Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Sicherheit von Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) in der Schwangerschaft, 2009/2010

Wir hatten bereits eine Studie aus dem Jahre 2006 vorgestellt (1), die gezeigt hatte, dass Protonenpumpeninhibitoren (PPIs) während Schwangerschaft nicht mit einem gesteigerten Risiko für angeborene schwere Fehlbildungen, Spontanaborte oder Frühgeburt-Risiko assoziiert sind.

Inzwischen ist eine aktuelle Studie zum Thema PPI-Einsatz in der Früh-Schwangerschaft Ende 2010 in der Fachzeitschrift NEJM (2) erschienen. Die Ergebnisse ergaben, dass eine Anwendung von PPIs im ersten Trimester und Einsatz von Omeprazol in dem letzten Monat vor Schwangerschaft das Risiko für schwere kongenitale Fehlbildungen nicht signifikant erhöhte.

Ausführlichere Daten der 2009-Studie (1): 

Sicherheit von Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) in der Schwangerschaft: eine Metaanalyse.

ZIELE: In der Schwangerschaft treten häufig Sodbrennen und gastroösophagealer Reflux auf, was zu ernsten Beschwerden und Komplikationen führen kann. Darüber hinaus leiden manche Schwangere an noch schwerwiegenderen gastrointestinalen Problemen, wie Helicobacter pylori Infektionen, peptischem Ulkus oder Zollinger-Ellison-Syndrom. Um Protonenpumpen-Inhibitoren (PPIs) in der Schwangerschaft einsetzen zu können, muss ihre Unbedenklichkeit für den Fötus nachgewiesen sein. In der vorliegenden Studie sollte anhand eines systematischen Literaturüberblicks die Sicherheit von PPI während der Frühschwangerschaft analysiert werden.

METHODEN: Alle bis Juli 2008 veröffentlichten Originalartikel zur Sicherheit von PPI in der Schwangerschaft wurden ausgewertet. Artikelsuche, Ergebnisauswertung und Abgleich auf Studienunterschiede wurden von zwei unabhängigen Reviewern durchgeführt. Die Studienqualität wurde anhand der Kriterien einer von Downs&Black veröffentlichten Skala bestimmt. Als Parameter wurden angeborene Fehlbildungen, Spontanaborte und Frühgeburtlichkeit dokumentiert. Die Ergebnisse der eingeschlossenen Studien wurden im Rahmen eines Random-Effect-Modells in der Metaanalyse ausgewertet.

ERGEBNISSE: Sieben der 60 ermittelten Artikel erfüllten die Einschlusskriterien. Insgesamt wurden die Daten von 134940 Patienten ausgewertet, wobei 1530 Patienten PPI erhielten und 133410 Patienten nicht. Die Gesamt-Odds-Ratio (OR) für Major-Fehlbildungen lag bei  1,12 (95 % Konfidenzintervall (KI) 0,86-1,45). Bei PPI-Gabe war weder die Spontanabort-Rate gesteigert (OR 1,29; 95% KI 0,84-1,97) noch die Rate der Frühgeburtlichkeit (OR 1,13; 95% KI 0,96-1,33). In einer zweiten Analyse wurden die Daten von 1341 Patienten mit Omeprazol-Einnahme und 120137 Patienten ohne Omeprazol-Einnahme analysiert. Die OR für Major-Fehlbildungen lag hier bei 1,17 und das 95% KI bei 0,9 – 1,53.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: In der vorliegenden Studie waren Protonenpumpen-Inhibitoren nicht mit einem gesteigerten Risiko für angeborene Major-Fehlbildungen, Spontanaborte oder Frühgeburtlichkeit assoziiert. Das enge Konfidenzintervall unterstützt die Position, dass Protonenpumpen-Inhibitoren in der Schwangerschaft sicher eingesetzt werden können. 

Literatur
  1. Gill SK et al. The safety of proton pump inhibitors (PPIs) in pregnancy: A meta-analysis. Am J Gastroenterol 2009 Jun; 104:1541.
  2. Pasternak B and Hviid A. Use of proton-pump inhibitors in early pregnancy and the risk of birth defects. N Engl J Med 2010 Nov 25; 363:2114.

Schlüsselwörter: Protonenpumpen-Inhibitoren, Sicherheit, schwangerschaft, nebenwirkung, Protonenpumpen-Hemmer, komplikation, kongenitale anomalien, Protonenpumpen-Inhibitor, Infektion, Kolitis, baby, kleinkinder, säugling, PPI, spontanabort, Esomeprazol, Nexium, Protonenpumpenhemmer, Pantoprazol, Pantozol, Ulkus, Magenschmerzen, Magensäure, frühgeburt, abort, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013