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EPO-Mittel
Darbepoetin Alpha (Aranesp®) bei Diabetes, Anämie und chr.
Niereninsuffienz, 2009
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Könnten
Diabetes-Typ-II-Patienten mit chronischer
Niereninsuffienz und Anämie von einem
Erythropoese-stimulierenden Medikament (ESA)
profitieren? Diese Frage ging eine aktuelle Studie
(1) nach, in der das ESA
Darbepoetin alfa
(Aranesp®) eingesetzt
wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass das Risiko
für viele Patienten schwerer wiegen als die
eventuellen Vorteile.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Eine
Studie über die Anwendung von Darbepoetin Alpha bei Diabetes mellitus
Typ 2 und chronischem Nierenversagen
Anämie
ist mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskulare und renale
Ereignisse bei Patienten mit Typ 2 Diabetes und chronischem
Nierenversagen assoziiert. Obwohl Darbepoetin Alpha den Hämoglobinlevel
effektiv steigern kann, wurde der Effekt bei diesen Patienten bezüglich
des klinischen Verlaufs noch nicht adäquat untersucht. In dieser
Studie wurden von 4038 Patienten mit Diabetes, chronischem
Nierenversagen und Anämie zufällig 2012 Patienten ausgewählt,
welche Darbopoetin Alpha erhielten, um einen Hämoglobinwert von ca.
13 g/dl zu erreichen. 2026 Patienten erhielten ein Placebo, mit zusätzlicher
Gabe von Darbopoetin Alpha sollte der Hämoglobinwert unter 9.0 g/dl
fallen. Primär untersuchte Ergebnisse waren zum einen kardiovaskuläre
Ereignisse wie Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz, Schlaganfall oder
Krankenhausaufnahme bei koronarer Herzkrankheit, sowie Tod hierdurch.
Zum anderen Nierenversagen im Endstadium bzw. daraus resultierender
Tod.
Ergebnisse:
Tod oder ein kardiovaskuläres Ereignis trat bei 632 der mit
Darbopoetin behandelten Patienten und bei 602 Patienten unter
Placebobehandlung ein (Hazard Ratio [HR] für Darbopoetin gegenüber
Placebo: 1.05; 95% Konfidenzintervall [CI]: 0.94 bis 1.17; p=0.41).
Tod oder Nierenversagen im Endstadium wurde bei 625 Patienten der
Darbopoetin Alpha Gruppe und bei 618 Patienten der Patienten
beobachtet, welche das Placebo erhielten (HR: 1.06; 95% CI: 0.95 bis
1.19; P=0.29). 101 Patienten, welche Darbopoetin einnahmen und 53
Patienten der Placebogruppe erlitten einen Schlaganfall mit oder ohne
tödlichen Ausgang. (HR: 1.06; 95% CI: 0.95 bis 1.19; P=0.001). 297
Patienten der Darbepoetin Alpha Gruppe und 496 der Placebogruppe
erhielten Erythrozytentransfusionen (P=0.001). Im Vergleich mit der
Placebogruppe berichteten Patienten unter Darbopoetinbehandlung über
eine nur geringe Abnahme der krankheitsassoziierten Müdigkeit.
Fazit:
Die Anwendung von Darbepoetin bei Patienten mit Diabetes, chronischem
Nierenversagen und mittelschwerer Anämie, welche nicht dialysiert
wurden, hatte keinen Einfluss auf die zwei hauptsächlich untersuchten
Ergebnisse, nämlich kardiovaskuläres Ereignis oder Tod durch ein
solches, bzw. Nierenversagen oder dadurch resultierender Tod. Es fand
sich jedoch ein Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle.
Basierend hierauf wird das Risiko für viele klinisch
Involvierte schwerer wiegen als die eventuellen Vorteile.
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- Pfeffer
MA et al. A trial of darbepoetin alfa in type 2 diabetes and
chronic
kidney disease. N Engl J Med 2009 Oct 30
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Schlüsselwörter: EPO,
Erythropoese-stimulierenden Medikament, ESA, dialyse, blutarmut, Aranesp,
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Blutarmut, Chemotherapie, chronische Niereninsuffienz, Krebs
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