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Krebs-Risiko durch Screening-CT-Untersuchung auf Verkalkung der Koronararterien, 2009

Die aktuellen Ergebnisse einer Studie (1) ergab, dass die Strahlen-Exposition durch Koronar-CT das Lebenszeit-Krebsrisiko erhöhen könnte:

Aus den USA kommen die wichtigsten bisherigen Empfehlungen zu der Fragestellung CT-Screening auf Koronarverkalkung und Krebsrisiko. American Heart Association (AHA) betrachtet CAC-Screening (CAC: Coronary artery calcification) bei Patienten mit mittlerem kardiovaskulären Risiko für vertretbar, jedoch nicht bei Low-Risk- und High-Risk-Patienten (2). Die USPSTF-Leitlinie rät jedoch von einer CAC-Screening ab (3).

Die neuen Technologien erlauben bei CAC-Screening erheblich niedrigere Strahlen-Dosen (bei 1mSv) als bei der aktuellen Studie (1) angewendet (Effektiver Dosis-Bereich: 0,8 – 10,5mSv). Im Vergleich dazu kommt es bei einer Mammographie zu einer Strahlendosis von ca. 0,5mSv, und bei einem Abdomen-CT von ca. 10mSv. Die Untersucher sollten Untersuchungs-Protokolle mit der niedrigst-möglichen Strahlendosis einsetzen, und wenn das nicht möglich ist, kein CAC-Screening durchführen. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Screening-Untersuchung auf Verkalkung der Koronararterien: Geschätzte Strahlungs-Dosis und Krebsrisiko
HINTERGRUND: Es wurde vorgeschlagen, die Computer-Tomographie (CT) im Multidetector-Verfahren für ein Routine-Screening auf Verkalkung von Koronararterien bei asymptomatischen Personen einzusetzen. In ein solches Screening könnten entsprechend mehrere zehn Millionen Personen einbezogen werden, allerdings gibt es aktuell keine detaillierten Schätzungen der Strahlendosis und des möglichen Risikos strahleninduzierter Krebs-Fälle. Die Strahlendosis und das damit verbundene Risiko für Krebserkrankungen, welches durch ein Screening auf verkalkte Koronararterien durch ein Multidetector-CT verursacht würde, wurde nun durch die Autoren jeweils spezifisch für einzelne Organe und in Abhängigkeit vom Alter des Patienten, der Häufigkeit des Screenings, und des genauen Untersuchungs-Verfahrens eingeschätzt.

METHODEN: Die Strahlendosis für erwachsene Patienten wurde errechnet aus einer Reihe von verfügbaren Untersuchungs-Protokollen, unter Benutzung des Monte Carlo-Modells für Strahlenverteilung. Strahlen-Risiko-Modelle wurden aus Daten sowohl von Überlebenden des Atom-Bomben-Angriffs auf Japan als auch von Kohorten, die aus medizinischen Gründen Strahlung ausgesetzt wurden, erstellt. Diese Modelle wurden dann benutzt, um das zusätzliche, auf die restliche Lebenszeit bezogene Risiko einer strahleninduzierten Krebserkrankung einzuschätzen.

ERGEBNISSE: Die Strahlungs-Dosis einer einzelnen Untersuchung zur Verkalkung von Koronararterien mittels Computer-Tomographie variierte um mehr als den Faktor 10 (Effektiver Dosis-Bereich: 0,8 – 10,5 mSv) in Abhängigkeit des eingesetzten Untersuchungs-Protokoll. Eine höhere Strahlungsdosis wurde beobachtet bei höherer Röhren-Spannung, höherem Röhren-Potential, bei Spiral-Abtastungen mit geringer Neigung, sowie bei retrospektiver kardialer Verknüpfung der Bilder. Diese große Dosis-Variation führte ebenfalls zu einer großen Variation des geschätzten Risikos für strahleninduzierte Krebserkrankungen. Bei regelmäßigen Screening-Untersuchungen im Abstand von jeweils fünf Jahren für Männer zwischen 45 und 75 Jahren, sowie für Frauen zwischen 55 und 75 Jahren und unter Benutzung des mittleren Strahlenwertes von 2,3 mSv beträgt das geschätzte zusätzliche Lebenszeit-Krebsrisiko 42 Fälle pro 100.000 Männer (möglicher Bereich zwischen 14 und 200 Fällen) sowie 62 Fälle pro 100.000 Frauen (möglicher Bereich zwischen 21 und 300 Fällen).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese Einschätzung des strahlungsassoziierten Risikos kann verglichen werden mit den potentiellen Vorteilen eines Screenings, wenn solche Schätzungen verfügbar werden. Die jeweiligen Dosen und entsprechende Risiken können minimiert werden, indem die Untersuchungs-Protokolle optimal angepasst werden.

  1. Kim KP et al. Coronary artery calcification screening: Estimated radiation dose and cancer risk. Arch Intern Med 2009 Jul 13; 169:1188.
  2. Risiko-Stratifizierung: ACCF/AHA 2007 Clinical Expert Consensus Document on Coronary Artery Calcium Scoring By Computed Tomography in Global Cardiovascular Risk
  3. US. Preventive Services Task Force (USPSTF): Screening for Coronary Heart Disease 2004
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Stand: 25. Mai 2013