladder cancer. J Natl Cancer Inst 2009 Apr 15; 101:571.
Schlüsselwörter: harnblasenkrebs, Blasenkrebs, Harblase, Blasenkrebs im Frühstadium Krebs, Behandlung, Therapie, Blasenkarzinom, Cisplatin-basierte Neoadjuvante Chemotherapie, intravesikale Therapie, OP, endoskopie, ureteroskopie, operation, harnblase, krebs, tumor, zystoskopie, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013