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Reanimation:
Adrenalin nach Herzstillstand mit schlechterem späteren Outcome, 2009 -
2012
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Neue Studie (2) aus
Japan 2012 |
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Adrenalin intravenös gehört bei
Patienten mit Kreislaufstillstand während einer Reanimation zu den
leitliniengerechten Therapie-Maßnahmen. Gabe von Adrenalin gehört in
der Praxis inzwischen zur Routine, ist den Notärzten/Notfallteams
sozusagen in Fleisch und Blut übergegangen. Wir hatten 2009 eine
Studie (1) in JAMA vorgestellt, die gezeigt
hatte, dass IV-Adrenalin zwar bei Reanimation unter ambulanten
Bedingungen die Zirkulation über eine Steigerung des Blutdruckes und
Herzfunktion steigert, jedoch das Überleben in der Klinik und ein
Jahr danach nicht verbessert. |
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Inzwischen ist eine
aktuelle Studie (2) aus Japan zum gleichen Thema, nämlich
Adrenalin bei Patienten mit Herzstillstand außer Krankenhaus (OHCA:
out-of-hospital cardiac arrest) erschienen. Die prospektive Studie
hatte das Outcome von 417188 Patienten untersucht. |
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Auch die neue Studie aus Japan kommt zu
der Schlussfolgerung, dass die Anwendung von Adrenalin bei Patienten
mit OHCA (Herzstillstand außer Krankenhaus) zwar häufiger zu einer
spontanen Zirkulation vor der Ankunft in die Klinik führt,
gleichzeitig aber die Überlebenschancen und günstigen funktionellen
Outcome (wie kognitive und neurologische Funktionen) innerhalb des
Monats nach dem Ereignis verschlechtert.
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Diese scheinbar paradoxe Wirkung von
Adrenalin könnte möglicherweise auf eine Beeinträchtigung der
Mikrozirkulation und auf die potentielle kardiale proarrhythmogene
Wirkung von Adrenalin erklärt werden.
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Diese Resultate werden möglicherweise
den momentan festen Stellenwert von Adrenalin während Reanimation in
Frage stellen. Randomisierte Studien könnten hier am ehesten
eine Klärung bringen, wenn auch Durchführung solcher Studien von
kontroversen Diskussionen begleitet werden dürfte. Bis dahin kann
man festhalten, dass die leitliniengerechte Wiederbelebung (neue
Regeln seit 2010>
CAB statt ABC)
und Defibrillieren von entscheidender Bedeutung sind. |
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Ärzteblatt-Artikel über die erste Studie (1) zum
Adrenalin-Einsatz bei Herzstillstand, 2009 |
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"Ein
intravenöser Zugang und die Gabe von Adrenalin, wie sie derzeit in
den Leitlinien gefordert wird, hat in einer randomisierten Studie zwar
den Anteil der Patienten erhöht, die nach Reanimation eines
Herzstillstands mit spontaner Zirkulation die Klinik erreichten. Doch
die Überlebenschancen in der Klinik und im ersten Jahr danach
verbesserten sich nicht signifikant..."Mehr
im DÄ...
(Quelle: rme/aerzteblatt.de)
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Theresa
M. Olasveengen et al: Intravenous Drug Administration During
Out-of-Hospital Cardiac Arrest. JAMA. 2009;302(20):2222-2229
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Neue Studie 2012:
Hagihara et al: Caring for the Critically Ill Patient. Prehospital
Epinephrine Use and Survival Among Patients With Out-of-Hospital
Cardiac ArrestAkihito Hagihara JAMA 2012;307(11):1161-1168. doi:
10.1001/jama.2012.294
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Schlüsselwörter: supranenin,
wiederbelebung, Reanimation, Adrenalin, Herzstillstand, schock, leitlinie,infektion,
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