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Akutes HWS-Syndrom (Zervikale Radikulopathie): Halskrawatte, Physiotherapie oder Abwarten, 2009

Radikuläres HWS-Syndrom: Im englischsprachigen Raum auch Zervikale Radikulopathie genannt; Reizung oder Schädigung der Nervenwurzeln (Radikulopathie) im Bereich der Halswirbelsäule (HWS). Die häufigste Ursache des radikuläres HWS-Syndroms sind degenerative Veränderungen an der Halswirbelsäule.

Studie (1): Schmerz-Scores der Arm- und Nacken-Schmerzen waren in der Halskrause- und Physiotherapie-Gruppe signifikant geringer als in der "wait-and-see"-Gruppe.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Halskrause oder Physiotherapie im Vergleich mit abwartender Behandlung bei seit kurzer Zeit bestehender zervikaler Radikulopathie: Eine randomisierte Studie.

ZIEL: Es sollte die Wirksamkeit einer Behandlung mit einer Halskrause oder durch Physiotherapie mit einer rein abwartenden Therapie bei seit kurzer Zeit bestehender zervikaler Radikulopathie untersucht werden.

GESTALTUNG: Randomisierte, kontrollierte Studie.

UMFELD: Ambulante neurologische Kliniken in drei niederländischen Krankenhäusern.

TEILNEHMER: 205 Patienten mit Zeichen und Symptomen einer zervikalen Radikulopathie, die seit weniger als einem Monat bestanden.

INTERVENTIONEN: Behandlung mit einer mittelharten Halskrause und Ruhigstellung für drei bis sechs Wochen; oder zweimal-wöchentliche Physiotherapie-Behandlungen und häusliche Übungen über sechs Wochen; oder Fortsetzung der täglichen Aktivitäten im Rahmen des Möglichen ohne spezifische Behandlung (Kontroll-Gruppe).

HAUPT-ERGEBNIS-MESSPUNKTE: Der zeitliche Verlauf von Veränderungen sowohl der Schmerz-Scores der Arm- und Nacken-Schmerzen auf einer 100 mm visuellen Analog-Skala als auch im Nacken-Behinderungs-Index während der ersten sechs Wochen.

ERGEBNISSE: In der Kontrollgruppe bei rein abwartender Therapie verringerten sich die Arm-Schmerzen um 3 mm/Woche auf der visuellen Analog-Skala (beta -3,1 mm; 95% Konfidenz-Intervall [KI] von -4,0 bis -2,2 mm), und nach sechs Wochen um insgesamt 19 mm. Bei Patienten, die mit einer Halskrause oder mit Physiotherapie behandelt wurden, wurde eine zusätzliche Schmerzreduktion beobachtet (Halskrause: beta -1,9 mm; 95% KI von -3,3 bis -0,5; Physiotherapie: beta -1,9; 95% KI von -3,3 bis -0,8), über sechs Wochen hinweg wurde bei diesen beiden Gruppen, im Vergleich zur Kontrollgruppe, eine zusätzliche Reduktion der Schmerzen um 12 mm beobachtet. In der Kontrollgruppe bei rein abwartender Therapie, verringerte sich die Intensität der Nackenschmerzen innerhalb der ersten sechs Wochen nicht signifikant (beta -0,9; 95% KI von -2,0 bis 0,3). Eine Behandlung mit einer Halskrause führte zu einer Reduktion der Nackenschmerzen um 2,8 mm/Woche (95% KI von -4,2 bis -1,3), und um insgesamt 17 mm nach sechs Wochen. Physiotherapie führte hingegen zu einer Reduktion der Schmerzen um 2,4 mm/Woche (95% KI von -3,9 bis -0,8) und um insgesamt 14 mm nach sechs Wochen. Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigte sich im Nacken-Behinderungs-Index eine signifikante Veränderung bei der Anwendung einer Halskrause und Ruhigstellung (beta -0,9 mm; 95% KI von -1,6 bis -0,1), bei der Gruppe mit Physiotherapie und häuslichen Übungen zeigte sich ein nicht-signifikanter Unterschied.

SCHLUSSFOLGERUNG: In der Behandlung der frühen Phase einer zervikalen Radikulopathie reduziert eine mittelharte Halskrause und Ruhigstellung für drei bis sechs Wochen oder Physiotherapie verbunden mit häuslichen Übungen über sechs Wochen die Nacken- und Armschmerzen im Vergleich zu einer Kontrollgruppe mit rein abwartender Therapie deutlich.

  1. Kuijper B et al. Cervical collar or physiotherapy versus wait and see policy for recent onset cervical radiculopathy: Randomised trial. BMJ 2009 Oct 7;339:b3883
Schlüsselwörter: Akutes HWS-Syndrom: Halskrawatte, halskrause, bandscheibe, vorfall, manuelle Physikalische Therapie, Abwarten, bandscheibenvorfall, operation,infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013