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Schlafapnoe: Einfluss von Alkohol und Schlafentzug auf das Fahrvermögen, 2010

Bei Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe wird das Fahrvermögen durch Alkohol und Schlafentzug stärker beeinflusst als bei Gesunden. Schlafapnoe-Patienten sollten daher über diese Risiken aufgeklärt werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Patienten mit unbehandelter obstruktiver Schlafapnoe: Einfluss von Alkohol und Schlafentzug  auf das Fahrvermögen am Simulator. Zusammenfassung für Patienten:

HINTERGRUND: Bedingt durch Schlafstörungen und schlafassoziierten Sauerstoffmangel reagieren Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) möglicherweise sensibler auf Alkohol und Schlafentzug als Gesunde.

ZIEL: Bei OSA-Patienten und altersgleichen Kontrollteilnehmern sollte verglichen werden, wie Schlafentzug und Alkohol das Fahrvermögen am Simulator beeinflussen. DESIGN: Bei zwei Teilnehmergruppen wurde ein Fahrtest am Simulator unter drei Bedingungen und in randomisierter Reihenfolge durchgeführt. ORT: Adelaide Institute for Sleep Health, Sleep Laboratory, Adelaide , Australien. TEILNEHMER: 38 unbehandelte OSA-Patienten und 20 Kontrollteilnehmer. BESTIMMUNGSPUNKTE: Abweichen von der Spur, Unfälle und Reaktionszeit beim Bremsen. TESTBEDINGUNGEN: Die Tests wurden bei uneingeschränktem Schlaf, bei Schlafentzug mit maximal 4 Stunden Schlaf und nach Konsum von 40%-igem Wodka durchgeführt. Bei letzterem wurde die Menge so berechnet, dass 0,05 g/dl Alkohol im Blut erreicht wurden.

ERGEBNISSE: Die OSA-Patienten wichen im Fahrtest stärker von der Spur ab als die Kontrollteilnehmer (OSA-Patienten durchschnittlich 50,5 cm [95%-KI 46,1 - 54,9 cm]; Kontrollgruppe 38,4 cm [KI 32,4 - 44,4 cm]; p < 0,01). Die Abweichungen nahmen mit der Testdauer zu (Gruppierung nach Testzeit, p = 0,02). Bei Schlafentzug und Alkoholkonsum wichen die OSA-Patienten etwa 40% stärker von der Spur ab als die Kontrollteilnehmer (Gruppierung nach Testbedingung, p = 0,04). OSA-Patienten verursachten auch häufiger Unfälle als Kontrollteilnehmer (1 versus 24 Teilnehmer; Odds Ratio [OR] 25,4; p = 0,03). Dabei ereigneten sich mehr Unfälle nach Schlafentzug (OR 4,0; p < 0,01) und Alkohohlkonsum (OR 2,3; p = 0,02) als nach uneingeschränktem Schlaf. Bei OSA-Patienten waren ein längeres Schließen der Augen (> 2 Sekunden) und Mikroschlaf (> 2 Sekunden Theta-Wellen im EEG) signifikante Prädikatoren für einen Unfall (OR 19,2 beziehungsweise 7,2; p < 0,01). Die Reaktionsgeschwindigkeit beim Bremsen war nach Schlafentzug langsamer als bei uneingeschränktem Schlaf (durchschnittlich 1,39 [SD 0,06]  Sekunden versus 1,22  [SD 0,04] Sekunden; p < 0,01), nicht aber nach Alkoholkonsum. Innerhalb der Gruppen wurden keine Unterschiede festgestellt. EINSCHRÄNKUNG: Das Fahrvermögen wurde am Simulator und nicht auf der Straße bestimmt.

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe wird das Fahrvermögen durch Alkohol und Schlafentzug unter verschiedenen Bedingungen stärker beeinflusst als bei Gesunden.

HAUPTFINANZIERUNGSQUELLE: Australian National Health and Medical Research Council.

  1. Vakulin A et al. Effects of alcohol and sleep restriction on simulated driving performance in untreated patients with obstructive sleep apnea. Ann
    Intern Med 2009 Oct 6; 151:447.
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Stand: 25. Mai 2013