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Fallmanagement von Depressionen in Hausarztpraxis, 2009

Studie (1): Individuelles Fallmanagement durch speziell trainierte medizinische Fachangestellte (Praxisteam?, Arzthelferin?) in Allgemeinmedizinischen Praxen könnte eine Verbesserung der Symptome bei depressiven Patienten bewirken.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Fallmanagement von Depressionen durch medizinische Fachangestellte in kleineren Allgemeinarztpraxen: Eine Cluster-randomisierte Studie

Eine Verbesserung von Symptomen im Management von Depressionen durch medizinische Fachangestellte in Allgemeinarztpraxen ist zurzeit noch unklar. Diese Studie soll untersuchen, ob eine solche Intervention wirkungsvoller als das übliche Vorgehen bei Depressionen bezüglich der Verbesserung von depressiven Symptomen sowie des Betreuungsablaufs von Patienten mit einer Major Depression. Es handelt sich um eine Cluster-randomisierte kontrollierte Studie. Die zufällige Verteilung wurde durch ein zentrales Automatisierungsverfahren geleistet und auf Praxen in der Stadt und in ländlicher Umgebung angewendet. Die Zuteilung wurde erst nach Aufteilung in Gruppen bekannt gegeben. Aufgenommen wurden 626 Patienten zwischen 18 und 80 Jahren, welche zwischen April 2005 und September 2007 in 74 kleineren allgemeinmedizinischen Praxen in Deutschland wegen einer Major Depression behandelt wurden. Per Telefon wurden strukturierte Befragungen zu den Symptomen durchgeführt und Hilfestellung zur medikamentösen Therapie angeboten, gefolgt von einer Rückmeldung an den Hausarzt. Evaluiert wurden depressive Symptome nach 12 Monaten (per Patient Health Questionnaire-9 [PHQ-)]), sowie die Beurteilung des Verfahrens durch die Patienten, die Compliance bezüglich der Medikation und die Lebensqualität.

Ergebnisse: Insgesamt 310 Patienten wurden dem neuen Fallmanagement zugeteilt, von denen nach 12 Monaten 278 erneut evaluiert wurden; 316 Patienten erhielten herkömmliche Betreuung, von diesen wurden nach einem Jahr 278 erneut beurteilt. 555 Patienten wurden einer modifizierten Intention-to-treat-Analyse unterzogen (267 im Fallmanagement und 288 Kontrollpatienten). Verglichen mit der Kontrollgruppe hatten die Patienten der Interventionsgruppe niedrigere mittlere PHQ-9 Werte bei den depressiven Symptomen (-1.41 [95% Konfidenzintervall –2.49 bis –0.33], P=0.042), die Betreuung wurde als besser eingestuft (3.41 vs 3.11, P=0.011) und die Compliance erwies sich ebenfalls als besser (2.70 vs. 2.53, P=0.042). Ergebnisse für die Lebensqualität waren in beiden Gruppen gleich. Als limitierend ist zu bemerken, dass Patienten, Betreuern, Hausärzten und dem Forscherteam die Gruppenzuteilung bekannt war, und dass keine vollständige Re-Evaluation nach 12 Monaten möglich war.

Fazit: Individuelles Fallmanagement durch medizinische Fachangestellte in Allgemeinmedizinischen Praxen könnte eine Verbesserung der Symptome bei depressiven Patienten bewirken. Gleichzeitig könnte dies eine Verbesserung der Betreuung solcher Patienten im Vergleich zum herkömmlichen Ablauf bedeuten.

Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung

  1. Gensichen J et al. Case management for depression by health care assistants in small primary care practices: A cluster randomized trial. Ann Intern Med 2009 Sep 15; 151:369.
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Stand: 25. Mai 2013