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ACE-Hemmer Enalapril (Xanef®) und AT-Blocker Losartan (Lorzaar®) zur Prävention von Nephropathie und Retinopathie bei Diabetes-Typ-I, 2009

Therapie der normotensiven Diabetes-Typ-I-Patienten mit ACE-Hemmer oder AT-Blocker konnte das Fortschreiten der Nephropathie nicht verlangsamen, wohl jedoch das der diabetischen Retinopathie.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Wie wirken sich Enalaprilâ und Losartanâ auf Nephropathie und Retinopathie bei Diabetes mellitus Typ I aus?

Die Nephropathie und die Retinopathie sind immer noch Hauptkomplikationen des Diabetes mellitus Typ I. Es ist unklar, ob deren Fortschreiten durch den frühen Einsatz von Medikamenten, die das Renin-Angiotensin-System blockieren, verlangsamt wird. In einer multizentrischen kontrollierten US-Studie, die im „New England Journal of Medicine“ erschien, wurden 285 normotensive Patienten mit Diabetes mellitus Typ I und Normoalbuminurie zu drei Gruppen randomisiert. Eine Gruppe erhielt 100 mg Losartan/Tag (ein Angiotensin-Rezeptorblocker), eine erhielt 20 mg Enalapril/Tag (ein ACE-Hemmer) und die dritte ein Placebo. Alle Gruppen wurden 5 Jahre lang nachbeobachtet. Der primäre Endpunkt war eine durch Nierenbiopsie festgestellte Veränderung im Anteil des Mesangiumvolumens in den Glomeruli. Der Endpunkt für die diabetische Retinopathie war eine Verschlechterung von zwei Stufen oder mehr auf der Retinopathie-Skala.

 

Ergebnisse:

Bei insgesamt 90% bzw. 82% der Patienten lagen die kompletten Daten der Nierenbiopsie und der Retinopathiebeurteilung vor. Es gab in dem 5-Jahres-Zeitraum keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Veränderungen beim Mesangiumvolumen pro Glomerulus zwischen der Placebo-Gruppe (0,016 Einheiten), der Enalaprilâ-Gruppe (0,005) und der Losartanâ-Gruppe (0,026). Die Behandlung zeigte auch keine signifikanten Vorteile bei anderen mit der Biopsie zu beurteilenden morphologischen Nierenveränderungen.

 

Die kumulative 5-Jahres-Inzidenz einer Mikroalbuminurie betrug 6% bei der Placebo-Gruppe. Die Inzidenz lag bei Losartanâ höher (17%), nicht jedoch bei Enalaprilâ (4%). Verglichen mit dem Placebo sank die Wahrscheinlichkeit für eine Verschlechterung der Retinopathie um zwei Stufen oder mehr mit Enalaprilâ um 65% und mit Losartanâ um 70% unabhängig von Veränderungen des Blutdrucks.

 

Es gab drei schwere Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Biopsie, die sich vollständig zurückbildeten. Ein chronischer Husten trat bei 12% der Patienten auf, die Enalaprilâ erhielten, bei 6 Patienten der Losartanâ-Gruppe und bei 4 Patienten der Placebo-Gruppe.

 

Fazit:

Mit einer frühzeitigen Blockade des Renin-Angiotensin-Systems bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ I konnte das Fortschreiten der Nephropathie nicht verlangsamt werden, wohl jedoch das der diabetischen Retinopathie.        

  1. Mauer M et al. Renal and retinal effects of enalapril and losartan in type 1 diabetes. N Engl J Med 2009 Jul 2; 361:40.
Schlüsselwörter: ACE-Hemmer, Enalapril, Xanef, AT-Blocker,Losartan, Lorzaar, primärprävention, normotensiv, hypertonie, Prävention, diabetische Nephropathie, Retinopathie, Diabetes-Typ-I, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013