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Stent-Implantation bei atherosklerotisch bedingter Nierenarterienstenose und Nierenfunktionstörung, 2009

Randomisierte Studie (1): Stent-Implantation war für atherosklerotisch bedingte Nierenarterienstenose und Niereninsuffienz nicht wirksam. Optimale konservativ-medikamentöse Therapie brachte ähnliche Ergebnisse wie Stenting. Des Weiteren war Stenting naturgemäß mit signifikant höherer Komplikationsrate assoziiert.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Stent-Implantation bei Patienten mit atherosklerotisch bedingter Nierenarterienstenose und Nierenfunktionseinschränkung

Das Ziel einer randomisierten klinischen Studie in den „Annals of Internal Medicine“ war, die Wirksamkeit und Sicherheit einer Stent-Implantation bei Patienten mit atherosklerotisch bedingter Nierenarterienstenose und Nierenfunktionseinschränkung zu beurteilen, da bisher wenig darüber bekannt ist. Die Randomisierung wurde zentralisiert und computergesteuert vorgenommen. Die Patienten, Zuweiser und Beurteiler der Ergebnisse waren bezüglich der Zuteilung zu den Behandlungsgruppen nicht verblindet. 140 Patienten aus 10 europäischen medizinischen Versorgungszentren mit einer Kreatininclearance von weniger als 80 ml/min. pro 1,73 m(2) und einer atherosklerotisch bedingten Nierenarterienstenose von mindestens 50% wurden entweder zu einer Stent-Implantation in Kombination mit einer konservativen Therapie (64 Patienten) oder zu einer alleinigen konservativen Therapie eingeteilt (76 Patienten). Die konservative Therapie bestand aus antihypertensiver Therapie, einem Lipidsenker und Aspirin. Der primäre Endpunkt war eine ein 20%iger oder höherer Abfall der Creatininclearance. Sekundäre Endpunkte beinhalteten Sicherheit sowie kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität.

 

Ergebnisse:

Bei 46 von 64 Patienten, die zu einer Stent-Implantation eingeteilt wurden, wurde der Eingriff durchgeführt. Zehn der 64 Patienten (16%) der Stent-Gruppe und 16 (22%) der konservativen Behandlungsgruppe erreichten den primären Endpunkt. Schwere Komplikationen traten bei der Stent-Gruppe auf, darunter  2 (3%) Todesfälle im Zusammenhang mit dem Eingriff, ein  Todesfall als Spätfolge eines infizierten Hämatoms und ein Fall, bei dem eine Dialysebehandlung wegen Cholesterinembolie notwendig wurde. Die Gruppen unterschieden sich nicht hinsichtlich anderer sekundärer Endpunkte.

 

Begrenzung:

Bei viele Patienten wurde fälschlicherweise eine Nierenarterienstenose von mehr als 50% durch nichtinvasive bildgebende Verfahren festgestellt, die letztlich keinen Stent benötigten.

 

Fazit:

Eine Stent-Implantation in Kombination mit einer konservativen Therapie hatte keinen eindeutigen Effekt auf die  Nierenfunktion, es traten jedoch eine geringe Anzahl signifikanter Komplikationen im Zusammenhang mit dem Eingriff auf. Die Studienergebnisse befürworten ein konservatives Vorgehen bei Patienten mit atheriosklerotisch bedingter  Nierenarterienstenose, das den Fokus auf die Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren legt und eine Stent-Implantation vermeidet.     

  1. Bax L et al. Stent placement in patients with atherosclerotic renal artery stenosis and impaired renal function: A randomized trial. Ann Intern Med 2009 Jun 16; 150:840
Schlüsselwörter: Stent, atherosklerotische Nierenarterienstenose, ballon-erweiterung, Nierenfunktionstörung, niere, Herzinfarkt, KHK, nierenfunktionsstörung, kreatinin, ballon-dilatation, koronare herzkrankheit, stenose, arterienstenose, stents, thrombose, embolie, sterbichkeit, chronische und akute niereninsuffienz, Schlaganfall, Nierenfunktion, kardiovaskulärer Erkrankung, Mortalität, nierenversagen, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013