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Das inhalative Anticholinergikum Tiotropium (Spiriva) bei COPD: Auswirkung auf den Krankheitsverlauf, 2009

Hintergrundinformation: Tiotropiumbromid (Spiriva®) ist ein 24 Stunden wirkendes Anticholinergikum, welches seit Mitte Juni in Deutschland als inhalative Bronchodilationstherapie bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zugelassen ist.

Die frühere UPLIFT-Studie (2) hatte gezeigt, dass eine Tiotropium-Therapie bei mittlerer bis schwerer chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) wirksam ist, ohne jedoch das Fortschreiten der Krankheit (gemessen an FEV1-Werten) wesentlich zu beeinflussen.

In einer aktuelle Studie (1) berichten die Autoren die Wirkung von Tiotropium (Spiriva®) innerhalb einer Subgruppe der UPLIFT-Studie bei Patienten mit moderater COPD. Die Ergebnisse zeigten, dass Tiotropiumbromid (Spiriva®) auch hier die Symptome bei mittelschwerer COPD erleichtert, und somit bei leichter wie auch schwerer COPD eingesetzt werden kann. Die Therapie hatte jedoch nur einen mäßigen Einfluss auf die Krankheitsprogression.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Auswirkung einer Tiotropiumbromid-Behandlung auf die Krankheitsverläufe bei Patienten mit moderater chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (UPLIFT-Studie): Eine vordefinierte Subgruppen-Analyse aus einer randomisierten, kontrollierten Studie.  

HINTERGRUND: Die Vorteile medikamentöser Therapie bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (engl. COPD) sind gut erwiesen. Allerdings gibt es bislang wenig Daten für die Behandlung in früheren Krankheits-Stadien. Die Auswirkungen einer Behandlung mit Tiotropium auf den Krankheitsverlauf wurden in dieser Studie bei einer großen Untergruppe von Patienten mit moderater COPD untersucht.

METHODEN: Die Studie zur Untersuchung möglicher Langzeit-Effekte von Tiotropium auf die Lungenfunktion (engl. UPLIFT) war eine randomisierte, doppelt-blinde, placebo-kontrollierte Studie, die in 487 Studienzentren in 37 Ländern durchgeführt wurde. 5.993 COPD-Patienten im Alter von mindestens 40 Jahren wurden zufällig entweder einer Inhalator-Behandlung mit Tiotropium, einmal täglich (18 µg; n=2.987) über vier Jahre hinweg, oder einer entsprechenden Placebo-Therapie (n=3.006) zugeteilt. Die Randomisierung wurde durch vom Computer generierte Viererblöcke durchgeführt, die Stratifizierung erfolgte durch das jeweilige Studienzentrum. In einer vordefinierten Untergruppen-Analyse wurden die Auswirkungen von Tiotropium bei Patienten mit einer COPD im Stadium II nach der Klassifikation der globalen Initiative für chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (GOLD) untersucht. Primäre Endpunkte waren die Geschwindigkeiten der Verminderung der jährlich gemessenen, forcierten exspiratorischen Ein-Sekunden-Volumina (FEV[1]) vor und nach Anwendung eines inhalativen Bronchodilatators, beginnend am Tag 30 nach Studienbeginn bis zur Beendigung der Doppel-Blind-Behandlung. Die Analyse beinhaltete alle Patienten, bei denen mindestens drei Messungen der Lungenfunktion vorlagen. Diese Studie wurde bei ClinicalTrials.gov unter der Nummer NCT00144339 registriert.

ERGEBNISSE: 2.739 Teilnehmer (durchschnittliches Alter: 64 Jahre; Standardabweichung: 9 Jahre) befanden sich zum Zeitpunkt der Randomisierung (Tiotropium n=1.384; Kontroll-Gruppe n=1.355) im Stadium II nach GOLD. Die Teilnehmer wiesen zum Zeitpunkt der Randomisierung nach der Anwendung eines Bronchodilatators ein durchschnittliches FEV(1) von 1,63 L (Standardabweichung 0,37) auf. Insgesamt lagen bei 1.218 Patienten der Tiotropium-Gruppe und bei 1.157 Patienten der Kontroll-Gruppe drei oder mehr Messungen der Lungenfunktion nach Anwendung eines Bronchodilatators nach dem 30. Tag der Studienteilnahme vor – nur diese Patienten wurden in dieser Analyse berücksichtigt. Die Geschwindigkeit der Verminderung des durchschnittlichen FEV(1) nach Anwendung eines Bronchodilatators war in der Tiotropium-Gruppe geringer als in der Kontroll-Gruppe (43 ml/Jahr [Standardfehler: 2] gegenüber 49 ml/Jahr [Standardfehler: 2]; p=0,024). Für die Lungenfunktion vor Anwendung eines Bronchodilatators lagen bei 1.221 Patienten der Tiotropium-Gruppe und bei 1.158 Patienten der Kontroll-Gruppe drei oder mehr entsprechende Messungen der Lungenfunktion vor – nur diese Patienten wurden in dieser Analyse berücksichtigt. Die Geschwindigkeit der Verminderung des durchschnittlichen FEV(1) vor Anwendung eines Bronchodilatators unterschied sich zwischen den Gruppen nicht (35 ml/Jahr [Standardfehler: 2] gegenüber 37 ml/Jahr [Standardfehler: 2]; p=0,38). Der Gesundheitszustand, der über den Atmungs-Fragebogen nach St. George erfasst wurde, war zu jedem Zeitpunkt in der Tiotropium-Gruppe besser als in der Kontroll-Gruppe (p0,006 für alle Zeitpunkten). Die Zeit bis zur ersten Exazerbation und die Zeit bis zu einer Exazerbation mit Krankenhaus-Aufnahme war jeweils in der Tiotropium-Gruppe länger als in der Kontroll-Gruppe (spezifisches relatives Risiko: 0,82; 95% Konfidenz-Intervall von 0,75 bis 0,90 bzw. 0,74; 95% Konfidenz-Intervall von 0,62 bis 0,88).

DEUTUNG: Tiotropium schien die Geschwindigkeit der Verminderung des forcierten exspiratorischen Ein-Sekunden-Volumens (FEV[1]) nach Anwendung eines Bronchodilatators bei Patienten mit COPD im Stadium II nach GOLD zu verringern. Dieses Ergebnis und weitere Verbesserungen der Krankheitsverläufe deuten darauf hin, dass eine Behandlung der COPD bereits in einem frühen Krankheits-Stadium begonnen werden sollte.

FINANZIERUNG: Boehringer Ingelheim und Pfizer Pharmaceuticals.

  1. Decramer M et al. Effect of tiotropium on outcomes in patients with moderate
    chronic obstructive pulmonary disease (UPLIFT): A prespecified subgroup
    analysis of a randomised controlled trial. Lancet 2009 Oct 3; 374:1171
  2. UPLIFT-Studie: Tashkin DP et al. A 4-year trial of tiotropium in chronic obstructive pulmonary disease. N Engl J Med 2008 Oct 9; 359:1543.
Schlüsselwörter:Tiotropiumbromid, Spiriva, Therapie, COPD, Patienten, Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Tiotropium, verlauf, mortalität, sterblichkeit, Ipratropiumbromid, Atrovent, Vitalkapazität und Lungenfunktion. Chronische Bronchitis, Lungenemphysem, Asthma Bronchiale, Anticholinergikum, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013