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Aldosteronantagonisten bei Herzinsuffizienz, 2009

Aldosteronantagonisten werden bei Patienten mit systolischer linksventrikulärer Herzinsuffizienz, die trotz Therapie mit ACE-Hemmer oder Betablocker klinische Beschwerden haben, empfohlen. In Deutschland wurde Eplerenon (Inspra®) als erster selektiver Aldosteron-Blocker zur Behandlung der Herzinsuffienz nach kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt bereits zugelassen.

Es gibt Berichte, dass die Aldosteronantagonisten einerseits trotz klinischer Indikation wenig eingesetzt werden, andererseits bei Patienten mit hohem Risiko für Hyperkaliämie verwendet werden (2), was an sich eine Kontraindikation darstellt. Eine aktuelle Studie (1) ging die Frage der Verordnung von Aldosteronantagonisten nach.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Einsatz von Aldosteronantagonisten bei Herzinsuffizienz.

ZUSAMMENHANG: Aldosteronantagonisten werden bei Patienten mit mäßiger bis starker Herzinsuffizienz (heart failure = HF) und bei systolischer Funktionsstörung empfohlen. Vorherige Studien deuten sowohl auf  eine zu geringe als auch eine zu hohe Dosierung der Aldosteronantagonisten bei geeigneten Patienten hin, wobei in beiden Fällen die Therapie schädlich sein kann.

ZIELSETZUNG: Die Überprüfung der Verordnung von Aldosteronantagonisten - einerseits  basierend auf den Leitlinien zur Behandlung der Herzinsuffizienz, andererseits auf den durch den behandelnden Arzt bestimmten Kriterien - sowie deren Entwicklung im (zeitlichen) Verlauf der Studie bei Patienten, die sich wegen Herzinsuffizienz im Krankenhaus befanden.

METHODIK, BEDINGUNGEN UND PATIENTEN: Beobachtungsanalyse von 43.625 Patienten, die mit Herzinsuffizienz in eines der 241 Krankenhäuser - die an dem „Programm zur Verbesserung der Leitlinien zur Behandlung der Herzinsuffizienz“ zwischen Januar 2005

und Dezember 2007 teilnahmen - eingewiesen und daraus entlassen wurden.

HAUPTMESSPARAMETER: Verordnung von Aldosteronantagonisten, sowie deren  Anwendungsprognose gemäß den Kriterien der Leitlinie.

RESULTATE: Von den 12.565 Patienten, die für eine Therapie mit Aldosteronantagonisten  geeignet waren, erhielten 4087 (32.5%) Patienten bei der Entlassung einen Aldosteron-antagonisten  und im Verlauf der Studie erhöhte sich der Anteil mäßig von 28% auf 34% .

Es gab auch einen großen Unterschied im Einsatz von Aldosteronantagonisten zwischen

den verschiedenen Krankenhäusern (0% - 90,6%).

Bei den geeigneten Patienten bestand ein Zusammenhang zwischen dem Einsatz des Aldosteron-antagonisten  und einem jüngeren Alter (angepasstes Chancenverhältnis [adjusted odds ratio

= OR], 0.85; 95% Vertrauensintervall [CI], 0.82-0.88),  der afro-amerikanischen Rasse / eth-nischen Zugehörigkeit (angepasstes Chancenverhältnis [OR], 1.17; 95% CI, 1.04-1.32), einem geringeren systolischen Blutdruck (angepasstes Chancenverhältnis [OR], 0.94; 95% CI, 0.92-0.95), dem Nutzen eines implantierbaren Kardioverter-Defibrillator (ICD) in der Anamnese/

Krankengeschichte (angepasstes Chancenverhältnis [OR], 1.51; 95% CI, 1.34-1.69), dem Vorhanden-sein von Depressionen (angepasstes Chancenverhältnis [OR], 1.15; 95% CI, 1.01-1.30), dem Alkoholkonsum (angepasstes Chancenverhältnis [OR],  1.23; 95% CI, 1.02-1.50), einer Schrittmacherimplantation (angepasstes Chancenverhältnis [OR],  1.21; 95% CI, 1.06-1.38)

und dem Nichtvorhandensein einer Niereninsuffizienz in der Anamnese (angepasstes Chancenverhältnis [OR],  0.85; 95% CI, 0.75-0.96).

Die Anwendung der Kriterien Serumkreatinin- und -kalium, die für eine nicht angebrachte

bzw. möglicherweise nicht angebrachte Therapie mit Aldosteronantagonisten sprechen,

war niedrig und änderten sich nicht über den 3jährigen Studienzeitraum.

ZUSAMMENFASSUNGEN: Weniger als ein Drittel von den geeigneten Patienten, die sich wegen Herzinsuffizienz (HF) im Krankenhaus befanden und am „Programm zur Verbesserung der Leitlinien zur Behandlung der Herzinsuffizienz“ teilnahmen, erhielten - gemäß den Herzinsuffizienz Leitlinien - die empfohlene Therapie mit Aldosteronantagonisten.

  1. Albert NM et al. Use of aldosterone antagonists in heart failure. JAMA 2009 Oct 21; 302:1658.
  2. Juurlink DN et al. Rates of hyperkalemia after publication of the Randomized Aldactone Evaluation Study. N Engl J Med 2004 Aug 5; 351:543-51.
Schlüsselwörter: Aldosteronantagonisten, Eplerenon, Inspra, selektive Aldosteron-Blocker, Behandlung, Therapie, spirinolakton, Hypertonie, Bluthochdruck, Spironolacton, Aldosteronantagonist, leitlinien, beta-blocker, Diuretikum und Herzinsuffienz, aldosteron-antagonist, leitlinie, betablocker, spirinolacton,infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013