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Arzt-Patient-Kommunikation: Patienten werden über auffällige Untersuchungsergebnisse oft nicht informiert 2009

Studie (1): Patienten werden über auffällige Untersuchungsergebnisse häufig nicht informiert: In ca. 6% der Fälle wurden auffällige Untersuchungsergebnisse nicht mitgeteilt. Es ist jedoch anzumerken, dass Arztpraxen mit etablierten Prozessen im Management von Untersuchungsergebnissen niedrigere Versäumnisrate hatten

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Wie häufig werden Patienten im Rahmen der ambulanten Versorgung über klinisch relevante Untersuchungsergebnisse nicht informiert?

Vor allem in der ambulanten Versorgung kommt es regelmäßig vor, daß Patienten nicht mehr vor Ort sind, wenn ein Untersuchungsergebnis eingeht. Das Versäumnis, einen Patienten über ein auffälliges ambulantes Untersuchungsergebnis zu informieren, kann jedoch schwerwiegende Folgen haben. Wie häufig solche Versäumnisse vorkommen und ob Prozesse im Management der eingehenden Untersuchungsergebnisse die Häufigkeit solcher Fehler reduzieren können, ist noch wenig bekannt. In einer retrospektiven Untersuchung, die in den „Archives of Internal Medicine“ erschien, wurden die Krankenakten von 5434 zufällig ausgewählten Patienten im Alter von 50 bis 69 Jahren aus 23 medizinischen Grundversorgungszentren durchgesehen. Die Hausärzte wurden über die Prozesse, wie mit eingehenden Untersuchungsergebnissen verfahren wird, befragt. Einzelne Ärzte wurden über das offenkundige Fehlen einer Rückmeldung an den Patienten informiert und befragt, ob sie den Patienten benachrichtigt hätten (oder ob die Rückmeldung an den Patienten nicht dokumentiert wurde). Verblindete Untersucher berechneten einen „Prozess-Score“ von 0 bis 5 für jede Praxis, die an der Studie teilnahm.

 

Ergebnisse:

Die Rate an offenkundigen Versäumnissen, den Patienten zu informieren oder die Information zu dokumentieren, betrug 7,1 % (135 Versäumnisse bei 1889 auffälligen Ergebnissen) mit einer Häufigkeit der Nichtinformation zwischen 0 und 26,2 %. Der mittlere „Prozess-Score“ betrug 3,8 (Range 0,9 bis 5,0). Bei einer logistischen Regressionsanalyse waren höhere „Prozess-Scores“ mit niedrigeren Versäumnisraten assoziiert. Der Gebrauch einer nur teilweise elektronischen Krankenakte (Prozessnotizen in Papierform und elektronische Untersuchungsergebnisse und umgekehrt) waren mit höheren Versäumnisraten assoziiert als bei Benutzung einer Krankenakte in reiner Papierform oder bei Benutzung einer elektronischen Akte, die sowohl Prozessnotizen als auch Untersuchungsergebnisse enthielt.

 

Fazit:

Dass Patienten über auffällige Untersuchungsergebnisse nicht informiert werden oder die Information des Patienten nicht dokumentiert wird, kommt häufig vor. Einfache Prozesse im Management von Untersuchungsergebnissen sind assoziiert mit einer niedrigeren Versäumnisrate (zum Beispiel das Führen einer vollständig elektronischen Krankenakte oder einer rein papierbasierten Krankenakte, hingegen ist eine Mischform nicht empfehlenswert).    

  1. Casalino LP et al. Frequency of failure to inform patients of clinically significant outpatient test results. Arch Intern Med 2009 Jun 22; 169:1123.
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Stand: 25. Mai 2013