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Sodbrennen: Endoskopie zur Dyspepsie-Diagnostik, 2009

In einer großen internationalen Studie hatten Patienten mit Dyspepsie (Sodbrennen) jedoch ohne Alarmsymptome, die sich beim Hausarzt vorgestellt hatten, eher eine geringe Wahrscheinlichkeit für schwere Läsionen bei der Gastroskopie. Die Kosten-Nutzen-Ratio ist möglicherweise bei Patienten über 50 am besten, wenn auch die bösartigen Krankheiten selbst hier nicht so häufig diagnostiziert werden. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Detektion maligner Läsionen mittels Endoskopie bei Dyspepsie-Patienten ohne Alarmsymptome: Kostenanalyse anhand 2741 Patienten in der Primärversorgung.

HINTERGRUND: In den gegenwärtigen Richtlinien werden empirische, nicht-invasive Ansätze zur Behandlung dyspeptischer Beschwerden bei Patienten ohne Alarmsymptome empfohlen. Allerdings besteht nach wie vor die Sorge, dabei Läsionen zu übersehen. Die Kosteneinsparung bei nicht-invasiven Ansätzen und die Verzögerung der Behandlung sind  gegeneinander abzuwägen.

ZIELE: In der vorliegenden Studie sollte die Prävalenz maligner Erkrankungen sowie anderer schwerwiegender Veränderungen bei Dyspepsie-Patienten untersucht und die zur Detektion nötigen Endoskopiekosten bestimmt werden.

METHODEN: In die Studie wurden 2741 Patienten der Primärversorgung eingeschlossen. Die Patienten waren im Alter von 18-70 Jahren und entsprachen den Rom-II-Kriterien für Dyspepsie. Patienten mit Alarmsymptomen (Dysphagie, Blutungen, Gewichtsverlust etc.) wurden ausgeschlossen. Alle Patienten wurden endoskopiert, wobei eine Gruppe mit Endoskopie zum frühen Zeitpunkt und eine Gruppe mit altersabhängiger Endoskopie bezüglich Kosten und Diagnose verglichen wurden. Die Kosten wurden für ein Umfeld mit niedrigen, mittleren und hohen Basiskosten berechnet.

ERGEBNISSE: Bei 635 Patienten (23%) wurden im Rahmen der Endoskopie pathologische Befunde festgestellt. Am häufigsten fanden sich Reflux-Ösophagitis mit Erosionen (15 %), sowie gastrales (2,7 %) und duodenales Ulkus (2,3 %). Die Prävalenz maligner Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltraktes lag bei 0,22 %. Wären alle Dyspepsie-Patienten ≥ 50 Jahre endoskopiert worden, wäre ein Ösophaguskarzinom und kein Magenkarzinom übersehen worden. Bei einer Altersgrenze von 50 Jahren und Kosten von 500 $ pro Endoskopie, würden  82900 $ (95 % KI, 35714 $ - 250000 $) zur Detektion aller Krebsfälle benötigt.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei Dyspepsie-Patienten ohne Alarmsymptome in der Primärversorgung besteht selten ernsthafte Veranlassung für eine Endoskopie. Die mit der Diagnose okkulter maligner Erkrankungen verbunden Kosten sind immens. Eine frühzeitige Endoskopie ab einem Alter von 50 Jahren brächte die höchste Sicherheit, okkulte maligne Erkrankungen nicht zu übersehen. 

  1. Vakil N et al. Cost of detecting malignant lesions by endoscopy in 2741 primary care dyspeptic patients without alarm symptoms. Clin Gastroenterol Hepatol 2009 Jul; 7:756.
Schlüsselwörter:Gastroskopie, magenkrebs, Sodbrennen, Endoskopie, Dyspepsie-Diagnostik, krebs, biopsie, ösophaguskrebs, alter, erwachsene, ösophagitis,infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013