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Einsatz
von Aldosteronantagonisten bei Herzinsuffizienz.
ZUSAMMENHANG:
Aldosteronantagonisten werden bei Patienten mit mäßiger bis starker
Herzinsuffizienz (heart failure = HF) und bei systolischer Funktionsstörung
empfohlen. Vorherige Studien deuten sowohl auf eine zu geringe
als auch eine zu hohe Dosierung der Aldosteronantagonisten bei
geeigneten Patienten hin, wobei in beiden Fällen die Therapie schädlich
sein kann.
ZIELSETZUNG:
Die Überprüfung der Verordnung von Aldosteronantagonisten -
einerseits basierend auf den Leitlinien zur Behandlung der
Herzinsuffizienz, andererseits auf den durch den behandelnden Arzt
bestimmten Kriterien - sowie deren Entwicklung im (zeitlichen) Verlauf
der Studie bei Patienten, die sich wegen Herzinsuffizienz im
Krankenhaus befanden.
METHODIK,
BEDINGUNGEN UND PATIENTEN: Beobachtungsanalyse von 43.625 Patienten,
die mit Herzinsuffizienz in eines der 241 Krankenhäuser - die an dem
„Programm zur Verbesserung der Leitlinien zur Behandlung der
Herzinsuffizienz“ zwischen Januar 2005
und
Dezember 2007 teilnahmen - eingewiesen und daraus entlassen wurden.
HAUPTMESSPARAMETER:
Verordnung von Aldosteronantagonisten, sowie deren
Anwendungsprognose gemäß den Kriterien der Leitlinie.
RESULTATE:
Von den 12.565 Patienten, die für eine Therapie mit
Aldosteronantagonisten geeignet waren, erhielten 4087 (32.5%)
Patienten bei der Entlassung einen Aldosteron-antagonisten und
im Verlauf der Studie erhöhte sich der Anteil mäßig von 28% auf 34%
.
Es
gab auch einen großen Unterschied im Einsatz von
Aldosteronantagonisten zwischen
den
verschiedenen Krankenhäusern (0% - 90,6%).
Bei
den geeigneten Patienten bestand ein Zusammenhang zwischen dem Einsatz
des Aldosteron-antagonisten und einem jüngeren Alter
(angepasstes Chancenverhältnis [adjusted odds ratio
=
OR], 0.85; 95% Vertrauensintervall [CI], 0.82-0.88), der
afro-amerikanischen Rasse / eth-nischen Zugehörigkeit (angepasstes
Chancenverhältnis [OR], 1.17; 95% CI, 1.04-1.32), einem geringeren
systolischen Blutdruck (angepasstes Chancenverhältnis [OR], 0.94; 95%
CI, 0.92-0.95), dem Nutzen eines implantierbaren
Kardioverter-Defibrillator (ICD) in der Anamnese/
Krankengeschichte
(angepasstes Chancenverhältnis [OR], 1.51; 95% CI, 1.34-1.69), dem
Vorhanden-sein von Depressionen (angepasstes Chancenverhältnis [OR],
1.15; 95% CI, 1.01-1.30), dem Alkoholkonsum (angepasstes Chancenverhältnis
[OR], 1.23; 95% CI, 1.02-1.50), einer Schrittmacherimplantation
(angepasstes Chancenverhältnis [OR], 1.21; 95% CI, 1.06-1.38)
und
dem Nichtvorhandensein einer Niereninsuffizienz in der Anamnese
(angepasstes Chancenverhältnis [OR], 0.85; 95% CI, 0.75-0.96).
Die
Anwendung der Kriterien Serumkreatinin- und -kalium, die für eine
nicht angebrachte
bzw.
möglicherweise nicht angebrachte Therapie mit Aldosteronantagonisten
sprechen,
war
niedrig und änderten sich nicht über den 3jährigen Studienzeitraum.
ZUSAMMENFASSUNGEN:
Weniger als ein Drittel von den geeigneten Patienten, die sich wegen
Herzinsuffizienz (HF) im Krankenhaus befanden und am „Programm zur
Verbesserung der Leitlinien zur Behandlung der Herzinsuffizienz“
teilnahmen, erhielten - gemäß den Herzinsuffizienz Leitlinien - die
empfohlene Therapie mit Aldosteronantagonisten.
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