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Statine zur Primärprävention bei kardiovaskulären Krankheiten, 2009

Therapie mit Statinen bieten bekanntlich signifikante Vorteile bei Patienten mit bekannten kardiovaskulären Krankheiten (Sekundärprävention). Wie ist aber die Wirkung der Statin-Therapie bei Menschen ohne diagnostizierte kardiovaskuläre Erkrankungen, jedoch mit kardiovaskulären Risikofaktoren wie z.B. Rauchen(Primärprävention). Eine aktuelle Meta-Analyse (1) ging dieser Frage nach: 

Statine reduzierten bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren das Risiko für schwere kardiovaskuläre Komplikationen. Dabei war das Reduktion des relativen Risikos beeindruckend, das Reduktion des absoluten Risikos (viel wichtiger!) war jedoch klein.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Der Vorteil von Statinen bei Menschen ohne etablierte kardiovaskuläre Krankheiten aber kardiovaskulären Risiko-Faktoren: Meta-Analyse von randomisierten, kontrollierten Studien.

ZIEL: Es sollte untersucht werden, ob Statine die Gesamt-Mortalität und die Häufigkeit schwerwiegender koronarer und cerebrovaskulärer Vorfälle bei Personen verringern, bei denen eine kardiovaskuläre Krankheit nicht etabliert ist, aber kardiovaskuläre Risiko-Faktoren vorliegen. Weiterhin sollte untersucht werden, ob diese Auswirkungen unterschiedlich ausgeprägt sind bei Männern und Frauen, bei jungen und alten (>65 Jahre) Personen sowie bei Personen mit Diabetes mellitus.

GESTALTUNG: Meta-Analyse randomisierter Studien.

DATEN-QUELLEN: Cochrane-Register kontrollierter Studien, Embase und Medline.

DATEN-ABSTRAKTION: Zwei unabhängige Gutachter identifizierten Studien, in denen die klinischen Auswirkungen von Statinen im Vergleich zu einer Placebo- oder Kontroll-Gruppe untersucht wurden, mit einer Nachbeobachtungszeit von mindestens einem Jahr. Die Studien mussten weiterhin einen Anteil von mindestens 80% an Teilnehmern ohne etablierte kardiovaskuläre Krankheiten aufweisen sowie Verlaufs-Daten über Mortalität und schwerwiegende kardiovaskuläre Vorfälle erfasst haben. Die Heterogenität wurde durch Q und I²-Statistiken untersucht. Der Publikationsbias wurde durch eine visuelle Untersuchung der Trichtergraphen und des Egger-Regressions-Test untersucht.

ERGEBNISSE: In 10 Studien waren insgesamt 70.388 Personen enthalten, darunter 23.681 (34%) Frauen und 16.078 (23%) Personen mit Diabetes mellitus. Die Nachbeobachtungszeit betrug durchschnittlich 4,1 Jahre. Die Behandlung mit Statinen reduzierte die Gesamt-Mortalität (relatives Risiko [RR] 0,88; 95% Konfidenz-Intervall von 0,81 bis 0,96) und die Häufigkeit sowohl von schwerwiegenden koronaren (RR 0,70; 95% Konfidenz-Intervall von 0,61 bis 0,81) als auch cerebrovaskulären Vorfällen (RR 0,81; 95% Konfidenz-Intervall von 0,71 bis 0,93) signifikant. Es konnte kein erhöhtes Krebsrisiko festgestellt werden. Es gab keine signifikante Heterogenität des Behandlungs-Effekts in den klinischen Untergruppen.

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei  Patienten ohne etablierte kardiovaskuläre Krankheiten aber mit kardiovaskulären Risiko-Faktoren war die Einnahme von Statinen assoziiert mit einem signifikant verbesserten Überleben und einer deutlichen Reduzierung des Risikos schwerwiegender kardiovaskulärer Vorfälle.

  1. Brugts JJ et al. The benefits of statins in people without established cardiovascular disease but with cardiovascular risk factors: Meta-analysis of randomised controlled trials. BMJ 2009 Jun 30; 338:b2376
Schlüsselwörter: Primärprävention, kardiovaskuläre Krankheiten, statine, sekundärprävention, vorsorge, prävention, nahrung, cholesterin, hdl, sepsis, LDL-Cholesterin, kardiovaskulären Risiko-Faktoren, herzinfarkt, fette, infektion, triglyzeride, öl, herzinfarkt, Cholesterinsenker, Statin, atemwegsinfektionen, Atorvastatin, Sortis, Lovastatin, Zocor, Simvastatin, Denan, Blutfettsenker, infekte, lungenentzündung, pneumonie, atemwege, fette, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013