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Kortison-Einnahme
und das Risiko für Vorhofflimmern, 2009
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Studie:
Eine grosse Fall-Kontroll-Studie ergab, dass der
Gebrauch von Glukokortikoiden (Kortison) mit einem
Risiko für Vorhofflimmern assoziiert ist. Das
Risiko war kurz nach Glukokortikoid-Therapiebeginn
am höchsten.
De
Gründe sind noch unklar. Verschiedene Faktoren könnten
dazu beitragen: z.B. erhöhte Blutdruckwerte und
Kaliumspiegel-Fluktuationen unter
Glukokortikoid-Therapie, oder auch die zugrunde
liegende Krankheit.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Der
Gebrauch von Glukokortikoiden (Kortison) und das Risiko Vorhofflimmern
oder –flattern zu entwickeln: Eine Bevölkerungs-basierte
Fall-Konroll-Studie
Glukokortikoidtherapie
ist assoziiert mit einem erhöhten Risiko, einen Myokardinfarkt,
Schlaganfall oder Herzinsuffizienz zu erleiden, aber es gibt nur
wenige Daten zu Vorhofflimmern oder –flattern in diesem
Zusammenhang. Es wurde untersucht, ob der Gebrauch von Kortison mit
einem Risiko für Vorhofflimmern oder –flattern assoziiert ist. Für
diese Bevölkerungsbasierte Fall-Kontroll-Studie wurden alle Patienten
isoliert, bei welchen in Norddänemark zwischen 1. Januar 1999 bis 31.
Dezember 2005 im Krankenhaus erstmalig die Diagnose Vorhofflimmern
oder –flattern gestellt wurde (Gesamtbevölkerung 1.7 Millionen). Für
jeden Fall wurden 10 alters- und geschlechtskorrelierte Personen aus
der Normalbevölkerung ausgewählt. Für diese Patienten wurden Daten
zu in den letzten 60 Tagen verschriebenen Glukokortikoiden (gegenwärtig
unter Therapie) sowie vor diesem Stichtag verschriebene Präparate
(ehemaliger Gebrauch erhoben); ebenso zu Komorbiditäten und
Medikamenten. Es wurde eine konditional logistische Regression zur
Berechnung der Odds Ratio (ORs) genutzt, um potentielle Confounder zu
identifizieren.
Ergebnisse:
Von 20221 Patienten mit Vorhofflimmern oder –flattern, nahmen 1288
(6.4%) Glukokortikoide ein und bei 2375 (11.7%) lag die Einnahme etwas
zurück. Von den 202130 Kontrollen wurden gegenwärtig 5245
(2.6%), und zurückliegend 2375 (11.7%) mit Kortikoiden behandelt. Die
aktuelle Therapie mit Kortison war assoziiert mit einem erhöhten
Risiko für Vorhofflimmern oder –flattern, verglichen mit den
Kontrollen ohne Einnahme von Kortikosteroiden (adjustiertes OR, 1.92;
95% Konfidenzintervall [CI], 1.79-2.06). Unter den Patienten mit neu
begonnener Therapie war das adjustierte OR 3.62 (95% CI, 3.11-4.22)
und unter Langzeittherapie 1.66 (95% CI, 1.53-1.80). Das erhöhte
Risiko blieb bestehen sowohl bei Patienten mit als auch ohne Lungen-
oder kardiovaskulärer Erkrankung. Eine Einnahme von Glukokortikoiden
war nicht mit einem erhöhten Risiko (adjustiertes OR, 1.00; 95% CI,
0.96-1.06).
Fazit:
Eine aktuelle Therapie mit Glukokortikoiden war mit einem fast doppelt
so hohen Risiko für Vorhofflimmern oder –flattern assoziiert.
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- Christiansen
CF et al. Glucocorticoid use and risk of atrial fibrillation or
flutter: A population-based, case-control study. Arch Intern Med
2009 Oct 12; 169:1677.
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