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Prävention von Depressionen bei gefährdeten Jugendlichen, 2009

Studie (1): Die kognitive Verhaltenstherapie bei Jugendlichen zeigte einen präventiven Effekt sowohl auf den Ausbruch einer Depression als auch auf selbst-berichtete depressive Symptome. Dies galt allerdings nicht, wenn eines der Elternteile zum Studienzeitpunkt depressiv war. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Prävention von Depressionen bei gefährdeten Jugendlichen: eine randomisierte kontrollierte Studie.

HINTERGRUND: Jugendliche von depressiven Eltern haben ein deutlich erhöhtes Risiko, selbst an Depressionen zu erkranken. In kleineren Studien zur gezielten Prävention wurde bereits gezeigt, dass sich das Depressionsrisiko senken lässt. Dies ist jedoch noch in größeren Studien mit gefährdeten Jugendlichen und unterschiedlichen Bedingungen zu bestätigen. ZIEL: In der Studie sollte untersucht werden, inwieweit ein  Präventionsprogramm mit kognitiver Verhaltenstherapie im Vergleich zur üblichen Behandlung Depressionsphasen verhindern kann.

DESIGN, ORT UND TEILNEHMER: In 4 amerikanischen Städten wurde eine multizentrische, randomisierte kontrollierte Studie durchgeführt. Zwischen August 2003 und Februar 2006 wurden dafür 316 Jugendliche (13-17 Jahre) ermittelt, deren  Eltern in der Vergangenheit oder zum Studienzeitpunkt depressive Störungen zeigten. Die Jugendlichen hatten depressive Phasen in ihrer Vorgeschichte und/oder  subdiagnostische depressive Symptome zum Studienzeitpunkt. Das Assessment erfolgte zu Studienbeginn, nach 8-wöchiger Intervention sowie nach 6-monatiger Fortsetzung. INTERVENTION: Die Jugendlichen wurden randomisiert zwei Gruppen zugeteilt. Die Gruppe mit Präventionsprogramm erhielt acht Verhaltenstherapie-Einheiten à 90 min. pro Woche, gefolgt von monatlich einer Therapiesitzung über ein halbes Jahr hinweg. Die Kontrollgruppe wurde wie gewöhnlich behandelt. HAUPTOUTCOME: Rate und Hazard Ratio (HR) von möglichen und manifesten depressiven Phasen mit mindestens zweiwöchiger Dauer (d.h. Depression-Rating-Skala ≥ 4) wurden anhand von Gesprächsergebnissen bestimmt.

ERGEBNISSE: Während des Follow-up nach abgeschlossener Therapie waren Inzidenz und HR depressiver Phasen in der Gruppe mit Verhaltenstherapie niedriger als in der Kontrollgruppe (21,4% versus 32,7%; HR 0,63; 95% Konfidenzintervall [KI] 0,4-0,98). Auch die selbst-berichteten depressiven Symptome wurden durch die Verhaltenstherapie signifikant stärker verbessert als durch die Kontrollbehandlung (Koeffizient -1,1; z = -2,2; p = 0,03). Waren die Eltern zu Studienbeginn depressiv, fiel der Therapieeffekt geringer aus (HR 5,98; 95% KI 2,29-15,58; p =0,001). Bestand zum Studienbeginn keine Depression der Eltern, konnte das Präventionsprogramm den Ausbruch einer Depression der Jugendlichen wirksamer verhindern als die Kontrollbehandlung (11,7% versus 40,5%; HR 0,24; 95% KI 0,11-0,5). Wenn doch, war das Präventionsprogramm nicht wirksamer (31,2% versus 24,3%; HR 1,43; 95% KI, 0,76-2,67).

SCHLUSSFOLGERUNG: Die kognitive Verhaltenstherapie bei Jugendlichen zeigte einen signifikant präventiven Effekt sowohl auf den Ausbruch einer Depression als auch auf selbst-berichtete depressive Symptome während des 9-monatigen Follow-up. Dies galt allerdings nicht, wenn eines der Elternteile zum Studienzeitpunkt depressiv war. 

  1. Garber J et al. Prevention of depression in at-risk adolescents: A randomized controlled trial. JAMA 2009 Jun 3; 301:2215.
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Stand: 25. Mai 2013