Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Prophylaxe mit Probiotika gegen Erkältung und Grippe bei Kinder, 2009

In einer aktuellen Studie aus China reduzierten Probiotika das Auftreten von Erkältungs-Symptomen und auch den Einsatz von Antibiotika.

Die Ergebnisse sind jedoch viel zu gut, um "wahr zu sein":-). 

Das mögliche Mechanismus, wie Probiotika Atemwegsinfektionen vorbeugen sollen, ist noch unklar, wenn auch ein generelle Besserung des Immunsystems postuliert wird. Bevor jedes Kind in China, oder auch vielleicht in Deutschland täglich Probiotika bekommt, sollten die Ergebnisse der aktuellen Studie erstmal in weiteren Studien reproduziert werden. Und bis dahin könnten die Kinder allemal normales Joghurt (oder auch Fruchtjoghurt) essen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Effekte von Probiotika auf Erkältungs- und Grippesymptom-Inzidenz und -Dauer bei Kindern

Es wurden die Auswirkungen der Einnahme von probiotischen Substanzen auf die Häufigkeit des Auftretens von Erkältungs- und Grippesymptomen sowie deren Dauer in der Winterzeit bei gesunden Kindern beobachtet.

In dieser doppelblinden, placebokontrollierten Studie  wurden 326 Kinder zwischen 3 und 5 Jahren zufällig jeweils einer der folgenden Gruppen zugeteilt: Einnahme von Placebo (n = 104), Lactobazillus acidophilus NCFM  (n = 110) oder Lactobazillus acidophilus in Kombination mit Bifidobacterium animalis susp. lactis Bi-07 (n = 112). Die Einnahme erfolgte zweimal täglich über 6 Monate.

Ergebnisse: Im Verhältnis zur Placebogruppe war die Inzidenz von Fieber in beiden Probiotikagruppen um 53.0% (P = .0085, Einzelpräparat) und 72.7% (P = .0009, Kombinationspräparat), das Auftreten von Husten um 41.4% (P = .027) und 62.1% (P = .005), sowie Rhinorrhoe um 28.2% (P = .68) und 58.8% (P = .03)reduziert. Fieber, Husten und Rhinorrhoe wurde im Vergleich zum Plazebo signifikant um 32% (P = .0023, Einzelpräparat) und 48% (P < .001, Kombination) gemindert. Die Anwendung von Antibiotika konnte relativ zum Plazebo um 68.4% (P = .0002, Einzelpräparat) und 84.2% (P < .0001, Kombipräparat) verringert werden. Probanden, welche probiotische Präparate erhielten, hatten signifikant weniger Fehltage im Kindergarten als solche mit Plazebobehandlung (31.8%, P = .002, Einzelpräparat, und 27.7%; P < .001, Kombipräparat).

Fazit: Die tägliche Supplementierung von probiotischen Präparaten über 6 Monate erwies sich als sichere und effektive Methode, um das Auftreten und die Dauer von Fieber, Rhinorrhoe und Husten bei 3-5jährigen ebenso signifikant zu senken wie die Verschreibungen von Antibiotika und die krankheitsbedingten Ausfälle beim Schul- bzw. Kindergartenbesuch.

  1. Leyer GJ et al. Probiotic effects on cold and influenza-like symptom incidence and duration in children. Pediatrics 2009 Aug; 124:e172.
Schlüsselwörter: Antibiotika, grippe, erkältung, kleinkinder, Durchfälle, Diarrhö, Kinder, Probiotika, Lebensmittel, Mikroorganismen, Milchsäurebakterien, Laktobazillen, Joghurt, Durchfall, Kind ,Krankheit, antibiotika, pseudomembranöse kolitis, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013