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Algorithmus zur Lungenembolie-Ausschluss mit Hilfe von D-Dimer und klinischem Geneva-Score-System, 2009

Aktuelle Studie überprüfte die Zuverlässigkeit der klinischen Risiko-Assessment-Algorithmen und D-Dimer-Tests bei der Evaluierung von Patienten mit v.a. Lungenembolie - Bei Patienten mit niedrigem oder mittlerem Risiko war die Sensitivität und der negativ-Prädiktivwert vom D-Dimer-Test 100%

Neue Studien haben gezeigt , dass klinisch signifikante Lungenembolien (PE: Pulmonale Embolie) ausgeschlossen werden können, wenn die Patienten eine niedrige klinische Wahrscheinlichkeit für Lungenembolie und gleichzeitig einen negativen D-Dimer-Test haben. Viele Ärzte lassen trotzdem weitere aufwendige Untersuchungen wie CT-Angiographie (CTA) durchführen, um "ganz sicher zu gehen", wie es so im klinischen Alltag ist..

Mediziner aus den USA haben in einer aktuellen Studie (1) die Zuverlässigkeit und Genauigkeit von klinischem Risikoassesment plus D-Dimer-Test bei 627 Patienten untersucht, die sich in Notaufnahmen mit v.a. Lungenembolie vorgestellt hatten.

Für das klinische Risiko-Assesment bzw. -Algorithmus wurde das sogenannte "revised Geneva-Score" verwendet. Bei allen Patienten wurde D-Dimer-Test und eine CTA durchgeführt. Nach den Ergebnissen von Geneva-Score betrug der Anteil der Patienten mit einer niedrigen, mittleren und hohen Lungenembolie-Wahrscheinlichkeit 3%, 53% und 45%.  Die folgenden Ergebnisse wurden am Ende festgestellt:

  • Bei 69 Patienten in der geringen Risiko-Gruppe mit negativem D-Dimer-Test (<1.2 mg/L) zeigte die CT-Angiographie (CTA) keine Lungenembolien  
  • Bei 103 Patienten in der mittleren Risiko-Gruppe mit negativem D-Dimer-Test zeigte CTA ebenfalls keine Lungenembolien  
  • Bei 212 Patienten in der geringen Risiko-Gruppe mit positivem D-Dimer-Test zeigte die CTA 6 Lungenembolie-Fälle  
  • Bei 227 Patienten in der mittleren Risiko-Gruppe mit positivem D-Dimer-Test zeigte die CTA 17 Lungenembolie-Fälle

Fazit: Bei Patienten mit niedrigem oder mittlerem Lungenembolie-Risiko betrugen die Sensitivität und der negativ-Prädiktivwert von D-Dimer-Test 100%.

Also Ärzte könnten bei Patienten mit niedrigen oder mittleren klinischen Lungenembolie-Wahrscheinlichkeit (ermittelt über Scores) und gleichzeitig negativem D-Dimer-Test auf eine CT-Angiographie (CTA) verzichten.

In der Studie hätten 26% der CTA-Untersuchungen vermieden werden können, wenn man D-Dimer-Test als First-Line-Test bei Patienten mit geringem oder mittlerem klinischem Risiko eingesetzt hätte.

Bei Patienten mit hohem klinischen Wahrscheinlichkeit sollte nach aktuellem Konsensus unabhängig vom D-Dimer-Test-Ergebnis direkt bildgebende Verfahren wie CT-Angiographie eingesetzt werden. 

Medknowledge-Anmerkung: Voraussetzung für die Umsetzung der aktuell vorgeschlagenen Vorgehensweise bei v.a. Lungemembolie sind gute Kenntnisse solcher Tools wie das hier vorgestellte Geneva-Score. Ein weiteres praktisches Tool, um die klinische Wahrscheinlichkeit für Thrombosen zu evaluieren, ist  "Wells-Score (clinical probability Tool)."

  1. Gupta RT et al. D-dimers and efficacy of clinical risk estimation algorithms: Sensitivity in evaluation of acute pulmonary embolism. AJR Am J Roentgenol 2009 Aug; 193:425.

Schlüsselwörter: Lungenembolie-Ausschluss, Prädiktor, Thrombose-Rezidiv, Antikoagulation-Dauer, Marcumar, nicht-provozierte Thrombose, Rezidiv, Wiederholung, postthrombotisches Syndrom, Medikament, Krebs, Diagnose, pulmonale embolie, lunge, Thrombose, Neigung, Thrombophilie, Diagnostik, APC-Resistenz, Risikofaktoren, Phlebothrombose, Thromboembolie, Sonographie, Laboruntersuchung, D-Dimer, Wells Score, Ultraschall-Doppler-Untersuchung, Thromboserezidiv, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013