Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Schmerztherapie bei Kindern: Ibuprofen genauso effektiv wie Paracetamol+Codein, 2009

Studie (1): Ibuprofen und Paracetamol-Codein führten bei Kindern (Alter zwischen 5 und 17 Jahre) mit verletzungsbedingten Extremitäten-Schmerzen in der Notaufnahme zu einer ähnlichen Schmerzlinderung. Die Ergebnisse zeigen, dass Ibuprofen durchaus zur Schmerztherapie bei akuten Trauma-Schmerzen an den Extermitäten (Arme/Beine) bei Kindern eingesetzt werden kann.

Die Resultate zeigen des Weiteren, dass Codein ein schwaches Analgetikum ist; wenn also Ibuprofen oder Paracetamol nicht wirken, sollten die Ärzte durchaus zum Beispiel an Tramadol (schwaches Opiat/ Stufe-2 der WHO-Therapieschema) denken.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Anmerkung: Gleichwertigkeitsstudien wie die hier vorliegende haben wohl das grundliegende Problem, dass sie eher dazu tendieren, keinen Unterschied zwischen den beiden untersuchten Verfahren zu ergeben. Daher wird gesagt, dass Gleichwertigkeitsstudien nur dann valide Ergebnisse liefern, wenn die Gruppengröße entsprechend groß gewählt wird. Bei dieser Studie ist die Fallzahl mit insgesamt 66 Teilnehmern eher klein, und damit die Ergebnisse der Studie mit Vorsicht zu genießen.

Ibuprofen hat eine schmerzlindernde Wirkung, die in der Behandlung von akutem Schmerz bei Kindern mit Verletzungen der Extremitäten im Vergleich zu einer Behandlung mit Paracetamol-Codein gleichwertig ist.  

ZIELE: Diese Studie verglich die analgetische Wirksamkeit des Kombinationspräparats Paracetamol-Codein mit der von Ibuprofen bei Kindern mit akuten, verletzungsbedingten Schmerzen der Extremitäten. Zuvor wurde die Hypothese formuliert, dass im Rahmen einer Behandlung in der Notaufnahme diese beiden Medikamente in gleichem Umfang Schmerzen reduzieren.

METHODEN: Es handelt sich um eine randomisierte, doppelt-blinde Gleichwertigkeits-Studie. Pädiatrische Patienten in der Notaufnahme im Alter von 5 bis 17 Jahren mit akuten, verletzungsbedingten Schmerzen der Extremitäten erhielten entweder Paracetamol-Codein (1 mg/kg Körpergewicht bezogen auf Codein, maximal 60 mg) oder Ibuprofen (10 mg/kg Körpergewicht, maximal 400 mg). Die Patienten gaben die Intensität ihrer Schmerzen über eine Farb-Analog-Skala sowohl als Ausgangswert, als auch jeweils 20, 40 und 60 Minuten nach der Medikamenteneinnahme an. Der primäre Endpunkt maß den Unterschied in der jeweiligen Veränderung der Schmerzen nach 40 Minuten, verglichen mit einer im Vorfeld als minimal klinisch signifikant definierten Veränderung auf der Schmerz-Skala von 2 cm. Die Differenz war definiert als "Veränderung auf der Farb-Analog-Skala nach Ibuprofen im Vergleich zum Ausgangswert" minus "Veränderung auf der Farb-Analog-Skala nach Paracetamol-Codein im Vergleich zum Ausgangswert". Negative Werte deuten also auf einen Vorteil der Ibuprofen-Gruppe hin. Zusätzliche Endpunkte beinhalteten den notwendigen Einsatz von starken Schmerzmitteln als "Rettungs-Medikation" sowie ungünstige andere Wirkungen der Medikamente.

ERGEBNISSE: Die 32 Empfänger von Paracetamol-Codein und die 34 Empfänger von Ibuprofen in dieser Versuchsgruppe hatten nicht zu unterscheidende Werte auf der Schmerz-Skala als Ausgangswerte. Die Unterschiede auf der Schmerz-Skala zwischen den Gruppen nach 20 Minuten (-0,6; 95% Konfidenz-Intervall von -1,5 bis 0,3), 40 Minuten (-0,4, 95% Konfidenz-Intervall von -1,4 bis 0,6) und 60 Minuten (0,2; 95% Konfidenz-Intervall von -0,8 bis 1,2) waren jeweils geringer als 2 cm. Unerwünschte Nebenwirkungen waren minimal: Beobachtet wurde Erbrechen (Ein Patient nach Paracetamol-Codein), Übelkeit (Ein Patient nach Ibuprofen) sowie Juckreiz (Ein Patient nach Paracetamol-Codein). In jeder Gruppe befanden sich drei Patienten, die im Verlauf starke Schmerzmittel als "Rettungs-Medikation" erhielten; alle diese Patienten wiesen radiologisch gesicherte Frakturen oder Dislokationen auf.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: In dieser Studie fand sich eine ähnliche schmerzlindernde Wirksamkeit des Kombinationspräparats Paracetamol-Codein und Ibuprofen bei Patienten in der Notaufnahme im Alter von 5 bis 17 Jahren mit akuten, verletzungsbedingten Schmerzen der Extremitäten. Beide Medikamente hatten eine messbare analgetische Wirkung. Die Medikamente wurden von den Patienten gut vertragen, mit minimalen unerwünschten Nebenwirkungen und nur wenigen Fällen von Therapieversagen.

  1. Friday JH et al. Ibuprofen provides analgesia equivalent to acetaminophen–codeine in the treatment of acute pain in children with extremity injuries: A randomized clinical trial. Acad Emerg Med 2009 Aug; 16:711.
Schlüsselwörter: Akute Schmerzen, verletzungen, opiat, mst, oxycodon, notfall, Schmerztherapie bei Kinder: Ibuprofen vs Paracetamol-Codein, verletzung, notaufnahme,infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013