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Risiken der
EPO-Therapie bei Tumor-Anämie, 2009
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Die
Verwendung von Erythropoese-stimulierenden
Wirkstoffen bei Patienten mit tumor-assoziierter Anämie
verbesserte zwar die Lebensqualität, die
Gesamt-Mortalität war jedoch darunter höher.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Nutzen
und Risiken der Erythropoiese-stimulierenden Wirkstoffe bei
tumor-assoziierter Anämie: Eine Meta-Analyse.
HINTERGRUND: Erythropoiese-stimulierende Wirkstoffe werden zur
Behandlung der Anämie bei Patienten mit Krebs eingesetzt. Deren
Sicherheit und Wirksamkeit werden jedoch kontrovers diskutiert. In der
vorliegenden Arbeit wurde ein systematischer Review von klinischer
Wirksamkeit und Nebenwirkungen dieser Wirkstoffe bei Erwachsenen mit
tumor-assoziierter Anämie oder Anämie infolge Chemotherapie durchgeführt.
METHODEN:
In einem systematischen Review von publizierten und nichtpublizierten
randomisierten kontrollierten Studien (RKS) wurden akzeptierte
Methoden der Literatursuche, Artikelauswahl, Datenextraktion und
Qualitätsbewertung angewendet. Es wurden RKS eingeschlossen, in denen
Erwachsene mit Anämie bei Krebs behandelt wurden. Dabei wurde die
Verwendung von Erythropoese-stimulierenden Wirkstoffen mit deren
Nichtverwendung im Hinblick auf die klinischen Endpunkte Mortalität
(alle Todesursachen), kardiovaskuläre Ereignisse und Hypertension,
gesundheitsbezogene Lebensqualität, Bluttransfusionen und Ansprechen
des Tumors sowie Nebenwirkungen (schwerwiegende unerwünschter
Ereignisse) verglichen.
ERGEBNISSE:
Es wurden 52 Studien identifiziert (n = 12006), die die Einschlußkriterien
erfüllten. Die Mortalität (alle Todesursachen) während der
Behandlung war signifikant höher in der Gruppe, die
Erythropoese-stimulierende Wirkstoffe erhielt im Vergleich zur
Kontrollgruppe ohne Erythropoese-stimulierende Wirkstoffe (relatives
Risiko [RR] 1,15, 95% Konfidenzintervall [KI] 1,03 bis 1,29). Im
Vergleich zur Kontrollgruppe führte die Verwendung von
Erythropoese-stimulierenden Wirkstoffen zu klinisch nachweisbaren
Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie zu
geringerer Anwendung von Bluttransfusionen (RR 0,64, 95% KI 0,56 bis
0,73). Allerdings führte sie zu einem höheren Risiko für
thrombotische Ereignisse (RR 1,69, 95% KI 1,27 bis 2,24) und zu mehr
schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (RR 1,16, 95% KI 1,08 bis
1,25).
INTERPRETATION:
Die Verwendung von Erythropoese-stimulierenden Wirkstoffen bei
Patienten mit tumor-assoziierter Anämie verbesserte einige
krankheitsspezifische Merkmale wie die Lebensqualität und verringerte
die Verwendung von Bluttransfusionen. Allerdings erhöhte es das
Risiko zu sterben und schwerwiegende unerwünschte Ereignisse zu
erleiden. Es wird daraus abgeleitet, dass diese Therapien nicht
routinemäßig als Alternative zur Bluttransfusion bei Patienten mit
tumor-assoziierter Anämie eingesetzt werden sollten.
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- Tonelli
M et al. Benefits and harms of erythropoiesis-stimulating agents
for anemia related to cancer: A meta-analysis. CMAJ 2009 May 26;
180:E62
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Schlüsselwörter: Lebensqualität,
Intensivmedizin, Anämie, Blutarmut, Bedarf an Blutkonserven,
Bluttransfusion, Bluttransfusionen, Erythropoietin, EPO, Intensiv-Patienten,
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