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"Supermarkt-Kliniken" (Retail-Clinics): Kosten und Behandlungsqualität, USA 2009

Sogenannte "Supermarkt-Kliniken" (Retail-Clinics) ist eine Neuigkeit aus den USA, dort bieten immer mehr Supermarktketten und Drogerien medizinische Dienste an, die als schnell und preiswert in der Werbung angepriesen werden.

Eine aktuelle Studie (1) aus den USA überprüfte die Qualität der „Supermarkt-Kliniken". Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlungsqualität und Bereitstellung von Vorsorgeleistungen dort nicht unbedingt schlechter als in Akut-Krankenhäusern war.

Also bitte keine Vorurteile, vielleicht gibt es auch bald in Deutschland Supermarkt-Kliniken (oder auch Discounter-Kliniken) mit der Überschrift "Preiswerte Ware, preiswerte Therapie: alles aus einer Hand" :-).

Spaß beiseite, man kann natürlich nicht ausschließen, dass solche Entwicklungen aus den USA in Zeiten des Sparens auch nach Deutschland überschwappen. In nächster Zeit ist es jedoch eher unwahrscheinlich, da Deutschland im Gegensatz zu den USA eine viel breitere und dichtere medizinische Grundversorgung der Bevölkerung bietet.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Kosten und Behandlungsqualität in Privatkliniken und anderen medizinischen Einrichtungen: Ein Vergleich anhand von drei häufigen Erkrankungen.

HINTERGRUND: Zur medizinischen Behandlung werden zunehmend Privatkliniken aufgesucht, weshalb immer wieder Bedenken zu deren Einfluss auf Kosten, Qualität und Vorsorgeleistungen geäußert werden.

ZIEL: In der Studie wurde die Behandlung von drei Akuterkrankungen in Privatkliniken mit der in anderen medizinischen Einrichtungen verglichen. DESIGN: Die Abrechnungsdaten des Gesundheitsschutzplans von 2005 und 2006 wurden in Behandlungsepisoden  zusammengefasst, welche die Erstaufnahme mit Folgeterminen, die Arzneimittelkosten und die Zusatzuntersuchungen einschlossen. Insgesamt wurden 2100 Behandlungsfälle betrachtet (je 700 Fälle von Otitis media, Pharyngitis und Harnwegsinfekt), die anfangs in Privatkliniken behandelt wurden. Diese wurden mit Behandlungsfällen verglichen, welche zuerst in Hausarztpraxen, Notfallpraxen oder Notaufnahmen versorgt wurden. ORT UND PATIENTEN: Teilnehmer eines großen Gesundheitsschutzplans in Minnesota (USA), die wegen Otitis media, Pharyngitis oder Harnwegsinfekt behandelt wurden. BESTIMMUNGSPUNKTE: Kosten pro Behandlungsepisode, Einstufung anhand von 14 Qualitätsindikatoren und  Durchführung  von 7 Vorsorgeleistungen während des Erstkontakts oder der darauf folgenden drei Monate.

ERGEBNISSE: Wurde die Behandlung in einer Privatklinik begonnen, lagen die Gesamtkosten pro Behandlungsepisode wesentlich niedriger, als bei Beginn in einer Hausarztpraxis, Notfallpraxis oder Notaufnahme (110$ versus 166$,  156$ und  570$; jeweils p < 0,001). Die Ausgaben für verordnete Medikamente waren in Privatkliniken, Hausarztpraxen und Notfallpraxen vergleichbar (21$,  21$ und  22$), ebenso wie der Gesamtqualitätsscore (63,6%, 61,0%, und 62,6%) und die Durchführung von Vorsorgeleistungen (14,5%, 14,2% und 13,7%) (p > 0,05 versus Privatkliniken). In Notaufnahmen lagen die durchschnittlichen Ausgaben verordneter Medikamente höher und der Gesamtqualitätsscore signifikant niedriger als in den anderen Einrichtungen. EINSCHRÄNKUNGEN: Nur eine begrenzte Anzahl von Qualitäts- und Vorsorgeleistungen wurde analysiert. Trotz Abgleich sind Unterschiede im Schweregrad der Erkrankungsfälle der verschiedenen Behandlungsorte möglich.

SCHLUSSFOLGERUNG: Die Behandlung der drei häufigen Erkrankungen war in Privatkliniken kostengünstiger als in Hausarzt- oder Notfallpraxen. Dabei waren die Behandlungsqualität und Bereitstellung von Vorsorgeleistungen in den Privatkliniken nicht beeinträchtigt. HAUPTFINANZIERUNG: California HealthCare Foundation.

  1. Mehrotra A et al. Comparing costs and quality of care at retail clinics with that of other medical settings for 3 common illnesses. Ann Intern Med 2009 Sep 1; 151:321.
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Stand: 25. Mai 2013