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Veränderungen der sexuellen Funktion während der Perimenopause, 2009

Longitudinale Veränderungen der sexuellen Funktion bei Frauen während der Perimenopause 
Die Menopause ist definiert als die letzte Regelblutung, nach der ein Jahr lang keine weitere Regelblutung mehr stattfindet. Dieser genaue Zeitpunkt lässt sich nur im Nachhinein festlegen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff „Menopause“ manchmal auch synonym für „Wechseljahre“ gebraucht (z.B. „Frauen in der Menopause“ oder „Veränderungen während der Menopause“) 
Als Perimenopause werden die ein bis zwei Jahre vor und nach der eigentlichen Menopause bezeichnet. Die Perimenopause gilt als der tatsächliche „Wechsel“ während des Klimakteriums. Perimenopause (im Englischen „perimenopause“ oder „transition through menopause“) könnte daher auch als Synonym für „Wechseljahre“ benutzt werden. 

Die sexuelle Funktion ist eine wichtige Komponente im Leben von Frauen. In welchem Ausmaß die Perimenopause das Nachlassen der sexuellen Funktion beeinflußt, ist noch nicht eindeutig geklärt. 

Es gibt zwar Hinweise darauf, daß die sexuelle Funktion während der Perimenopause abnimmt, ob diese Abnahme jedoch am Nachlassen der ovariellen Funktion liegt, am Alterungsprozess oder anderen Variablen zuzuschreiben ist, ist noch ungeklärt. Die Partnerschaft, psychosoziale und gesundheitliche Faktoren werden oft als wichtigere Determinanten der sexuellen Funktion genannt als die hormonellen Veränderungen. Zu den primären Faktoren, die mit der weiblichen Sexualität assoziiert sind, zählen die Verfügbarkeit eines Partners, die Qualität der Beziehung, psychologische Funktionen, Gesundheit und ethnische Faktoren.

Eine amerikanische Studie in „Menopause“ versuchte zu bestimmen, ob die Perimenopause mit Veränderungen der sexuellen Funktion assoziiert ist. Die prospektive longitudinale Kohortenstudie rekrutierte Frauen aus sieben amerikanischen Orten, die zu Studienbeginn 42 bis 52 Jahre alt waren (n= 3302) für die „Study of Women`s Health across the Nation“ (SWAN). Die longitudinalen Daten aus dieser Studie gaben die Gelegenheit, die Rolle der Perimenopause auf die sexuelle Funktion vom chronologischen Alterungsprozess abzugrenzen und gleichzeitig soziale, gesundheitsbezogene und psychologische Parameter zu untersuchen. 

Frauen, die für die Kohorte ausgewählt wurden, hatten eine intakte Gebärmutter, mindestens einen Eierstock, nahmen keine exogenen Hormone ein, waren entweder prämenopausal oder früh perimenopausal und identifizierten sich selbst als zu einer für die Studie geeigneten ethischen Gruppe gehörend. Es wird über die Daten aus einem Interview zu Studienbeginn sowie aus sechs jährlichen Terminen während der Nachbeobachtungszeit berichtet. Die gemessenen Parameter waren auf eigenen Berichten basierende Einschätzungen über die Bedeutung von Sex, die Häufigkeit sexuellen Verlangens, sexuelle Erregung, Masturbation, Sexualverkehr, Schmerzen beim Sexualverkehr, Grad der emotionalen Befriedigung sowie körperliche Genußfähigkeit. 

Ergebnisse:
Mit der Adjustierung des Lebensalters zu Studienbeginn, des chrononlogischen Alterungsprozess und relevanten sozialen, psychologischen und gesundheitsbezogenen Faktoren stiegen die Odds für Berichte über vaginale Schmerzen oder Schmerzen im Beckenbereich bis zur späten Perimenopause an und die für das sexuelle Verlangen sanken ab. Die Masturbationshäufigkeit stieg während der frühen Perimenopause an, fiel aber in der Postmenopause ab. Es zeigte sich kein Zusammenhang zwischen der Perimenopause und den anderen Ergebnissen. Die Gesundheit, psychologische Funktionen und die Bedeutung von Sex hingegen waren mit allen anderen Parametern der sexuellen Funktion assoziiert. Das Lebensalter, die ethnische Zugehörigkeit, Familienstand, Veränderungen in der Partnerschaft und vaginale Trockenheit waren ebenfalls mit der sexuellen Funktion assoziiert. 

Fazit:
Schmerzen während des Sexualverkehrs nehmen während der Perimenopause zu und das sexuellen Verlangen sinkt ab. Die Masturbationshäufigkeit nimmt in der frühen Perimenopause zu, sinkt nimmt aber in der Postmenopause wieder ab. Nach Adjustierung anderer Faktoren gab es keine unabhängige Assoziation der Perimenopause mit Berichten über die Bedeutung von Sex, die sexuelle Erregung, die Häufigkeit von Sexualverkehr, die emotionaler Befriedigung mit dem Partner oder der körperlichen Genußfähigkeit. 

  1. Avis NE et al. Longitudinal changes in sexual functioning as women transition through menopause: Results from the Study of Women’s Health Across the Nation. Menopause 2009 May/Jun; 16:442.
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Stand: 25. Mai 2013