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Kardiovaskulärer Outcome bei Frauen mit nicht-obstruktiver koronarer Herzkrankheit, 2009

Frauen mit klinischen Symptomen und nicht-obstruktiven Koronargefäßen (1%–49% Stenose) in der Angiographie haben im Vergleich zu asymptomatischen Frauen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Die Autoren führen eine Endothel-Dysfunktion als mögliche Ursache an.

 

Sollte man anhand dieser Studienergebnisse Frauen mit KHK-Symptomen aggressiver behandeln, auch wenn sie normale Koronararterien in der Herzkatheteruntersuchung haben? Im Anbetracht der hohen Zahl der Menschen mit psychosomatischen Beschwerden (auch in Deutschland) wäre dies auch eine gewagte Schlussfolgerung. Hier sind weitere Daten vonnöten. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Kardiovaskulärer Outcome bei Frauen mit nicht-obstruktiver koronarer Herzkrankheit: Auswertung zweier Studien.

HINTERGRUND: Frauen mit klinischer Symptomatik einer Ischämie aber ohne angiographischen Nachweis einer obstruktiven koronaren Herzkrankheit (KHK) stellen oft klinische Problemfälle dar. Eine Prognose ist dabei schwierig.

METHODEN: In der Women's Ischemia Syndrome Evaluation (WISE)-Studie wurden Frauen mit klinisch indizierter Koronarangiographie über durchschnittlich 5,2 Jahre beobachtet. In die St James Women Take Heart (WTH)-Studie wurden bevölkerungsweit ausgewählte, asymptomatische Frauen ohne Vorgeschichte einer Herzerkrankung eingeschlossen; die Frauen wurden über 10 Jahre beobachtet. In der vorliegenden Studie wurden 540 Frauen der WISE-Studie mit Verdacht auf Ischämie aber ohne angiographischen Nachweis einer obstruktiven KHK mit einer Kohorte von 1000 auf Alter und Rasse abgeglichenen Frauen der WTH-Studie verglichen. Dabei wurden kardiovaskuläre Ereignisse (Myokardinfarkt, Schlaganfall und Krankenhausaufenthalte wegen Herzinsuffizienz) sowie Tod dokumentiert.

ERGEBNISSE: In der WTH-Gruppe asymptomatischer Frauen wurde eine niedrigere Prävalenz von Adipositas, familiärer KHK-Belastung, Hypertonie und Diabetes mellitus beobachtet als in der WISE-Gruppe (p < 0,001). Anhand von 5-Jahres-Daten und Extrapolation auf KHK-Risikofaktoren zu Studienbeginn wurde die jährliche Rate kardiovaskulärer Ereignisse berechnet. Für Frauen der WISE-Gruppe mit nicht-obstruktiver KHK (1-49% Stenose in beliebiger Koronararterie) lag die jährliche Rate bei 16,0%, für Frauen der WISE-Gruppe mit normalen Koronararterien (0% Stenose in Koronararterien) bei  7,9% und bei asymptomatischen Frauen der WTH-Gruppe bei 2,4% (p ≤ 0,002). Kardiovaskuläre Ereignisse traten am häufigsten bei Frauen mit ≥4 kardialen Risikofaktoren auf. Die über fünf Jahre berechnete jährliche Rate kardiovaskulärer Ereignisse lag in der Gruppe mit nicht-obstruktiver KHK bei 25,3%, in der WISE-Gruppe mit normalen Koronararterien bei 13,9% und in der Gruppe asymptomatischer Frauen bei 6,5% (p = 0,003).

SCHLUSSFOLGERUNG: Frauen mit Symptomatik einer Ischämie aber ohne obstruktive koronare Herzkrankheit haben im Vergleich zu asymptomatischen Frauen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse.

  1. Gulati M et al. Adverse cardiovascular outcomes in women with nonobstructive coronary artery disease: A report from the Women’s Ischemia Syndrome Evaluation Study and the St James Women Take Heart Project. Arch Intern Med 2009 May 11; 169:843.
Schlüsselwörter: Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien, obstruktive KHK, koronare Herzkrankheit, Stent, stenosierend, obstruktiv, schwere KHK, 1-Gefäß, 2-G, 3-G-KHK, ACR, AKS, kathether-untersuchung, NSTEMI, STEMI, Angiographie, bypass, linksherzkatheter-untersuchung
 

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Stand: 25. Mai 2013