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Roter Hefereis für Hypercholesterinämie bei Patienten mit Statin-Intoleranz, 2009

Studie (1): Das pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel roter Hefereis reduzierte LDL-Cholesterin, ohne Myalgien (Muskelschmerzen) zu verursachen - Die Studie ist indes zu klein, um roten Hefereis bei Patienten mit Hypercholesterinämie, die keine Statine vertragen, generell zu empfehlen. Auch der primäre Effekt vom roten Hefereis auf kardiovaskuläre Krankheiten ist noch unbekannt.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Roter Hefereis in der Behandlung der Dyslipidämie bei Patienten mit Statin-Intoleranz: Eine randomisierte Studie.

HINTERGRUND: Roter Hefereis ist ein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel, welches den Spiegel des LDL-Cholesterins senkt.

ZIEL: Es sollte die Wirksamkeit und Verträglichkeit von rotem Hefereis und einer therapeutischen Veränderung der Lebensweise in der Behandlung der Dyslipidämie bei Patienten untersucht werden, die eine Statin-Therapie nicht vertragen.

GESTALTUNG UND UMFELD: Randomisierte, kontrollierte, bevölkerungsbasierte Studie in einer kardiologischen Praxis.

PATIENTEN: 62 Patienten mit Dyslipidämie, bei denen eine frühere Statin-Therapie wegen Muskelschmerzen beendet worden war.

INTERVENTION: Die Patienten wurden durch eine Software nach dem Zufallsprinzip entweder einer Behandlung mit 1800 mg rotem Hefereis zweimal täglich (31 Patienten) oder einer Placebo-Therapie (31 Patienten), jeweils über 24 Wochen hinweg, zugeteilt. Alle Patienten wurden begleitend in ein 12-wöchiges Programm mit dem Ziel einer therapeutischen Änderung der Lebensweise aufgenommen.

MESSUNGEN: Der primäre Endpunkt war der LDL-Cholesterin-Spiegel, welcher in den Wochen 0, 12 und 24 gemessen wurde. Sekundäre Endpunkte beinhalteten Messungen des Gesamt-Cholesterins, des HDL-Cholesterins, der Triglycerid-Spiegel, der Leber-Enzyme, des Kreatininphosphokinase-Spiegels (CPK), des Gewichts, sowie des Punktwerts auf einem Schmerz-Fragebogen (Brief Pain Inventory).

ERGEBNISSE: In der Gruppe mit rotem Hefereis sank der LDL-Cholesterin-Spiegel um 1,11 mmol/l (43 mg/dl) im Vergleich zum Ausgangswert bis Woche 12, und um 0,90 mmol/l (35 mg/dl) bis Woche 24. In der Placebo-Gruppe sank der LDL-Cholesterin-Spiegel um 0,28 mmol/l (11 mg/dl) bis Woche 12 und um 0,39 mmol/l (15 mg/dl) bis Woche 24. Die LDL-Cholesterin-Spiegel waren sowohl nach 12 (P<0,001) als auch nach 24 Wochen (P=0,011) in der Gruppe mit rotem Hefereis signifikant niedriger als in der Placebo-Gruppe. Signifikante Therapie-Effekte wurden auch beobachtet in Bezug auf den Gesamt-Cholesterin-Spiegel nach 12 (P<0,001) und 24 (P=0,016) Wochen. Die Werte von HDL-Cholesterin, Triglyceriden, Leberenzymen oder CPK wiesen ebenso wie die Gewichtsveränderung und die Schmerz-Intensitäts-Punktwerte bei den Wochen 12 und 24 keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen auf.

EINSCHRÄNKUNG: Die Studie war klein, sie wurde nur an einem Ort durchgeführt, war von kurzer Dauer und auf Labor-Werte fokussiert.

SCHLUSSFOLGERUNG: Roter Hefereis und eine therapeutische Veränderung der Lebensweise senken den LDL-Cholesterin-Spiegel ohne eine Erhöhung der Kreatininphosphokinase oder der Schmerz-Intensität. Roter Hefereis kann eine Therapie-Möglichkeit für Patienten mit Dyslipidämie darstellen, die eine Statin-Therapie nicht tolerieren.

  1. Becker DJ et al. Red yeast rice for dyslipidemia in statin-intolerant patients: A randomized trial. Ann Intern Med 2009 Jun 16; 150:830.
Schlüsselwörter:ernährung, Roter Hefereis, gegen Herzinfarkt, schlaganfall, Herz-Schutz, pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel, nahrung, cholesterin, hdl, LDL-Cholesterin, herzinfarkt, fette, triglyzeride, öl, herzinfarkt, herbal, fermentierter Rote-Hefe-Reis, Coenzym Q10, nahrung, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013