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Medizin: Pay for Performance (Vergütung nach Leistung) in England, 2009

Überraschung: Qualitätsverbesserungen stiegen schneller bevor Pay-for-Performance (P4P) in England eingeführt wurde. Also die Kontinuität der Versorgung verschlechterte sich nach der Einführung des P4P-Programms.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Auswirkungen des „Pay for Performance“-Systems (leistungsbezogene Vergütung) auf die Qualität der hausärztlichen Versorgung in England

Das „Pay for Performance“-System, ein Modell leistungsbezogener Vergütung basierend auf  erreichten Qualitätszielen für die klinische Versorgung, wurde in England für Hausärzte 2004 eingeführt. Eine unterbrochene Zeitreihenanalyse, die im „New England Journal of Medicine“ erschien, untersuchte die Qualität der Versorgung in 42 repräsentativen Hausarztpraxen mit Hilfe von Daten, die an zwei Zeitpunkten vor der Einführung des Systems (1998 und 2003) und an zwei Zeitpunkten nach der Einführung (2005 und 2007) gewonnen wurden. Zu jedem dieser Zeitpunkte wurden Daten über die Behandlung von Patienten mit Asthma, Diabetes und koronarer Herzerkrankung aus den Krankenakten gewonnen. Mit Hilfe von Fragebögen wurden Daten über die Patientenwahrnehmung bezüglich des Zugangs zur Behandlung, ihrer Kontinuität und interpersonaler Aspekte der Behandlung gewonnen. Die Analyse enthielt sowohl Behandlungsmerkmale, die mit materiellen Leistungsanreizen assoziiert waren als auch solche, die nicht damit assoziiert waren.

 

Ergebnisse:

Zwischen 2003 und 2005 stieg die Verbesserungsrate für die Behandlungsqualität von Asthma- und Diabetespatienten an, nicht jedoch für die der Patienten mit koronarer Herzerkrankung. Bis zum Jahr 2007 hatte sich die Rate für alle drei Patientengruppen verlangsamt und die Qualität derjenigen Merkmale, die nicht mit materiellen Leistungsanreizen assoziiert waren, war bei Patienten mit Asthma oder Herzkrankheit gesunken. Verglichen mit dem Zeitraum vor der Einführung des „Pay-for-Performance“-Systems war die Verbesserungsrate nach 2005 für Asthma und Diabetespatienten unverändert, für Patienten mit Herzerkrankungen gesunken. Es gab keine signifikanten Veränderungen in den Patientenberichten über den Zugang zur Behandlung oder interpersonelle Aspekte. Der Grad der Kontinuität, der zuvor konstant gewesen war, verschlechterte sich direkt nach der Einführung des „Pay-for-Performance“-Systems und blieb dann auf reduziertem Niveau.

 

Fazit:

Vor dem Hintergrund von Qualitätsverbesserungen in der ärztlichen Versorgung bereits vor der Einführung des „Pay-for-Performance“-Systems (leistungsbezogene Vergütung) beschleunigte das Modell die Qualitätsverbesserungen bei zwei von drei chronischen Erkrankungsarten kurzfristig. Nach Erreichen der Ziele verlangsamte sich die Qualitätsverbesserung für Patienten mit diesen Erkrankungsarten jedoch und die Qualität von  Behandlungsmerkmale, die nicht mit materiellen Leistungsanreizen assoziiert waren, sank bei zwei Erkrankungsarten ab. Die Kontinuität der Versorgung verschlechterte sich nach der Einführung des Programms. 

  1. Campbell SM et al. Effects of pay for performance on the quality of primary care in England . N Engl J Med 2009 Jul 23; 361:368.
Schlüsselwörter: P4P, Einführung in England, medizin, Deutschland, Qualitätssicherung, Zahlen-für-Leistung, Pay for Performance, Krankenhaus, QM, Qualitätsmanagement, Qualitätsverbesserungen, Krankheit, Studie, Patienten, Herzinfarkt, Pneumonie, Herzversagen, Programm, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013