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Videounterstützung als Hilfsmittel für die Langzeit-Pflegeplanung bei Patienten mit Demenz, 2009

In einer aktuellen Studie (1) haben Wissenschaftler aus den USA die Wirksamkeit einer Videounterstützung als Hilfsmittel bei der Ermittlung der Präferenzen von älteren Menschen (>65 Jahre), wie sie in Zukunft im Falle einer Demenz-Krankheit pflegerisch betreut werden möchten, ermittelt.

Ältere Menschen, die eine Videobeschreibung eines anderen Patienten mit fortgeschrittener Demenz  ansehen, nachdem sie mündlich über das Krankheitsbild der Demenz informiert wurden, entscheiden sich wahrscheinlicher für die symptomatische Pflege (erweiterte Komfort-Pflege) verglichen mit denjenigen, die nur mündliche Informationen erhielten

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Videounterstützung als Hilfsmittel für die erweiterte Pflegeplanung bei Patienten mit Demenz: eine randomisierte, kontrollierte Studie.
ZIELSETZUNG: Die Bewertung der Auswirkungen einer Videounterstützung als Hilfsmittel (in diesem Fall Videoaufzeichnungen von Patienten, die an fortgeschrittener Demenz litten) für die Entscheidung über die zukünftige medizinische Behandlung von älteren Menschen 
- für den Fall, dass diese an fortgeschrittener Demenz erkranken werden; sowie die Beständigkeit dieser Präferenz nach 6 Wochen. 
DESIGN: Randomisierte und kontrollierte Studie, die im Zeitraum von 1. September 2007 bis 30. Mai 2008 durchgeführt wurde. 
STUDIENBEDINGUNGEN: Vier Kliniken der Grundversorgung (zwei mit geriatrischer Medizin und zwei der Erwachsenenversorgung ) angeschlossen an drei akademisch-medizinische Zentren in Boston.
TEILNEHMER: Eine willkürliche Auswahl von 200 älteren Menschen (65 Jahre oder älter), 
die in einer Gemeinschaft lebten und zuvor festgelegte Termine in einer der vier Kliniken erhielten.Das mittlere Alter betrug 75 Jahre und 58% waren Frauen. 
BEHANDLUNG: Entweder nur ein Informationsgespräch (n=106) über die Demenzerkrankung in der Kontrollgruppe oder ein Informationsgespräch mit zusätzlicher Videounterstützung (n=94) in der Videogruppe. 
HAUPTMESSPARAMETER: 
1. Bevorzugtes Pflegeziel (Präferenz): Lebensverlängernde Pflege (kardiopulmonale Reanimation, maschinelle Beatmung), begrenzte Pflege ( Krankenhausaufnahme, Antibiotikagabe, jedoch keine kardiopulmonale Reanimation) oder symptomatische Pflege (alleinige Linderung der Symptome). 2. Präferenz nach sechs Wochen. Die Analyse bezog sich hauptsächlich auf den unterschiedlichen Anteil der Teilnehmer 
jeder Gruppe, der die symptomatische Pflege bevorzugte. 
ERGEBNISSE: Unter den Teilnehmern, die nur die mündliche Informationen erhielten, wählten 68 (64%) die symptomatische Pflege, 20 (19%) wählten die begrenzte Pflege, 15 (14%) wählten die lebensverlängernde Pflege und drei (3%) waren sich nicht sicher. In der Videogruppe wählten 81 (86%) die symptomatische Pflege, acht (9%) wählten die begrenzte Pflege, vier (4%) wählten die lebensverlängernde Pflege, und ein Teilnehmer (1%) 
war sich nicht sicher (Chi (2) =13.0, df=3, P=0.003). Unter allen Teilnehmern waren die Faktoren, welche mit einer größeren Wahrscheinlichkeit der Entscheidung für die symptomatische Pflege verbunden waren, folgende:
- Hochschulabschluss oder höherer Bildungsgrad 
- guter oder besserer Gesundheitszustand
- höherer Bildungsgrad in Bezug auf die Gesundheit
- weiße Hautfarbe 
- sowie die Randomisierung zur Videogruppe
In der multivariablen Analyse wählten die Teilnehmer der Videogruppe wahrscheinlicher die symptomatischen Pflege als die Teilnehmer der Kontrollgruppe (angepasstes Chancenverhältnis von 3.9, 95% Konfidenzintervall 1.8 bis 8.6).
Die Teilnehmer wurden nach sechs Wochen erneut befragt: Unter den 94 (89%) der 106 (89%) Teilnehmern der Kontrollgruppe, die erneut befragt wurden, änderten 27 (29%) ihre Präferenzen (kappa=0.35). Unter den 84(89%) der 94 Teilnehmern der Videogruppe, die erneut befragt wurden, änderten fünf (6%) ihre Präferenzen (kappa=0.79) mit P<0.001 für den Unterschied. 
ZUSAMMENFASSUNG: Ältere Menschen, die eine Videobeschreibung eines Patienten mit fortgeschrittener Demenz ansehen, nachdem sie mündlich über das Krankheitsbild 
der Demenz informiert wurden, entscheiden sich wahrscheinlicher für die symptomatische Pflege verglichen mit denjenigen, die nur mündliche Informationen erhielten. 
Diese Präferenzen sind auch beständiger im Verlauf der Zeit. 

  1. Volandes AE et al. Video decision support tool for advance care planning in dementia: Randomised controlled trial. BMJ 2009 May 28; 338:b2159.
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Stand: 25. Mai 2013