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Milde Hyponatriämie hat eine schlechte Prognose in der Bevölkerung, 2009

Eine aktuelle Studie mit 671 Teilnehmern aus der Bevölkerung untersuchte den prädiktiven Wert der Hyponatriämie [Niedriger NaCl (Salz)-Gehalt im Serum] für Tod und Herzinfarkt, die auch den Endpunkt der Studie bildeten. Die Beobachtungszeit betrug 6,3 Jahre.

Der Endpunkt der Studie trat in 6 von 14 Personen (43%) mit Natrium (Na)  134 mEq/L, in 17 von 62 Personen (27%) mit Na 137 mEq/L, und in 86 von 609 Menschen (14%) mit normalen Serum-Natrium-Werten (Na >137 mEq/L). Der Unterschied zwischen den einzelnen Gruppen bestand auch dann, als multiple Risikofaktoren (wie Diuretika-Einnahme) in der Analyse berücksichtigt wurden.

Die Ergebnisse zeigten, dass Hyponatriämie ein unabhängiger prädiktiver Faktor für Tod und Myokardinfarkt bei Personen der Allgemeinbevölkerung im mittleren und fortgeschrittenen Alter ist. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Milde Hyponatriämie hat eine schlechte Prognose in der Bevölkerung

Es konnte gezeigt werden,  dass Hyponatriämie neben anderen klinischen Faktoren ein Risiko für eine schlechte Prognose von Herzinfarkt und Pneumonie darstellt, allerdings ist die Bedeutung für die Allgemeinbevölkerung noch nicht geklärt.

Die Copenhagen Holter Studie beschäftigte sich mit 671 Männern und Frauen zwischen 55 und 77 Jahren ohne anamnestische kardiovaskuläre Erkrankungen, Schlaganfall oder Karzinome. Zu den Ausgangsuntersuchungen gehörten ein ambulantes 48-Stunden-EKG, Blutentnahme und ein Fragebogen. Hyponatriämie wurde definiert als Serumnatrium < oder = 134 mEq/L oder Serumnatrium < oder = 137 mEq/L nach einer bereits im Vorfeld akzeptierten Definition. Ein schädigendes Ereignis wurde definiert als Tod oder Myokardinfarkt. Die mittlere Follow-up-Periode war 6.3 Jahre.

Ergebnisse: Vierzehn Probanden (2.1%, Gruppe A) wiesen ein Serumnatrium < oder = 134 mEq/L auf, und 62 (9.2%, Gruppe B) wiesen einen Wert < oder = 137 mEq/L auf. Kein Proband hatte einen Natriumwert unter 129 mEq/L. Ein schädigendes Ereignis ergab sich in 43% der Gruppe A und 27% der Gruppe B, außerdem bei 14% der Probanden mit einem Serumnatrium über 137 mEq/L (Kontrollgruppe) (P < .002). Nach einer Korrektur für Alter, Geschlecht, Nikotinkonsum, Diabetes mellitus, LDL Cholesterin und Blutdruck (z.B. bei Einnahme von Betablockern oder Diuretika, Herzfrequenzvariabilität, Kreatinin, CRP und N-Terminales brain natriuretic peptide) war das adjustierte Risikoverhältnis (HR) für schädigende Ereignisse 3.56 (95% Konfidenzintervall [CI], 1.53-8.28, P < .005) in Gruppe A verglichen mit den Kontrollprobanden und 2.21 (95% CI, 1.29-3.80, P < .005) in Gruppe B. Durch Ausschluss der Diuretika-Patienten (18%) ergab sich für das adjustierte Risikoverhältnis für schädigende Ereignisse 8.00 (95% CI, 3.04-21.0, P < .0001) in Gruppe A und 3.17 (95% CI, 1.76-5.72, P = .0001) in Gruppe B, verglichen mit der Kontrollgruppe.

Fazit: Hyponatriämie ist ein unabhängiger prädiktiver Faktor für Tod und Myokardinfarkt bei Personen der Allgemeinbevölkerung im mittleren und fortgeschrittenen Alter.

  1. Sajadieh A et al. Mild hyponatremia carries a poor prognosis in community subjects. Am J Med 2009 Jul; 122:679.
Schlüsselwörter: natrium, mortalität, sterblichkeit, diuretika, intensivstation, niereninsuffienz, diät, ernährung, herzinsuffienz, leberzirrhose, hypochloridämie, ödeme, salz, mangel, chlorid, hyponatriämie, hypernatriämie, salzmangel, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, natriumchlorid,  Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013