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PPIs und
Antithrombotika: Ist die Wechselwirkung klinisch relevant? 2009
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Es
wurde 2009 berichtet, dass die Verordnung von
Protonenpumpeninhibitoren (PPI) die Wirksamkeit der
dualen Plättchenhemmung mit Clopidogrel (Plavix®) plus ASS
gefährdet (2).
Eine
aktuelle Studie ging dieser Frage nach, und kam zu
dem folgenden Ergebnis: Die PPIs hatten zwar die
Wirkung der Antithrombotika abgeschwächt, die kardiovaskuläre Outcome (Prognose) der Patienten
war jedoch mit oder ohne PPIs ähnlich. Die Autoren
schlussfolgern, wenn klinisch indiziert, können die
Protonenpumpenhemmer (PPI) mit Antithrombotika (wie
Clopidogrel oder Prasugrel)
bei den meisten Patienten sicher eingesetzt
werden.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Pharmakodynamik
und klinische Wirksamkeit von Clopidogrel und Prasugrel in
Kombination mit Protonenpumpeninhibitoren: Analyse zwei
randomisierter Studien.
TIMI
Study Group
HINTERGRUND:
Protonenpumpeninhibitoren (PPI) werden oft in Kombination mit
Thienopyridinen verordnet, wobei unklar ist, ob PPI die Wirkung von
Clopidogrel herabsetzen. In der vorliegenden Analyse wurde bei
Clopidogrel- und Prasugrel-behandelten Patienten der Zusammenhang von
PPI-Gabe, Thrombozytenfunktion und klinischem Outcome untersucht.
METHODEN:
In der PRINCIPLE-TIMI 44-Studie wurde als primärer Outcome die
Hemmung der Thrombozytenaggregation nach 6 h mittels
Licht-Transmissions-Aggregometrie bestimmt. In der TRITON-TIMI
38-Studie wurde als primärer Endpunkt eine Kombination aus
kardiovaskulärem Tod, Myokardinfarkt und Schlaganfall
ermittelt. In beiden Studien wurden PPI nach Ermessen des Arztes
verabreicht. In der vorliegenden Analyse wurde der Zusammenhang von
PPI und klinischem Outcome anhand eines multivariaten
COX-Regressionsmodells unter Berücksichtigung der
Teilnahmewahrscheinlichkeit berechnet.
ERGEBNISSE:
In der PRINCIPLE-TIMI 44-Studie erhielten 201 Patienten mit elektiver
perkutaner Koronarintervention randomisiert Prasugrel (n = 102) oder
Hochdosis-Clopidogrel (n = 99). Sechs Stunden nach Clopidogrel-Gabe
(Aufsättigungsdosis 600 mg) war die durchschnittliche Hemmung der
Thrombozytenaggregation bei PPI-Gabe signifikant niedriger als bei
Patienten ohne PPI (23,2+/-19,5% versus 35,2+/-20,9 %; p = 0,02). Bei
Prasugrel-Gabe (Aufsättigungsdosis 60 mg) waren die Unterschiede mit
und ohne PPI weniger deutlich (69,6+/-13,5 % versus 76,7+/-12,4
%; p = 0,054). In der TRITON-TIMI 38-Studie erhielten 13608 Patienten
mit akutem Koronarsyndrom randomisiert Prasugrel (n = 6813) oder
Clopidogrel (n = 6795). Dabei wurde 33% der Patienten (n = 4529)
randomisiert PPI verabreicht. Die Auswertung ergab keinen Zusammenhang
von PPI-Gabe und primärem Endpunkt sowohl bei Clopidogrel-behandelten
Patienten (adaptiertes Hazard Ratio [HR] 0,94; 95 % KI 0,80-1,11) als
auch bei Prasugrel-Behandlung (1,00; 0,84-1,20).
SCHLUSSFOLGERUNG:
Die vorliegende Analyse liefert keine Anhaltspunkte dafür, dass eine
klinisch indizierte Gabe von Protonenpumpeninhibitoren bei
gleichzeitiger Behandlung mit Clopidogrel oder Prasugrel zu vermeiden
ist. FINANZIERUNG: Die Studien wurden von Daiichi Sankyo Company
Limited sowie Eli Lilly and Company gefördert; die Analyse erfolgte
ohne Förderung.
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- O'Donoghue
ML et al. Pharmacodynamic effect and clinical efficacy of
clopidogrel and prasugrel with or without a proton-pump inhibitor:
An analysis of two randomised trials. Lancet 2009 Sep 19; 374:989.
- Magenschutz
bei dualer Antithrombose: PPI kann Wirkung von Clopidogrel schwächen,
05.03.09
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Schlüsselwörter: PPI,
Protonenpumpeninhibitoren, Efient, Akutes Koronarsyndrom, ACS, KHK,
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