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Dabigatran (Pradaxa®): Orale Alternative zu Marcumar & Co bei venösen Thromboembolien? 2010

Hintergrundinformation: Dabigatran (Pradaxa® von Boehringer Ingelheim) ist ein neuer direkter Thrombinhemmer zur Prävention und Behandlung thrombo-embolischer Erkrankungen. Dabigatran (Pradaxa®) wird oral zur Antikoagulanzientherapie (Blutverdünnung) eingenommen und eine Gerinnungsüberwachung ist während der Therapie nicht erforderlich.

Dabigatran (Pradaxa®) ist in Deutschland seit 2006 in Deutschland bisher lediglich zur Thrombose-Prophylaxe nach Hüft- und Kniegelenk-Operation zugelassen. Eine aktuelle Studie (1) hat Dabigatran in einem anderen möglichen Indikationsgebiet zur Behandlung akuter venöser Thromboembolien mit der bisherigen Standardtherapie Warfarin (in Deutschland wird häufig Marcumar eingesetzt) verglichen.

Die Ergebnisse zeigten, dass Dabigatran (Pradaxa®) sicher und effektiv  war. Dabigatran hatte gegenüber Warfarin bestimmte Vorteile bei der praktischen Handhabung (keine Gerinnungs-Monitoring, keine Dosis-Anpassung)

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Dabigatran im Vergleich mit Warfarin bei der Behandlung akuter venöser Thromboembolien.

HINTERGRUND: Der direkte orale Thrombin-Inhibitor Dabigatran hat eine kalkulierbare antikoagulatorische Wirkung und kann eine alternative Therapie zu Warfarin sein für Patienten mit akuten venösen Thromboembolien.

METHODEN: In einer randomisierten, doppelt-blinden Nicht-Unterlegenheits-Studie bei Patienten mit akuten venösen Thromboembolien, die initial eine parenterale Antikoagulation über im Mittel neun Tage (Interquartil-Bereich: 8 bis 11 Tage) erhielten, wurde orales Dabigatran, bei einer Dosierung von 150 mg zweimal täglich, mit Warfarin, dessen Dosierung entsprechend angepasst wurde um eine International Normalized Ratio (INR) zwischen 2,0 und 3,0 zu erreichen, verglichen. Das primäre Outcome war die 6-Monats-Inzidenz von wiederkehrenden, symptomatischen, objektiv bestätigten venösen Thromboembolien und damit verbundene Todesfälle. Sicherheits-Endpunkte beinhalteten Blutungs-Ereignisse, akutes Koronar-Syndrom, andere ungünstige Ereignisse sowie die Ergebnisse von Leberfunktions-Tests.

ERGEBNISSE: Von 1.274 Patienten, die randomisiert einer Dabigatran-Behandlung zugeteilt wurden, erlitten insgesamt 30 Patienten (2,4%) wiederkehrende venöse Thromboembolien. Im Vergleich dazu trat dies bei 27 von 1.265 Patienten (2,1%) in der Warfarin-Gruppe auf; der Risiko-Unterschied betrug 0,4% (95% Konfidenz-Intervall [KI] von -0,8 bis 1,5%; P<0,001 für den im Vorfeld definierten Bereich der Nicht-Unterlegenheit), das relative Risiko betrug für Dabigatran 1,10 (95% KI von 0,65 bis 1,84). Große Blutungen kamen bei 20 Patienten aus der Dabigatran-Gruppe (1,6%) und bei 24 Patienten aus der Warfarin-Gruppe (1,9%) vor (relatives Risiko für Dabigatran: 0,82; 95% KI von 0,45 bis 1,48). Blutungen aller Schweregrade traten bei 205 Patienten aus der Dabigatran-Gruppe (16,1%) und bei 277 Patienten aus der Warfarin-Gruppe (21,9%) auf (relatives Risiko für Dabigatran: 0,71; 95% KI von 0,59 bis 0,85). Die Häufigkeit eines akuten Koronar-Syndroms, die Zahl der Todesfälle und der Anteil von nicht-normalen Leberfunktions-Tests war in beiden Gruppen ähnlich. Ungünstige Ereignisse, die zu einem Absetzen der Studien-Medikation führten, traten bei 9,0% der Patienten aus der Dabigatran-Gruppe und bei 6,8% der Patienten aus der Warfarin-Gruppe ein (P=0,05).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Für die Behandlung von akuten venösen Thromboembolien ist eine feste Dosis Dabigatran so wirksam wie Warfarin, bei einem ähnlichen Sicherheits-Profil, und ohne die Notwendigkeit von Laborkontrollen. ClinicalTrials.gov-Nummer NCT00291330.

  1. Schulman S et al. Dabigatran versus warfarin in the treatment of acute
    venous thromboembolism. N Engl J Med 2009 Dec 10; 361:2342.
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Stand: 25. Mai 2013