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Therapie von lokalisiertem Prostatakrebs in der Ära des PSA-Screenings, 2009

Studie (1): PSA-Screenings hat auch dazu geführt, dass klinisch stumme, lokalisierte Prostatakrebs früh diagnostiziert und oft aggressiv (Prostatektomie, Radiatio) therapiert werden. Dies hat dazu geführt, dass es derzeit unter den Fachkreisen über Schaden und Nutzen von PSA-Screening kontrovers diskutiert wird.

Eine aktuelle Studie ging der Frage nach, ob konservative Behandlung eine vernünftige Option sein kann, und analysierte dafür die Daten von 14516 älteren Patienten (Alter > 65 Jahre, mittleres Alter 78 Jahre) mit lokalisiertem Prostatakrebs (im Stadium T1 oder T2) aus den USA. Die Daten wurden über die Medicare- und Krebsregister-Datenbanken aus der Zeit zu Beginn der PSA-Screening-Ära (1992-2002) gewonnen.

Die Daten-Analyse zeigte, dass Aktives Warten bei älteren Patienten mit lokalisiertem Prostata-Krebs eine angemessene Option ist.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Verlauf von lokalisiertem Prostata-Krebs nach konservativer Behandlung.

ZUSAMMENHANG: Die meisten neu diagnostizierten Fälle von Prostata-Krebs sind klinische Lokalbefunde – als Therapie-Optionen stehen eine Operation, Bestrahlung oder konservative Behandlung zur Verfügung. Obwohl eine rein konservative Behandlung eine vernünftige Option sein kann, gibt es wenige aktuelle Daten aus der Ära des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) zum Verlauf nach einer solchen Behandlung.

ZIEL: Es sollten in der aktuellen Ära der PSA-Bestimmung die Verläufe von klinisch lokalisiertem Prostata-Krebs untersucht werden, die zuvor nicht einer kurativen Therapie unterzogen wurden.

GESTALTUNG, UMFELD UND TEILNEHMER: Es handelt sich um eine Populations-basierte Kohortenstudie von Männern, die zum Zeitpunkt der Diagnose (1992-2002) eines Prostata-Krebs mindestens 65 Jahre alt waren, sich im Stadium T1 oder T2 befanden und innerhalb von 6 Monaten nach der Diagnose weder eine Bestrahlung noch eine operative Therapie erhalten hatten.

Die Teilnehmer lebten in Regionen, die durch das SEER-Programm (engl. Überwachung – Epidemiologie – End-Ergebnisse) abgedeckt wurden. Sie wurden im Mittel über einen Zeitraum von 8,3 Jahren nachbeobachtet (bis zum 31. Dezember 2007). Auch andere Mortalitäts-Risiken wurden bei der Analyse der Verläufe berücksichtigt.

HAUPT-ERGEBNIS-MESSPUNKTE: Überleben über zehn Jahre, Prostata-Krebs spezifisches Überleben sowie große, durch die Neoplasie bedingte Interventionen.

ERGEBNISSE: Bei den Teilnehmern der Studie, die im Mittel zum Zeitpunkt der Diagnose 78 Jahre alt waren, betrug die für Prostata-Krebs spezifische 10-Jahres-Mortalität 8,3% (95% Konfidenz-Intervall [KI] von 4,2% bis 12,8%) bei Männern mit gut differenzierten Tumoren; 9,1% (95% KI von 8,3% bis 10,1%) bei Männern mit mäßig differenzierten Tumoren, und 26,5% (95% KI von 23,7% bis 28,3%) bei Männern mit schlecht differenzierten Tumoren. Die entsprechenden 10-Jahres-Risiken für einen Tod durch andere Ursachen betrugen entsprechend 59.8% (95% KI von 53.2% bis 67.8%), 57.2% (95% KI von 52.6% bis 63.9%) beziehungsweise 56.5% (95% KI, von 53.6% bis 58.8%). Die Prostata-Krebs spezifische 10-Jahres-Mortalität für Männer im Alter zwischen 66 und 74 Jahren, bei denen ein mäßig differenzierter Prostata-Krebs diagnostiziert wurde, war hier zwischen 60% und 74% niedriger als in früheren Studien, sie betrug in der aktuellen PSA-Ära (1992-2002) 6% (95% KI von 4% bis 8%) und war damit deutlich niedriger als die Ergebnisse von Studien aus früheren (1949-1992) Zeiträumen (zwischen 15% und 23%). Ein besseres Überleben wurde auch bei schlecht differenziertem Befund beobachtet. Chemotherapie (1,6%) und große Eingriffe bei Kompression des Rückenmarks (0,9%) wurden selten durchgeführt.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Ergebnisse nach konservativer Behandlung von klinisch lokalisiertem Prostata-Krebs mit Diagnose zwischen 1992 und 2002 sind besser als die Verläufe bei Patienten, bei denen die Diagnose in den 1970er und 1980er Jahren gestellt wurde. Dies kann teilweise bedingt sein durch eine größere Vorlauf-Zeit aufgrund einer früheren Diagnosestellung, eine zu häufige Diagnose-Stellung aufgrund der Messungen des Prostata-spezifischen Antigens (PSA), Veränderungen des Differenzierungs-Grades oder durch Fortschritte in der medizinischen Behandlung.

  1. Lu-Yao GL et al. Outcomes of localized prostate cancer following conservative management. JAMA 2009 Sep 16; 302:1202.
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Stand: 25. Mai 2013