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Tiefe Venenthrombose: Ultraschall-Einsatz zur Abschätzung der Antikoagulationsdauer, 2009

Studie: Ultraschall-geleitete Entscheidungen zu Antikoagulationsdauer führten zu weniger Thrombose-Rezidiven, das Studien-Protokoll ist möglicherweise für den Routine-Einsatz im Alltag noch nicht reif.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Residualthromben im Ultraschall zur Abschätzung der Antikoagulationsdauer nach tiefer Venenthrombose
Die optimale Dauer der oralen Antikoagulationstherapie bei Patienten mit Zustand nach tiefer Venenthrombose der unteren Extremitäten ist weiterhin unklar. Das Ziel einer italienischen Studie, die in den „Annals of Internal Medicine“ erschien, war die Bewertung, ob eine maßgeschneiderte Dauer der Antikoagulation auf der Basis persistierender Residualthromben im Ultraschall die Rate an Rezidivthrombosen im Vergleich zur Verabreichung einer konventionellen Therapie von festgelegter Dauer bei Erwachsenen mit Zustand nach proximaler tiefer Venenthrombose verringert. In 9 italienischen Universitätskliniken wurde von 1999 bis 2006 eine randomisierte Studie mit 538 aufeinanderfolgenden ambulanten Patienten mit Zustand nach erstmalig aufgetretener akuter proximaler tiefer Venenthrombose und nach Beendigung einer 3-monatigen Antikoagulationsdauer ohne weitere Ereignisse durchgeführt. Geschulte Ärzte, die die Untersuchungsergebnisse beurteilten, waren bezüglich des Zuteilungsstatus der Patienten verblindet, die Patienten und die einweisenden Ärzte nicht. 

Die Patienten wurden nach dem jeweiligen Zentrum und nach dem Kriterium idiopathische oder sekundäre tiefe Venenthrombose stratifiziert. Anschließend wurden sie entweder zu einer Antikoagulationstherapie mit festgelegter Dauer (keine weitere Antikoagulation bei sekundärer Thrombose und zusätzliche 3 Monate bei idiopathischer Thrombose) oder zu einer mit Hilfe des Ultraschalls überwachten Antikoagulationstherapie von flexibler Dauer (keine weitere Antikoagulation bei Patienten mit rekanalisierten Venen und fortgesetzte Antikoagulation bis zu 9 Monaten bei sekundärer Thrombose und bis zu 21 Monaten bei idiopathischer Thrombose). 530 Patienten beendeten die Studie und konnten für die Beurteilung des primären Zielparameters herangezogen werden. Gemessen wurde die Rate an bestätigten tiefen Rezidiv-Venenthrombosen während einer Nachbeobachtungszeit von 33 Monaten. 

Ergebnisse:
Insgesamt entwickelten 46 von 268 (17,2%) Patienten mit einer Antikoagulationstherapie von festgelegter Dauer und 32 von 270 Patienten (11,9%) mit einer Antikoagulationstherapie von flexibler Dauer eine Rezidivthrombose. Der adjustierte Hazard Ratio betrug 0,64. Bei den Patienten mit idiopathischer tiefer Venenthrombose betrug der adjustierte Hazard Ratio 0,61 und bei Patienten mit sekundärer tiefer Venenthrombose 0,81.Eine größere Blutung trat bei 2 Patienten (0,7%) der Therapiegruppe mit festgelegter Dauer und bei 4 Patienten (1,5%) bei der Therapiegruppe mit flexibler Dauer auf. 

Einschränkungen:
Die Studie war nicht doppelverblindet. Die Stichprobe war nicht groß genug, um Unterschiede bei der Blutungshäufigkeit zwischen den Therapiegruppen aufzudecken und die Wirksamkeit der Intervention bei den Untergruppen idiopathische oder sekundäre Thrombose zu bewerten. Patienten mit Thromboembolien in der Vorgeschichte, persistierenden Risikofaktoren für Thromboembolien, Patienten mit weiteren Thrombophilien außer dem Faktor V-Leiden sowie Prothrombinmutationen wurden ausgeschlossen.

Fazit:
Eine maßgeschneiderte Dauer der Antikoagulation auf der Basis von Ultraschallbefunden reduziert die Rate an Rezidivthrombosen bei Erwachsenen mit proximaler tiefer Venenthrombose. 

  1. Prandoni P et al. Residual thrombosis on ultrasonography to guide the duration of anticoagulation in patients with deep venous thrombosis: A randomized trial. Ann Intern Med 2009 May 5; 150:577
Schlüsselwörter: Thrombose, doppler-sonographie, Ultraschall, marcumar, Abschätzung, venenthrombose, rezidiv, oberschenkel, becken, Antikoagulation-Dauer, tiefe beinvenenthrombose, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013