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Sind ärztliche Empfehlungen zur Beendigung einer lebenserhaltenden Behandlung hilfreich oder belastend? 2009

Studie (1): Sind ärztliche Empfehlungen zur Beendigung einer lebenserhaltenden Behandlung hilfreich oder belastend?

Obwohl zunehmend die Meinung herrscht, daß Ärzte routinemäßig Empfehlungen für gesetzliche Stellvertreter bzw. Bevollmächtigte während des Entscheidungsprozesses zur Beendigung einer lebenserhaltenden Behandlung aussprechen sollten, mangelt es an empirischen Daten über Sicht der Stellvertreter zu diesem Thema. Das Ziel einer Studie im „American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine“ war es, die Haltung der Stellvertreter hinsichtlich einer ärztlichen Empfehlung zur Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen bei einwilligungsunfähigen Patienten zu untersuchen.    

 

Es wurde eine prospektive mixed-methods-Studie mit 169 Stellvertretern von kritisch kranken Patienten durchgeführt. Die Stellvertreter sahen nacheinander zwei Videoaufnahmen mit simulierten Gesprächen zwischen Stellvertretern und Ärzten über die Beendigung einer  lebenserhaltenden Behandlung, die sich nur darin unterschieden, ob der Arzt eine Empfehlung aussprach oder nicht.

 

Ergebnisse:

Der quantitative Hauptergebnis war die Tatsache, ob die Stellvertreter eine ärztliche Empfehlung bevorzugten oder nicht. Die Stellvertreter nahmen außerdem an einem ausführlichen, halbstrukturierten Interview teil mit dem Ziel, die Gründe für ihre bevorzugte Haltung zu untersuchen. 56% (95/169) der Stellvertreter bevorzugten eine Empfehlung, 42% (70/169) wollten lieber keine Empfehlung und 2% (4/169) empfanden beide Vorgehensweisen als gleich akzeptabel. Es wurden vier Hauptmotive für die bevorzugte Haltung gefunden, darunter die Auffassung der Stellvertreter über die ärztliche Rolle bei Entscheidungen über Leben und Tod, ihre Auffassung über positive oder negative Konsequenzen einer Empfehlung auf die Beziehung zwischen Arzt und Stellvertreter, auf den Entscheidungsprozess und auf langfristige Reuegefühle innerhalb der Familie.

 

Fazit:

Es gibt keine einheitliche Meinung unter gesetzlichen Stellvertretern bzw. Bevollmächtigten darüber, ob Ärzte routinemäßig eine Empfehlung zur Beendigung einer lebenserhaltenden Behandlung bei einwilligungsunfähigen Patienten aussprechen sollten. Diese Ergebnisse legen nahe, daß Ärzte Stellvertreter fragen sollten, ob sie eine Empfehlung bezüglich der Entscheidung für oder gegen die lebenserhaltende Behandlung wünschen und flexibel bei ihrer Vorgehensweise während der Entscheidungsfindung sein sollten.       

  1. White DB et al. Are physicians' recommendations to limit life support beneficial or burdensome? Bringing empirical data to the debate. Am J Respir Crit Care Med 2009 Aug 15; 180:320.
Schlüsselwörter: Patienten-verfügung, arzt, keine reanimation, vom Beatmungsgerät abkoppeln, angehörige, verwandte, ehefraue, ehemann, ärztliche Empfehlungen, sterben lassen, Beendigung lebenserhaltende Behandlung, maßnahmen, ärzte, beatmung, intensivstation, patientenverfügung, stellvertreter, bevollmächtigste, vollmacht, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013