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Immobilität und Thromboembolie: Sind lange Reisen wirklich gefährlich? 2009

Eine aktuelle Studie (1) zeigte, dass eine Reiseimmobilität (länger als 8 Stunden) alleine das venöse Thromboembolie-Risiko nicht erhöht. Bei der Studie wurde die Art der Reise (Flugzeug, Zug oder Auto) nicht spezifisiert.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Thromboembolierisiko bei ambulanten Patienten abhängig von der  Ursache der Immobilität  

Immobilität prädisponiert zu venösen Thromboembolien, dieses Risiko kann jedoch abhängig von der zugrundeliegenden Ursache der Immobilität variieren. In einer prospektiven longitudinalen US-Studie, die in den „Annals of Emergency Medicine“ erschien, wurden  die klinischen Merkmale von Notfallpatienten aus 12 Klinken, die sich mit Verdacht auf Thromboembolie vorstellten, unter Benutzung eindeutiger schriftlicher Kriterien dokumentiert. In dem verwendeten internetbasierten Datenformular wurde eine von 6 Immobilitätsarten festgelegt: Keine Immobilität, länger als 48 Stunden andauernde allgemeine oder Ganzkörperimmobilität, Extremitätenimmobilität (orthopädische Immobilität), länger als  acht Stunden andauernde Reise als Ursache für Immobilität in den vorhergegangenen 7 Tagen, neurologisch bedingte Paralyse und sonstige, oben nicht genannte Immobilität. Für den Thromboembolie-Parameter, der ein positives Ergebnis bei den bildgebenden Verfahren und einen klinischen Therapieplan erforderte, wurden die Patienten  45 Tage lang nachbeobachtet. Die Odds Ratios (OR)* wurden aus der logistischen Regressionanalyse mit 12 Kovariablen abgeleitet.   

 

Ergebnisse:

Bei 545 (6,9%) von 7940 eingeschriebenen Patienten wurde eine venöse Thromboembolie festgestellt (354 Lungenembolien, 72 tiefe Beinvenenthrombosen, 119 Lungenembolien mit tiefer Beinvenethrombose). Das Risiko für eine venöse Thromboembolie variierte abhängig von der Immobilitätsart: Extremitätenimmobilität OR= 2,24, allgemeine Immobilität OR=1,76, sonstige Immobilität OR=1,97, neurologische Immobilität OR=2,23 und Reiseimmobilität OR=1,19. Andere signifikante Risikofaktoren, die sich aus der multivariaten Analyse ergaben, waren: Alter über 50 Jahre (OR=1,5), einseitige Beinschwellung (OR=2,68), vorausgegangene venöse Thromboembolie (OR=2,99), aktiver maligner Tumor (OR=2,23) und kürzlich stattgefundener chirurgischer Eingriff (OR=2,12).

 

Fazit:

Bei einer großen Kohorte symptomatischer Notfallpatienten war das Risiko für eine venöse Thromboembolie durch eine Extremitäten-, Ganzkörper- oder neurologische Immobilität deutlich erhöht, nicht jedoch durch eine länger als acht Stunden dauernde Reise. Diese Daten zeigen, daß die Abklärung der Immobilitätsursache für die Risikoeinschätzung einer venösen Thromboembolie wichtig ist.    

  1. Beam DM et al. Risk of thromboembolism varies, depending on category of immobility in outpatients. Ann Emerg Med 2009 Aug; 54:147.
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Stand: 25. Mai 2013