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Frühe Rheumatoide Arthritis: TNF-Hemmer Infliximab (Remicade®) vs. Basis-Antirrheumatika überlegen, 2009, 2012

Hintergrundinformation: Infliximab (Remicade®) ist ein Antikörper, der den Tumornekrosefaktor (TNF-Blocker) blockt und somit entzündungshemmend wirkt. Infliximab (Remicade®) ist in Deutschland bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis, Psoriasis oder Morbus Crohn, die auf die Standardtherapie nicht angesprochen hatten, zugelassen. 

DMARD: disease-modifying antirheumatic drugs.

Wir hatten 2009 die SWEFOT-Studie (1) vorgestellt, die TNF-Hemmer Infliximab (Remicade®) bei der frühen rheumatoiden Arthritis mit der Basis-Antirrheumatika verglichen hatte.

Dabei hatten Patienten, die auf Methotrexat (MTX) initial nur unzureichend reagierten, entweder zusätzlich einen TNF-Hemmer oder konventionelle Basis-Antirrheumatika (DMARD) erhalten. Die Resultate hatten gezeigt hatte, dass die Kombination eines TNF-Hemmers Infliximab (Remicade®) mit Methotrexat therapeutisch wirksamer als die Kombination von Methotrexat mit einem konventionellen Basis-Antirrheumatikum (Sulfasalazin und Hydroxychlorochin) ist. Die Beobachtungszeit der 2009-Studie betrug ein Jahr. Inzwischen sind die 2-Jahres-Ergebnisse der Studie in der Fachzeitschrift Lancet publiziert (2).

Die Autoren stellen in Studie nach Analyse der 2-Jahresergebnissen fest: Einerseits hätte sich das klinische Outcome nach 12 Monaten und die radiologische Progression der Krankheit nach 24 Monaten gebessert. Andererseits im Vergleich zur Kontrollgruppe gab es nach 24 Monaten keine Besserung hinsichtlich der klinischen Symptomatik. Und die Kosten unter  Infliximab-Therapie seien wesentlich höher.

Medknowlege-Anmerkung: Also, der Zusatz eines Biologicals (Infliximab) bei Patienten, die Initial auf Methotrexat nicht reagieren, ist eine durchaus wirksame Therapie. Die Ergebnisse nach 2 Jahren relativieren jedoch den Enthusiasmus nach Einjahres-Ergebnissen. Infliximab ist weiterhin eine Option zur konventionellen Basis-Antirrheumatika, aber keine zwingende, und dazu viel teuerer. 

1-Studie mit Einjahres-Ergebnissen, 2009

Studie (1): Infliximab (Remicade®) ist bei der Therapie der frühen rheumatoiden Arthritis der konventionellen Basis-Antirrheumatika (DMARD) überlegen. Kombination eines TNF-Hemmers mit Methotrexat zeigte eine signifikant höhere Therapie-Ansprechrate als die Kombination von Methotrexat mit einem konventionellen Basis-Antirrheumatikum (Sulfasalazin und Hydroxychlorochin)

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Kombination von Infliximab mit Methotrexat im Vergleich zur Kombination von Sulfasalazin und Hydroxychlorochin mit Methotrexat bei Patienten mit früher rheumatoider Arthritis (Swefot-Studie): Einjahresergebnisse einer randomisierten Studie.
HINTERGRUND: Derzeit entstehen relativ schnell neue Behandlungsstrategien für die frühe rheumatoide Arthritis. In der vorliegenden Studie bei Patienten mit früher rheumatoider Arthritis wurde die Kombination konventionelle Basis-Antirrheumatika (Sulfasalazin und Hydroxychlorochin) plus Methotrexat mit der Kombination Tumornekrosefaktorantagonist (Infliximab) plus Methotrexat verglichen.

METHODEN: Es wurden in einer randomisierten Studie in 15 Rheumakliniken in Schweden Patienten mit früher Rheumatoidarthritis (Symptome seit <1 Jahr) unter Methotrexat (bis zu 20 mg pro Woche) eingeschlossen. Nach 3-4 Monaten wurden Patienten, deren Krankheitsaktivität immer noch hoch war und die Methotrexat vertrugen entweder mit Sulfasalazin und Hydroxychlorochin oder Infliximab randomisiert behandelt. Der primäre Endpunkt war gutes Ansprechen nach den EULAR- Kriterien (European League Against Rheumatism) nach 12 Monaten. Patienten wurden über 24 Monate nachverfolgt. Die Analysen erfolgten per ” intention to treat” und “non-responder imputation“. Die Swefot (Swedish Pharmacotherapy) Studie ist in der WHO-Datenbank am Karolinska University Hospital unter CT20080004 registriert.

ERGEBNISSE: 487 Patienten wurden eingeschlossen, von denen 258 unter Methotrexat immer noch eine hohe Krankheitsaktivität hatten, 130 erhielten Sulfasalazin und Hydroxychlorochin und 128 erhielten Infliximab. 32 von 130 (25%) Patienten unter Sulfasalazin und Hydroxychlorochin erreichten den primären Endpunkt verglichen mit 50 von 128 (39%) unter Infliximab (Risikoverhältnis 1,59 [95% KI 1,10-2,30], p=0,0160). Unerwünschte Ereignisse waren in beiden Gruppen vergleichbar. Es traten keine Todesfälle auf.

INTERPRETATION: Bei Patienten mit früh rheumatoider Arthritis, bei denen die Methotrexat-Therapie versagte, ist die Kombination von einem Tumornekrosefaktorantagonisten mit Methotrexatmonotherapie klinisch der Kombination von Methotrexat mit konventioneller Basisantirrheumatika überlegen. FINANZIERUNG: Swedish Rheumatism Association, Schering-Plough.

  1. van Vollenhoven RF et al. Addition of infliximab compared with addition of sulfasalazine and hydroxychloroquine to methotrexate in patients with early rheumatoid arthritis (Swefot trial): 1-year results of a randomised trial. Lancet 2009 Aug 8; 374:459.
  2. Studie mit 2-Jahresergebnissen: Ronald F van Vollenhoven et al: Conventional combination treatment versus biological treatment in methotrexate-refractory early rheumatoid arthritis: 2 year follow-up of the randomised, non-blinded, parallel-group Swefot trial. The Lancet, Early Online Publication, 29 March 2012doi:10.1016/S0140-6736(12)60027-0
Schlüsselwörter: Basisantirrheumatikum, frühe rheumatoide Arthritis, rheuma, Basis-Antirrheumatikum, Sulfasalazin, Hydroxychlorochin, Colitis ulcerosa, CED, Basisantirrheumatika, chronische entzündliche Darmkrankheit, Morbus Crohn, Wirkungs, Infliximab, Remicade, Antikörper, tImmunsuppressivum, Immuntherapie, Therapie, monoklonaler IgG1 Antikörper, Tumornekrosefaktor alpha, TNF und Medikament, Krankheit, Studie, klinik, krankenhaus, Therapie, Behandlung, kliniken, krankenhäuser, Medikament, Studien
 

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Stand: 25. Mai 2013