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ACS - NSTEMI-Herzinfarkt: sofortige vs. verzögerte Katheter-Intervention, 2009

Aktuelle Studie (1) zur Management der akuten Koronarsydroms bei NSTEMI-Herzinfarkt:  Sofort durchgeführte Katheter-Interventionen brachten ähnliche Resultate wie die, die ein Tag später durchgeführt wurden. Bei instabilen Patienten sollten die Katheter-Interventionen jedoch weiterhin sofort durchgeführt werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Der Unterschied zwischen sofortiger und verzögerter Intervention bei akutem Koronarsyndrom: Eine randomisierte, klinische Studie.

HINTERGRUND: Internationale Leitlinien empfehlen eine frühe invasive Strategie bei Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom mit hohem Risiko und ohne ST-Strecken-Hebung. Der optimale Zeitpunkt der Intervention ist allerdings unsicher.

ZIEL: Es sollte bestimmt werden, ob durch eine sofortige Intervention bei Krankenhaus-Ankunft, im Vergleich zu verzögerter Intervention, eine Reduzierung des Myokard-Infarkts erreicht werden kann.

GESTALTUNG, UMFELD UND PATIENTEN: Die ABOARD-Studie (engl. Randomisierte Studie der sofortigen oder verzögerten Angioplastik zur Verminderung des Troponin-Anstiegs bei akutem Koronarsyndrom) ist eine randomisierte, klinische Studie. Es wurden zwischen August 2006 und September 2008 in 13 französischen Zentren insgesamt 352 Patienten mit akutem Koronarsyndrom ohne ST-Strecken-Hebung und einem Punktwert von 3 oder mehr auf der TIMI (engl. Thrombolyse bei Myokard-Infarkt)-Skala randomisiert entweder einer sofortigen Intervention, oder einer Intervention am nächsten Arbeitstag (zwischen 8 und 60 Stunden nach Aufnahme in die Studie) zugeteilt.

HAUPT-ENDPUNKTE: Der primäre End-Punkt war der maximale Troponin-Wert während des Krankenhaus-Aufenthaltes. Der wichtigste sekundäre End-Punkt war eine Zusammensetzung aus Tod, Myokard-Infarkt oder notfallmäßig durchgeführter Revaskularisation innerhalb einer Nachbeobachtungszeit von einem Monat.

ERGEBNISSE: Die durchschnittliche Zeit von Randomisierung bis zum Beginn der Intervention betrug bei sofortiger Intervention 70 Minuten, bei verzögerter Intervention 21 Stunden. Der primäre Endpunkt wies zwischen den beiden Therapiestrategien keine Unterschiede auf (Troponin I-Wert (Medianwert) 2,1 [Interquartil-Bereich: 0,3-7,1] ng/ml gegenüber 1,7 [0,3-7,2] ng/ml bei sofortiger bzw. verzögerter Intervention; P = 0,70). Der wichtigste sekundäre Endpunkt wurde bei 13,7% (95% Konfidenz-Intervall von 8,6% bis 18,8%) der Patienten aus der Gruppe mit sofortiger Intervention und bei 10,2% (95% Konfidenz-Intervall von 5,7% bis 14,6%) der Patienten aus der Gruppe der verzögerten Intervention beobachtet (P = 0,31). Die anderen End-Punkte wiesen, wie auch die Häufigkeit großer Blutungen, zwischen den beiden Therapiestrategien keinen Unterschied auf.

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom ohne ST-Strecken-Hebung führte eine sofortige Interventions-Strategie im Vergleich zu einer Strategie mit einer Intervention am nächsten Arbeitstag (durchschnittliche Verzögerung von 21 Stunden), gemessen an maximalen Troponin-Werten nicht zu einem Unterschied des Myokard-Infarkts.

  1. Gilles Montalescot et al: Immediate vs Delayed Intervention for Acute Coronary Syndromes. JAMA. 2009;302(9):947-954.
Schlüsselwörter: Herzinfarkt, ACS, Akutes Koronarsyndrom, AKS, stent, bypass, Therapie, Herzinfarkt, Angina, ST-Streckenhebung-Myokardinfarkt, STEMI, ST-Streckenhebung Myokard-Infarkt, NSTEMI, später, sofort, akut, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013