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Bariatrische
Chirurgie: Perioperative Komplikationen bei Adipositaschirurgie, 2009
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Aktuelle
Studie (1): Patienten sollten die Schaden
und Nutzen der einzelnen Therapie-Methoden der Übergewicht-Chirurgie
sorgfältig abwägen.
Der
kombinierte 30-Tages-Endpunkt (Tod, venöse
Thrombosen, Re-Operation, Nicht-Entlassungs-Fähigkeit)
trat bei 1.0% der Patienten in der laparoskopischen
Magenband-Gruppe, bei 4,8% in der
laparoskopischen Magenbypass-Gruppe, und bei 7,8% in
der offenen Bypass-Gruppe; 30-Tages-Mortalität in
diesen Gruppen waren respektive 0,0%, 0,2% und 2,1%.
Medknowledge-Anmerkung:
Eine frühere Studie hatte gezeigt, dass nach
30-Tagen in der Magenband-Gruppe aufgrund fehlender
Wirksamkeit häufiger zu Re-Operationen kam, als in
der Magenbypass-Gruppe (2).
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Longitudinal-Beurteilung
von perioperativer Sicherheit in der bariatrischen Chirurgie
Um
die Entscheidungsfindung bei der Behandlung extremer Adipositas zu
verbessern, ist es nötig, die Risiken bariatrischer Chirurgie weiter
zu erforschen.
Es
handelt sich um eine an 10 Kliniken zwischen 2005 und 2007 in den USA
durchgeführte prospektive, multizentrische Beobachtungsstudie eines
30-Tage-Outcomes bei Patienten, die aufgrund von Übergewicht
chirurgisch behandelt wurden. Ausgewertet wurde bei einem Patientengut
mit erstmaliger bariatrischer Chirurgie nach 30 Tagen eine Kombination
von bedeutenden negativen Ergebnissen (z.B. Tod, venöse
thrombembolische Ereignise; perkuane, endoskopische oder
operative Reintervention; sowie nicht stattgefundene Entlassung aus
dem Krankenhaus).
Ergebnisse:
Insgesamt unterzogen sich 4776 Patienten erstmalig einer bariatrische
Operation (Altersdurchschnitt: 44,5 Jahre, 21.1% Männer, 10.9%
nicht-kaukasisch, mittlerer BMI: 46,5). Mehr als die Hälfte der
Patienten hatte mindestens zwei Nebendiagnosen. Bei 3412 Patienten
wurde ein Roux-Y-Bypass (davon 87,2% laparoskopisch), und bei
1198 ein laparoskopisch einstellbares Magenband gelegt. Bei 166
Patienten wurde ein anderes Prozedere gewählt; diese Patienten wurden
nicht evaluiert.
Die
30-Tages-Mortalitätsrate der Patienten mit Roux-Y-Bypass oder
Magenband betrug 0.3%; mindestens ein negativer Effekt wurde bei 4.3%
festgestellt. Anamnestisch festgestellte Schlafapnoe, tiefe
Venenthrombose , Lungenembolie oder reduzierter Allgemeinzustand
wiesen jeweils einen Zusammenhang mit einem Risiko für den
kombinierten Endpunkt auf. Extreme BMI-Werte waren ebenfalls
signifikant korreliert mit einem erhöhten Risiko, nicht jedoch Alter,
Geschlecht, Rasse, ethnische Zugehörigkeit oder andere
Nebendiagnosen.
Fazit:
Das Mortalitätsrisiko und das Risiko, unerwünschte Nebenwirkungen
nach einer bariatrischen Operation zu erleiden, ist gering und
variierte erheblich mit Patienteneigenschaften. Um Patienten zu einer
geeigneten Entscheidung zu verhelfen, ist es erforderlich, die
kurzfristigen Auswirkungen einer solchen Operation den langfristigen
gegenüberzustellen. Ebenfalls bedacht werden müssen die Auswirkungen
einer Adipositas.
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Flum
DR et al. Perioperative safety in the longitudinal assessment of
bariatric surgery.
N Engl
J Med 2009 Jul 30; 361:445.
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Tice
JA et al. Gastric banding or bypass? A systematic review comparing
the two most popular bariatric procedures. Am J Med 2008 Oct;
121:885.
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Schlüsselwörter: Übergewichtchirurgie,
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