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Empirische Therapie ambulant erworbener Pneumonien und die Entwicklung Fluorchinolon-Antibiotika resistenter Tuberkulose, 2009

Vor einer Fluorchinolon-Verschreibung [in Deutschland wird oft Ciprofloxacin (Ciprobay®) eingesetzt] für eine angenommene ambulant erworbene Pneumonie sollten die Ärzte differentialdiagnostisch auch an eine Tuberkulose (TBC) denken.  

Besonders älteren ambulanten Patienten mit einer pulmonalen TB werden häufig Fluorchinolon-Antibiotika gegen eine vermeintliche Pneumonie verschrieben, was wiederum zu TBC-Resistenz gegen Fluorchinolon führen kann. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Über die empirische Therapie ambulant erworbener Pneumonien und die Entwicklung Fluorchinolon resistenter Tuberkulose

Fluorchinolon-Antibiotika (FLQ) werden häufig bei einer ambulant erworbenen Pneumonie verschrieben, welche sich später als Tuberkulose (TB) entpuppt. Eine solche FLQ Monotherapie könnte zu einer resistenten Form von Tuberkulose führen.

Methode: Um die Verschreibungshäufigkeit von FLQ bei ambulanten Patienten mit kulturell gesicherter TB  vor der Diagnose  zu ermitteln, wurden die TB Register von Alberta und Saskatchewan in Kanada mit der regionalen und staatlichen Arzneimittelversorgung abgeglichen. Die FLQ Resistenz wurde in einer Fall-Kontroll-Studie untersucht.

Ergebnis: Von 428 Patienten mit Lungentuberkulose, welche durch Arzneimittelbehandlung abgedeckt waren, bekamen 74 (17.3%) > oder = 1 FLQ Antibiotikum in den 6 Monaten vor Diagnose der TB. Älteren Patienten (über 64 Jahre) wurde häufiger (P < .05).  ein FLQ Antibiotikum verschrieben als jüngeren (15-64 Jahre). Insgesamt gab es 103 Patienten, denen ein FLQ verschrieben wurde. Die meisten FLQ (69 [67.0%] von 103) wurden innerhalb von 90 Tagen vor der Diagnose der pulmonalen TB verschrieben. Es gibt keine statistische Signifikanz dafür, dass Patienten mit einem FLQ häufiger mit einem FLQ-resistenten M. tuberculosis infiziert waren als die Patienten der Kontrollgruppe. Von 148 isolierten Stämmen von M. tuberculosis aus Patienten und Kontrollgruppen-Patienten erwiesen sich 3 als FLQ-resistent. Alle Stämme stammten von Patienten, die mehrfach mit FLQ therapiert wurden. Patienten mit mehrfachen FLQ Verschreibungen wiesen mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Infektion mit FLQ resistentem M. tuberculosis auf als die Kontroll-Objekte (15.0% vs. 0.0%; odds ratio, 11.4; P = .04).

Fazit: Besonders älteren ambulanten Patienten mit einer pulmonalen TB werden häufig FLQ Antibiotika gegen eine vermeintliche Pneumonie verschrieben. Einzelne Gaben von FLQ waren nicht mit einem FLQ resistenten M. tuberculosis assoziiert, während wiederholte Therapie mit FLQ einen Zusammenhang mit FLQ-Resistenz aufwies.

  1. Long R et al. Empirical treatment of community-acquired pneumonia and the development of fluoroquinolone-resistant tuberculosis. Clin Infect Dis 2009 May 15; 48:1354
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Stand: 25. Mai 2013