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Score-Systeme zur Diabetes-Vorhersage, 2009

Die aktuelle ARIC-Studie (1) hat Zwei Risiko-Score-Systeme zur Vorhersage eines Diabetes mellitus bei erwachsenen US-Amerikanern überprüft.

Das Basis-Score-System beinhaltete folgende Risiko-Parameter: Diabetes-Familienanamnese, Hypertonie, schwarze ethnische Zugehörigkeit, Alter über ≥55, Raucher-Anamnese, großer Bauchumfang, kleiner Körperbau, schneller Ruhepuls und Übergewicht.

Das erweiterte Score-System erfasste darüber hinaus folgende Risiko-Parameter: Alkohol-Abstinenz und Labor-Parameter (wie erhöhte Werte für Nüchtern-Blutzucker, Triglyzeride und Harnsäure, sowie niedrige HDL-Cholesterin-Werte).

Die Ergebnisse zeigten, dass die Scores die Patienten mit Diabetes-Risiko identifizierten. Ein Drittel bis zur Hälfte der Menschen mit dem höchsten Diabetes-Risiko-Score entwickelten Diabetes innerhalb von 10 Jahren. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Zwei Risiko-Score-Systeme zur Vorhersage eines Diabetes mellitus bei erwachsenen US-Amerikanern zwischen 45 und 64 Jahren

Einfache Risikovorhersage-Scores könnten helfen, Erwachsene mit einem hohen Risiko für eine Diabeteserkrankung zu identifizieren. Das Ziel einer Untersuchung in den „Annals of Internal Medicine“ war es, mit Hilfe von longitudinalen Daten aus einer Studie mit wiederholten Tests auf Diabetes mellitus Score-Systeme abzuleiten und zu validitieren.

Die ARIC-Studie (Artherosclerosis Risk in Communities) beobachtete 12 729 erwachsene US-Amerikaner 14,9 Jahre lang, beginnend im Zeitraum von 1987 bis 1989. Das Alter der Teilnehmer betrug zu Studienbeginn 45 bis 64 Jahre, 22,8% waren schwarz. Die Nachbeobachtungsquote lag nach 5 Jahren bei 96,1% und nach 10 Jahren bei 72,2%. Die gemessenen Parameter beim Basis-System waren Anthropometrie, Blutdruck und Puls, beim verbesserten System zusätzlich eine Nüchtern-Blutprobe, die auf übliche Werte untersucht wurde. Ein Diabetes mellitus wurde bei 18,9% der Teilnehmer festgestellt. Ganzzahlige Risiko-Score-Punkte wurden aus proportionalen Hazard-Koeffizienten von kategoriellen Variablen zu Studienbeginn und Quintilen von kontinuierlichen Variablen abgeleitet.

Ergebnisse:

Das Basis-Score-System umfasste den Taillenumfang (10 bis 35 Punkte), mütterlichen Diabetes (13 Punkte), Bluthochdruck (11 Punkte) sowie väterlichen Diabetes, Kleinwuchs, schwarze Hautfarbe, Alter über 55 Jahren, Übergewicht, schneller Puls und Rauchen (jeweils < oder = 8 Punkte). Das verbesserte System umfasste Glucosewerte (6 bis 28 Punkte), Taillenumfang (5 bis 21 Punkte), mütterlicher Diabetes (8 Punkte), Triglyceride, schwarze Hautfarbe, väterlicher Diabetes, niedriger HDL-Cholesterinwert, Kleinwuchs, hoher Harnsäurewert, Alter über 55 Jahre, Bluthochdruck, schneller Puls und Alkoholkarenz (je < oder = 7 Punkte). Auf die Validierungsstichprobe angewendet waren aufsteigende Quintilen des Basis-Systems mit einer 10-Jahres Inzidenz für Diabetes mellitus von 5,3%; 8,7%;15,5%; 24,5% bzw. 33% assoziiert. Die Quintilen des verbesserten Systems waren mit einer 10-Jahres-Inzidenz von 3,5%; 6,5%, 11,5%; 19,3% und 46,1% assoziiert.

Limitationen:

In den Risiko-Score-Systemen wurde nicht nach einem Gestationsdiabetes in der Vorgeschichte gefragt und das Wissen über eine Diabeteserkrankung der Eltern könnte unsicher sein. Die analysierte Kohorte war durch Alter und Rassenzugehörigkeit eingeschränkt, die Systeme könnten also bei anderen Stichproben weniger zuverlässig sein.

Fazit:

Mit Hilfe von Basisinformationen konnten Erwachsene mit einem hohen Risiko für einen Diabetes mellitus identifiziert werden. Mit Hilfe von zusätzlichen Daten aus einer Nüchternblutabnahme konnten diejenigen mit einem extrem hohen Risiko noch besser identifiziert werden.

  1. Kahn HS et al. Two risk-scoring systems for predicting incident diabetes mellitus in U.S. adults age 45 to 64 years. Ann Intern Med 2009 Jun 2; 150:741.
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Stand: 25. Mai 2013