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Insulin vs.
dreifach orale Therapie bei neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes, 2010
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Studie
(1): Befürchtungen (exzessive Gewichtszunahme,
Hypoglykämien) für einen frühen Therapiebeginn
mit Insulin haben sich nicht bestätigt. Die Autoren
befürworten einen breiteren Einsatz der frühen
Insulin-Therapie bei früh diagnostiziertem
Diabetes-Mellitus-Typ-II, da die Evidenzlage zeigt,
dass diese Vorgehensweise die Betazell-Funktion in
der Bauchspeicheldrüse im Gegensatz zu oralen
Antidiabetika schont.
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Insulin-basierte
oder dreifach orale Therapie bei neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes:
Welche ist besser?
ZIEL:
Die frühe Anwendung von Insulin nach der Diagnose eines
Typ-2-Diabetes trifft häufig aufgrund damit verbundener
Gewichtszunahme und häufigerer Hypoglykämien auf Widerstand. Außerdem
besteht oft Angst vor geringerer Compliance und reduzierter
Lebensqualität.
STUDIEN-DESIGN
UND METHODEN: Bei erstmals behandelten Patienten mit neu
diagnostiziertem Typ-2-Diabetes wurde zu Beginn eine Initial-Therapie
mit Insulin und Metformin über drei Monate durchgeführt. Anschließend
wurden die Patienten randomisiert entweder einer Therapie mit Insulin
und Metformin (Insulin-Gruppe) oder einer Therapie mit Metformin,
Pioglitazon und Glibenclamid (Orale Gruppe) über eine Dauer von 36
Monaten zugeteilt. Hypoglykämische Ereignisse, die Compliance, der
HbA1c-Wert, das Gewicht, die Lebensqualität und die
Therapie-Zufriedenheit wurden untersucht.
ERGEBNISSE:
Von jeweils 29 Patienten, die jeder Gruppe randomisiert zugeteilt
wurden, führten 83% (Insulin-Gruppe) bzw. 72% (orale Gruppe) die
Therapie wie geplant über 36 Monate hinweg durch. Bei Beendigung der
Studie betrug der HbA1c-Wert 6,1 +/- 0,6% (Insulin-Gruppe) bzw. 6,0
+/- 0,8% (orale Gruppe). Das Gewicht nahm in beiden Gruppen in ähnlichem
Maße (P = 0,09) um 4,47 kg (95% Konfidenz-Intervall [KI] von 0,89 bis
8,04 kg) in der Insulin-Gruppe und um 7,15 kg (95% KI von 4,18 bis
10,13 kg) in der oralen Gruppe zu. Die Häufigkeit und die Art der
hypoglykämischen Ereignisse unterschied sich nicht zwischen den
beiden Gruppen: 0,51 gegenüber 0,68 milde Hypoglykämie-Ereignisse
pro Personen-Monat in der Insulin-Gruppe bzw. in der oralen Gruppe
(P=0,18); 0,04 gegenüber 0,09 ernsten Hypoglykämie-Ereignissen pro
Personen-Jahr in der Insulin-Gruppe bzw. in der oralen Gruppe
(P=0,53). Compliance, Lebensqualität und Therapie-Zufriedenheit waren
ähnlich zwischen den Gruppen. Alle Patienten, die randomisiert einer
Insulin-Therapie zugeteilt worden waren, wollten eine solche Therapie
weiter fortführen.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Im Vergleich zu einem klinisch gleichwertigen Therapie-Konzept ist
eine Insulin-basierte Therapie wirksam und führte nicht zu größerer
Gewichtszunahme, häufigeren Hypoglykämien oder zu einer Verringerung
von Compliance, Therapie-Zufriedenheit oder Lebensqualität. Insulin
ist sicher, wird gut akzeptiert und ist wirksam in der ständigen
Behandlung von Patienten mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes.
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- Lingvay
I et al. Insulin-based versus triple oral therapy for newly
diagnosed type 2 diabetes: Which is better? Diabetes Care 2009
Oct; 32:1789.
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Schlüsselwörter:Insulin-basierte,
dreifach orale Therapie, neu diagnostiziertes Typ-2-Diabetes, novomix,
Insulin-Therapie-Beginn, intensive insulintherapie, kombinationstherapie,
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