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ACE-Hemmer und AT-Blocker bei KHK-Patienten mit erhaltener Ventrikelfunktion, 2010

In einer aktuellen Meta-Analyse (1) reduzierten ACE-Hemmer als add-on-Therapie (zusätzlich zur bestehenden KHK-Therapie) Morbidität (weniger fatale Myokardinfarkte und Schlaganfälle) und Mortalität. Eine weniger starke Beweislage besteht für einen Vorteil durch Therapie mit AT-Blocker. Es gibt zwar Hypothesen wie Myokard-Ummodeln usw, aber woher die Vorteile der ACE-Hemmer-Therapie in dieser Patientengruppe kommen, ist letztendlich noch unklar.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Systematisches Review: Vergleich der Wirksamkeit von Inhibitoren des Angiotensin-konvertierenden Enzyms und Angiotensin II-Rezeptorblockern bei ischämischer Herzkrankheit.

HINTERGRUND: Bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit und erhaltener ventrikulärer Funktion besteht trotz standardisierter medizinischer Therapie eine bedeutende Morbidität und Mortalität.

ZIEL: Bei Erwachsenen mit stabiler ischämischer Herzkrankheit sollten die Vor- und Nachteile der Benutzung sowohl von Inhibitoren des Angiotensin-konvertierenden Enzyms (engl. ACE), von Angiotensin II-Rezeptorblockern (ARBs), sowie von einer Kombinationstherapie aus beiden Medikamenten untersucht werden.

DATEN-QUELLEN: MEDLINE, EMBASE, das zentrale Cochrane-Register für kontrollierte Studien sowie die Cochrane-Datenbank für systematische Reviews (bis Juli 2009) wurden ohne Sprach-Einschränkungen durchsucht.

STUDIEN-AUSWAHL: Zwei unabhängige Wissenschaftler suchten nach Studien mit einer Dauer von mindestens sechs Monaten, die ACE-Inhibitoren, ARBs oder eine Kombinationstherapie aus beiden Medikamenten, kontrolliert durch Placebo oder aktive Kontrolle, untersuchten, und die über mindestens einen von mehreren definierten klinischen Endpunkten berichteten.

DATEN-EXTRAKTION: Unter der Benutzung standardisierter Protokolle extrahierten zwei unabhängige Wissenschaftler Daten über Studien-Eigenschaften und bewerteten Qualität und Beweiskraft der Daten. Meinungsverschiedenheiten wurden durch Konsens-Bildung gelöst.

DATEN-ZUSAMMENSTELLUNG: 41 Studien erfüllten die Kriterien für eine Berücksichtigung. Es besteht mittlere bis starke Evidenz (7 Studien; 32.559 Teilnehmer) dafür, dass ACE-Inhibitoren das relative Risiko (RR) für die Gesamt-Mortalität (RR: 0,87; 95% Konfidenz-Intervall [KI] von 0,81 bis 0,94) und für nicht-tödliche Myokard-Infarkte (RR: 0,83; 95% KI von 0,73 bis 0,94) im Vergleich zu Placebo senken. Allerdings erhöht sich durch ACE-Inhibitoren im Vergleich zu Placebo das relative Risiko für Synkopen (RR: 1,24; 95% KI von 1,02 bis 1,52) und für Husten (RR: 1,67; 95% KI von 1,22 bis 2,29). Schwache Evidenz (1 Studie, 5.926 Teilnehmer) besteht dafür, dass ARBs das relative Risiko für den zusammengesetzten Endpunkt aus kardiovaskulärer Sterblichkeit, nicht-tödlichem Myokardinfarkt oder Hirninfarkt (RR: 0,88; 95% KI von 0,77 bis 1,00) reduzieren; das relative Risiko für die einzelnen Endpunkte veränderte sich jedoch nicht signifikant. Evidenz mittlerer Stärke (1 Studie, 25.620 Teilnehmer) besteht beim Vergleich einer Kombinationstherapie aus ARBs und ACE-Inhibitoren mit einer Therapie, die nur ACE-Inhibitoren enthält, für ein jeweils ähnliches Risiko für Gesamt-Sterblichkeit (RR: 1,07; 95% KI von 0,98 bis 1,16) und für Myokard-Infarkte (RR: 1,08; 95% KI von 0,94 bis 1,23), jedoch auch für ein erhöhtes Risiko für Therapie-Abbruch aufgrund von niedrigem Blutdruck (P<0,001) sowie Synkopen (P=0,035).

EINSCHRÄNKUNGEN: Viele Studien untersuchten oder berichteten nicht systematisch von ungünstigen Nebenwirkungen der Therapie. Viele Studien berichteten nicht angemessen von günstigen oder ungünstigen Auswirkungen der Therapie bei diversen Patienten-Untergruppen.

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei manchen Patienten mit stabiler ischämischer Herzkrankheit und erhaltener ventrikulärer Funktion wird durch das Hinzufügen eines ACE-Inhibitors zu einer standardisierten, medizinischen Therapie das Risiko für Mortalität und für Myokard-Infarkte reduziert und der klinische Verlauf verbessert. Eine weniger starke Beweislage besteht für einen Vorteil durch Therapie mit Angiotensin-II Rezeptorblockern. Eine Kombinationstherapie, bestehend aus beiden Medikamenten, erscheint nicht besser als eine alleinige Therapie mit ACE-Inhibitoren und bringt gleichzeitig mehr unerwünschte Nebenwirkungen mit sich.

PRIMÄRE FINANZIERUNG: Agency for Healthcare Research and Quality.

  1. Baker WL et al. Systematic review: Comparative effectiveness of angiotensin-converting enzyme inhibitors or angiotensin II–receptor blockers for ischemic heart disease. Ann Intern Med 2009 Dec 15; 151:861.
Schlüsselwörter EF-Fraktion, ejektionsfraktion, Ventrikelfunktion, ARB, Valsartan, Diovan, Provas, AT-Blocker, gute LV-Funktion, Morbidität, herzinfarkt, MortalitätACE-Hemmer, Bluthochdruck, Herzinsuffienz und Hypertonie,: infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 
 

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Stand: 25. Mai 2013