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Sind Rezeptfreie Analgetika (Schmerzmedikamente) bei Leberzirrhose-Patienten sicher? 2009

Studie (1): Gelegentliche Paracetamol-Einnahme in niedrigen Dosen scheint bei Leberzirrhose-Patienten sicher zu sein, das gilt jedoch nicht unbedint für Nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAID)

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Rezeptfreie Analgetika: Keine Assoziation mit akuter Dekompensation bei Leberzirrhose-Patienten

Rezeptfreie Analgetika standen im Verdacht zur Dekompensation einer kompensierten Leberzirrhose oder zur weiteren Dekompensation einer bereits dekompensierten Leberzirrhose zu führen. Eine prospektive Fall-Kontrollstudie aus den USA, die im „Clinical Gastroenterology and Hepatology Journal“ erschien, untersuchte die Auswirkungen von  Analgetika auf eine akute hepatische Dekompensation. 

 

Daten von 91 Patienten mit Leberzirrhose aus zwei Tertiärklinken für die Versorgung dekompensierter Leberzirrhose-Patienten wurden mit denen von 1153 Patienten mit kompensierter Leberzirrhose und mit 89 zufällig ausgewählten nichtzirrhotischen Patienten verglichen. Um Informationen über die kürzliche Anwendung von Paracetamol, nicht-steroidalen Entzündungshemmern und Alkohol zu erhalten wurden alle Patienten ein strukturierter Fragebogen vorgelegt.

 

Ergebnisse:

Nur 32 (35%) der Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose wendeten rezeptfreie Analgetika an (19% Paracetamol, 16% nichtsteroidale Entzündungshemmer) verglichen mit 80 der zirrhotischen Kontrollpatienten (52%, 25% Paracetamol, 31% nichtsteroidale Entzündungshemmer) und 62 (70%) der nicht zirrhotischen Kontrollpatienten. Die einzelnen Gruppen unterschieden sich nicht bei der Anwendung von Paracetamol, was auch für diejenigen mit kürzlich erfolgtem Alkoholkonsum galt. Die Arzneidosen und Tage, an denen nicht-steroidale Entzündungshemmer angewendet wurden, lagen bei den Zirrhose-Patienten höher als bei den Kontrollpatienten. Bei den Patienten mit alkoholischer Leberzirrhose lag der Alkoholkonsum signifikant höher als bei den Kontrollpatienten.

 

Fazit:

Bei Leberzirrhose-Patienten führt der Einsatz von Paracetamol in Dosen, die niedriger liegen als die empfohlene Dosis nicht zu einer akuten hepatischen Dekompensation, was sogar auf die  Patienten mit kürzlich erfolgtem Alkoholkonsum zutrifft. Nichtsteroidale Entzündungshemmer könnten mit schädlichen Auswirkungen auf eine Leberzirrhose assoziiert sein. Bei Patienten mit alkoholischer Leberzirrhose ist Alkoholkonsum assoziiert mit einer Dekompensation.    

*Paracetamol wird im englischsprachigen Nordamerika als Acetaminophen bezeichnet.

  1. Khalid SK et al. Use of over-the-counter analgesics is not associated with acute decompensation in patients with cirrhosis. Clin Gastroenterol Hepatol 2009 Sep; 7:994.
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Stand: 25. Mai 2013