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Verpasste
Chancen zur Entdeckung von Darmkrebs, 2010
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Studie
(1): Frühere Gelegenheiten zur Diagnose eines
kolorektalen Karzinoms (Darmkrebs) wurde in etwa
eindrittel der Fälle mit neu diagnostiziertem
Darmkrebs verpasst. Die häufigsten frühen Hinweise
waren:
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vermutete
oder bestätigte Eisenmangelanämie (ca. 52%)
-
positiver
Hämoccult-Stuhltest (ca. 40%)
-
Hämatochezie
(Blutstuhl, rektale Blutung), ohne dass eine
Koloskopie innerhalb des letzten Jahres durchgeführt
wurde (ca. 22,5%)
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Versäumte Gelegenheiten zur Einleitung einer endoskopischen Abklärung bei Verdacht auf kolorektales Karzinom
Die verzögerte Diagnose des kolorektalen Karzinoms ist einer der häufigsten Gründe für
Kunstfehlerprozesse in den Vereingten Staaten. Das Ziel einer Studie im „American Journal of Gastroenterology“ war die Beschreibung der versäumten Gelegenheiten ein kolorektales Karzinom zu diagnostizieren vor der Überweisung zur Endoskopie und zwar hinsichtlich der Patientencharakterisitika, Art der klinischen Hinweise und Art der Störungen im diagnostischen Prozess.
In der retrospektiven Kohortenstudie bewerteten zwei Untersucher unabhängig voneinander elektronische Krankenakten neu diagnostizierter Fälle von kolorektalem Karzinom zwischen Februar 1999 und Juni 2007 in Texas mit Hilfe eines standardisierten vorgetesteten Datensammelinstrument. Versäumte Gelegenheiten wurden definiert als Behandlungsepisoden, in denen eine endoskopische Abklärung nicht eingeleitet wurde trotz des Vorhandenseins eines oder mehrerer Hinweise, die eine diagnostische Abklärung rechtfertigen. Prädiktoren für versäumte Gelegenheiten wurden mit Hilfe der logistischen Regression ausgewertet. Die Arten von Störungen, die in den diagnostischen Prozess einbezogen waren, wurden ebenfalls bestimmt und beschrieben.
Ergebnisse:
Bei 161 von 513 Patienten mit kolorektalem Karzinom, die die Einschlusskriterien erfüllten, fanden beide Untersucher übereinstimmend mindestens eine versäumte Gelegenheit. Bei diesen Patienten gab es im Mittel 4,2 versäumte Gelegenheiten und 5,3 Hinweise. Die häufigsten Hinweise waren vermutete oder bestätigte Eisenmangelanämie, positiver Hämoccult-Test und Hämatochezie. Die Wahrscheinlichkeit für eine versäumte Gelegenheit war erhöht bei Patienten über 75 Jahren oder Patienten mit Eisenmangelanämie, wohingegen die Wahrscheinlichkeit für eine versäumte Gelegenheit bei Patienten mit pathologischer flexibler Sigmoidoskopie oder Verdacht auf kolorektales Karzinom bei einem bildgebenden Verfahren niedriger waren. Die Anämie war der Hinweis, der mit dem längsten Zeitraum bis zur Überweisung zur Endoskopie assoziiert war. Die meisten Störungen im diagnostischen Prozess traten beim klinischen Arzt-Patient-Kontakt auf und in der Nachbeobachtung von Patienten bzw. pathologischen Testergebnissen.
Fazit:
Trotz vieler verdächtiger Hinweise, die zur Diagnose führen könnten sind versäumte Gelegenheiten, den Verdacht auf ein kolorektales Karzinom abzuklären häufig. Weitere Interventionen sind nötig um die identifizierten Störungen zu reduzieren.
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- Singh
H et al. Missed opportunities to initiate endoscopic evaluation
for
colorectal cancer diagnosis. Am J Gastroenterol 2009 Oct;
104:2543.
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