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Herz-CT und Zufallsbefunde, Was Tun? 2010

Die Zufallsbefunde bei Herz-CT sind nur bei wenigen Patienten klinisch relevant, und sind mit Risiken und Kosten verbunden

Kardiale Computer-Tomographie (Herz-CT) wird zunehmend zur Evaluation von Herz- Herzkranzgefäßen und Kalzifikationen eingesetzt. Dabei werden oft nicht-kardiale Zufallsbefunde diagnostiziert, da auch weitere Thorax-Areale mitbefundet werden. Eine aktuelle Studie aus Kanada untersuchte das Inzidenz (Häufigkeit), klinische Signifikanz und Kosten der Zufallsbefunde (IF: Incidental Findings) bei Herz-CT.

Insgesamt wurden 966 Patienten (58 +/- 16 Jahre), die sich in den letzten 12 Monaten einer Herz-CT unterzogen hatten, evaluiert. 

Bei 401 Patienten (41,5%) wurden nicht-kardiale Zufallsbefunde diagnostiziert.
Davon waren 12 Zufallsbefunde (1,2%) klinisch signifikant. Es handelte sich unter anderem 5 Thrombi, 1 aortale Dissektion und 1 rupturiertes Brustimplantat.

68 Zufallsbefunde (7%) hatten eine unklare Signifikanz (unter anderem 34 nicht-kalfizierte pulmonale Nodule <1cm, 11 größere pulmonale Nodule, und 9 Leber-Nodule bzw. Zysten).

In der Beobachtungszeit (18.4 +/- 7.6 Monate) entartete keiner der Befunde mit unklarer Signifikanz. Dabei wurden bei 3 Patienten mit unklaren Zufallsbefunden 3 maligne Läsionen festgestellt, die jedoch ohne Relation zu den Zufallsbefunden standen.

Nicht-kardiale und Krebs-Mortalitäts-Raten waren zwischen den Patienten mit und ohne Zufallsbefunden ähnlich.

Insgesamt wurden 164 zusätzliche diagnostische Tests und Untersuchungen durchgeführt, um die unklaren Zufallsbefund zu klären. Ein Patient darunter erlitt eine schwere Komplikation während einer diagnostistischen Untersuchung (Abdominelle Abszesse nach einer transthorakalen Biopsie). Die Gesamt-Kosten der Abklärung der Zufallsbefunde waren hoch (U.S. $83,035).

Fazit: Obwohl kardiale Zufallsbefunde bei Herz-CT relativ häufig sind, sie sind nur in wenigen Fällen klinisch relevant. Die Mortaltitäts-Raten waren ähnlich zwischen den Patienten mit oder ohne Zufallsbefunde bei Herz-CT. Und die diagnostische Abklärung der Zufallsbefunde waren kostspielig und nicht ohne Risiken.

Also was Tun?: Ein möglicher Weg wäre, die Patienten vor einer Herz-CT aufzuklären und ihre Präferenzen zu fragen, ob sie die nicht-kardialen Strukturen ebenfalls evaluiert haben möchten oder nicht.

  1. MacHaalany J et al. Potential clinical and economic consequences of
    noncardiac incidental findings on cardiac computed tomography. J Am Coll
    Cardiol 2009 Oct 13; 54:1533
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Stand: 25. Mai 2013