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Prostatakrebs:
Sofortige vs. verzögerte Therapie (watchful waiting), 2010
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Faktoren,
welche mit einer Entscheidung zur aktiven Therapie
einhergingen, waren: jüngeres Alter,
fortgeschrittenes klinisches Stadium, höherer
Gleason Score sowie ein höheres
Prostata-spezifisches Antigen (PSA) bei
Diagnosestellung.
Derzeit laufen zwei randomisierte Studien mit ähnlicher
Fragestellung: ProtecT
aus England und PIVOT
aus den USA
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Determinanten
und Resultate bei verzögerter Therapie bzw. “watchful
waiting”-Strategie bei Männern mit Prostatakarzinom
Diese
Studie untersucht die Konsequenzen einer aufgeschobenen Therapie (Deferred
Treatment – DT) als Behandlungsmethode von Prostatakrebs in einer
US-amerikanischen Kohorte. Es wurden die Fälle von 51,529 Männern
mit Prostatakarzinom aus einer prospektiven Kohortenstudie (Health
Professionals Follow-up Studie) evaluiert. Hazard Ratios (HR) für den
Zeitraum bis zum eigentlichen Therapiebeginn nach DT für mindestens
ein Jahr nach Diagnosestellung wurde per Cox-Regression berechnet. Es
wurden HR für das Auftreten von Metastasen oder Tod als Resultat des
Prostatakarzinoms für Patienten mit DT sowie Patienten mit
Therapiebeginn innerhalb eines Jahres nach Diagnosestellung bestimmt.
Ergebnisse:
Unter 3,331 Teilnehmern mit zwischen 1986 und 2007 diagnostiziertem
Prostatakrebs wurde eine Therapie bei 342 (10.3%) zunächst zurückgestellt
und 171 (51%) dieser Patienten erhielten keine Therapie über die
Dauer des Follow-up (durchschnittlich 7.7 Jahre). Der Rest der
Patienten wurde nach einer durchschnittlichen Zeitspanne von 3.9
Jahren nach Diagnose aktiv therapiert. Faktoren, welche mit einer
Entscheidung zur aktiven Therapie einhergingen, waren jüngeres Alter,
fortgeschrittenes klinisches Stadium, höherer Gleason Score sowie ein
höheres Prostata-spezifisches Antigen (PSA) bei Diagnosestellung.
Beobachtet wurden vergleichbare Häufigkeiten für das Auftreten von
Metastasen (n = 20 und n = 199; 7.2 vs. 8.1 pro 1,000 Personen-Jahren;
P = .68) und Tod als Resultat des Prostatakarzinoms (n = 8 und n = 80;
2.4 vs. 2.6 pro 1,000 Personen-Jahren; P = 0.99) für DT sowie
sofortigen Therapiebeginn.
Fazit:
In dieser US-amerikanischen Kohorte verblieben mehr als die Hälfte
der betroffenen Männer, welche ein DT einer sofortigen aktiven
Therapie vorzogen, über einen Zeitraum von 7.7 Jahren ohne Therapie.
Die Wahrscheinlichkeit für ein längeres therapiefreies Intervall
stieg für ältere Männer, sowie Männer mit Karzinomen im
Anfangsstadium. Die Prostatakrebs-bezogene Mortalität unterschied
sich in beiden Gruppen nicht.
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- Shappley
WV III et al. Prospective study of determinants and outcomes of
deferred treatment or watchful waiting among men with prostate
cancer in a nationwide cohort. J Clin Oncol 2009 Oct 20; 27:4980.
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Schlüsselwörter: Prostatakrebs,
Therapie, im hohen Alter, abwarten, radikale Prostatektomie, watchful
waiting, Impotenz, Inkontinenz, Krankheit, Scandinavian Prostate Cancer
Group-4 trial, aktive Beobachtung, passives Warten, Mortalität,
Sterblichkeit, Metastase, Chemotherapie, Operation, infektion, klinik,
krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken,
krankenhäuser, Therapie,
infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien,
krankheiten,
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