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Karotisdissektion: Aspirin (ASS) versus Antikoagulation, 2009

Aspirin (ASS) scheint im Vergleich zur Antikoagulation (Heparin plus Marcumar) bei Patienten mit Karotisdissektion aufgrund der niedrigeren Blutungsrate und ähnlichen Effektivität die bessere Wahl zu sein.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Aspirin im Vergleich zur (oralen?) Antikoagulation bei Patienten mit Karotisdissektion : eine Studie mit 298 Patienten.

HINTERGRUND: Keine randomisierte Studie hat bisher die Wirksamkeit und Sicherheit von Aspirin oder von Antikoagulantien bei Patienten mit spontaner

Dissektion der zervikalen Karotisarterie (sICAD) verglichen.

METHODEN: Prospektiv gesammelte Daten von 298 Patienten mit sICAD (davon 56% Männer; Mittleres Alter 46 +/- 10 Jahre) - entweder nur mit Antikoagulantien (n = 202) oder nur mit Aspirin (n = 96) behandelt - wurden retrospektiv ausgewertet.

Die Aufnahmediagnose war bei 165 Patienten der ischämische Insult, bei 37 Patienten die TIA ( transitorisch ischämische Attacke ), bei 8 Patienten die Netzhautischämie und bei 80 Patienten lokale Symptome/Zeichen (Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Horner-Syndrom, Hirnnervenlähmung), während 8 Patienten beschwerdefrei waren.

Die Nachuntersuchung wurde nach 3 Monaten entweder in Form einer neurologischen Untersuchung (bei 97% der Patienten) oder in Form einer strukturierten telefonischen Befragung (bei 3% der Patienten) durchgeführt.

Ergebnisparameter waren:

1.) neue Fälle von zerebraler Ischämie

(definiert als ischämischer Insult, TIA oder Netzhautischämie)

2.) symptomatische intrakranielle Blutung oder

3.) große extrakraniale Blutung.

ERGEBNISSE: Während der Nachsorge (3 Monate) waren ischämische Fälle selten (ischämischer Insult, 0.3%; TIA, 3.4%; Netzhautischämie 1%);

sie traten bei den Patienten, die mit Antikoagulantien (5,9%) behandelt wurden nicht häufiger auf als bei denen, die mit Aspirin (2,1%) behandelt wurden.

Dasselbe galt für Blutungskomplikationen (als Nebenwirkungen der Medikamente) (Antigerinnungsmittel, 2%; Aspirin, 1%). Neue ischämische Fälle waren deutlich häufiger bei Patienten mit bereits zu Beginn bestehender Ischämie (6.2%) als bei Patienten, die zu Beginn unter lokalen Symptomen litten oder beschwerdefrei (1.1%) waren.

ZUSAMMENFASSUNG: Innerhalb der Beschränkungen einer nicht randomisierten Studie lassen unsere Ergebnisse darauf schließen, dass bei Patienten mit Karotisdissektion die Häufigkeit von neuen zerebralen Ischämien und Netzhautischämien gering und unabhängig von der antithrombotischen Behandlung (Aspirin oder Antikoagulantien) ist.

  1. Georgiadis D et al. Aspirin vs anticoagulation in carotid artery dissection: A study of 298 patients. Neurology 2009 May 26; 72:1810.
Schlüsselwörter: carotis, dissektion, riss, carotisdissektion, blutung, hirnblutung, antikoagulation, ass, marcumar, aspirin, neurochirurgie, operation, heparin, koagulation, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013