|
| |
Diabetes:
Lebensstil-Änderungen können den Diabetes-Typ-II mindestens 10-Jahre
verzögern, 2010
|
|
|
|
Eine
aktuelle Studie (1) stellte die 10-Jahresdaten vom Diabetes-Präventions-Programm
(DPP): Lebensstil-Interventionen (Gewichstabnahme,
Sport plus Aufklärungsprogramm) haben Entwicklung
von Diabetes Typ-II bei Menschen mit gestörter
Glukosetoleranz erheblich verzögert.
|
|
Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
|
|
10
Jahre Beobachtungszeit der Diabetes-Inzidenz und des Gewicht-Verlusts
in der Ergebnis-Studie des Diabetes-Präventions-Programms.
HINTERGRUND:
Im Diabetes-Präventions-Programm (DPP), einer randomisierten
klinischen Studie, wurde über einen Zeitraum von 2,8 Jahren die
Diabetes-Inzidenz bei Erwachsenen mit hohem Risiko um 58% durch
intensive Lebensstil-Veränderung, und um 31% durch Metformin
reduziert, jeweils im Vergleich zu Placebo. Die Autoren dieser Studie
haben die langfristige Nachhaltigkeit dieser Auswirkungen untersucht.
METHODEN:
Alle aktiven Teilnehmer am DPP waren geeignet für eine verlängerte
Beobachtungszeit. 2.766 von 3.150 Teilnehmern (88%) meldeten sich für
eine zusätzliche Nachbeobachtung von im Mittel 5,7 Jahren (Interquartil-Bereich
von 5,5 bis 5,8 Jahren) an. Von diesen Teilnehmern waren 910 aus der
Gruppe der Lebensstil-Veränderung, 924 aus der Metformin-Gruppe und
932 Teilnehmer stammten aus der ursprünglichen Placebo-Gruppe.
Aufgrund der in der DPP erkannten Vorteile der intensiven
Lebensstil-Veränderung wurde allen drei Gruppen eine in die Gruppen
implementierte Lebensstil-Intervention angeboten. Der primäre
Endpunkt war die Entwicklung eines Diabetes nach den Kriterien der
American Diabetes Association. Die Analyse wurde nach
Intention-to-treat durchgeführt. Die Studie ist unter NCT00038727 bei
ClinicalTrials.gov registriert.
ERGEBNISSE:
Während der durchschnittlich 10,0 Jahre langen (Interquartil-Bereich
von 9,0 bis 10,5) Beobachtungszeit seit der Randomisierung im DPP
verloren die Teilnehmer der ursprünglichen Gruppe der Lebensstil-Veränderung
zuerst an Gewicht, und nahmen dann teilweise wieder an Gewicht zu. Der
mäßige Gewichts-Verlust durch Metformin hingegen blieb bestehen. Die
Inzidenzen für Diabetes in dieser Nachbeobachtungs-Studie waren
zwischen den Behandlungs-Gruppen ähnlich: 5,9 pro 100 Personen-Jahre
(5,1-6,8) in der Lebensstil-Gruppe, 4,9 (4,2-5,7) in der
Metformin-Gruppe und 5,6 (4,8-6,5) in der Placebo-Gruppe). Die
Diabetes-Inzidenz innerhalb von 10 Jahren seit der Randomisierung im
DPP war um 34% (24%-42%) in der Gruppe der Lebensstil-Veränderung,
sowie um 18% (7%-28%) in der Metformin-Gruppe vermindert, jeweils im
Vergleich mit Placebo.
INTERPRETATION:
Während der Nachbeobachtungszeit nach dem Diabetes-Präventions-Programm
sanken die Inzidenzen in den früheren Placebo- und Metformin-Gruppen
ähnlich wie in der ursprünglichen Gruppe der Lebensstil-Veränderung.
Allerdings blieb die kumulative Diabetes-Inzidenz in der
Lebensstil-Gruppe die niedrigste. Die Prävention oder Verzögerung
eines Diabetes durch eine Lebensstil-Intervention oder durch Metformin
kann über mindestens 10 Jahre hinweg anhalten.
FINANZIERUNG:
Nationales Institut für Diabetes sowie Verdauungs- und
Nierenkrankheiten (engl. NIDDK).
|
- Diabetes
Prevention Program Research Group. 10-year follow-up of diabetes
incidence and weight loss in the Diabetes Prevention Program
Outcomes Study.Lancet 2009 Nov 14; 374:1677
- Diabetes
Prevention Program Research Group. Reduction in the incidence of
type 2 diabetes with lifestyle intervention or metformin. N Engl J
Med 2002 Feb 7; 346:393-403.
|
|
|
|
|
|
Schlüsselwörter:diabetes mellitus Typ I
und II, gewicht, adipositas, gewichtsverlust, abnehmen, Einfluss,
Lebensstil-Änderungen, laufen, joggen, training, alter, Gewichtsabnahme,
Sport, gewicht abnehmen, krafttraining,infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken,
krankenhäuser, Therapie,
infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien,
krankheiten,
|
| |
|